EIN WETTLAUF MIT DER ZEIT



Mittlerweile können Bands aus Ländern ohne jahrzehntelange Metaltradition kaum noch den Exotenbonus in Anspruch nehmen, da heutzutage fast überall auf der Welt verrückte Typen die Stromgitarre umschnallen, um damit ordentlich Alarm zu machen. Doch diese Tatsache vermittelt ein etwas falsches Bild von der tatsächlichen Situation von Metalheads in Indonesien, auf den Philippinen oder eben in Indien. Da KRYPTOS nun schon regelrecht Urgesteine indischen Metals sind, und vor kurzem ein recht oldschooliges Album namens „Force Of Danger“ herausgebracht haben, ergriff ich die Chance, etwas mehr darüber herauszufinden, wie denn Metal in Indien so funktioniert. Sänger und Gitarrist Nolan Lewis stand mir zu diesem Behufe Rede und Antwort.

Hallo. Bitte stellt Euch unseren Lesern kurz vor!

Hallo zusammen! Hier ist Nolan Lewis von KRYPTOS und ich bin für Gesang und Rhythmusgitarre zuständig. Außerdem mache ich ab und zu wirklich beschissene Witze, haha.

Ihr seid seit mehr als zwanzig Jahren als KRYPTOS aktiv. Aber ich muss zugeben, dass ich erst durch euer letztes Album "Afterburner" auf euch aufmerksam geworden bin. Wie war es, eine der ersten Metalbands zu sein, die in Indien gegründet wurden?

Nun, Metal gibt es in Indien schon seit den 80er Jahren, und damals gab es ein paar Bands wie MILLENIUM, AGNI, POSTMARK, ROCK MACHINE und ein paar andere, die wirklich sehr gut waren. Sie haben damals auch ein paar Alben und Videos veröffentlicht, aber leider hatten sie kaum eine Chance, ihre Musik weltweit zu verbreiten. Wir haben Ende der 90er Jahre angefangen, und obwohl wir aus dieser "Frühzeit" indischer Bands stammen, haben wir es geschafft, die Grenzen dessen, was für andere indische Gruppen möglich war, zu erweitern.

Als wir anfingen, hatten wir es auch schwer, unsere Musik einem größeren Publikum zugänglich zu machen, weil wir durch die damalige Technologie extrem eingeschränkt waren und es in Indien keine guten Studios und Auftrittsorte gab und wir auch keinen Zugang zu gutem Equipment hatten. Es gab natürlich auch kein Internet oder ähnliches, also lief alles über Mundpropaganda. Das ist auch der Grund, warum wir unser erstes Album (mit großen Schwierigkeiten, wie ich hinzufügen möchte) erst etwa sechs Jahre nach der Gründung der Band herausgebracht haben.

Aber in gewissem Sinne würde ich sagen, dass wir den Weg für viele andere indische Metalbands geebnet haben, die nach uns kamen. Als wir anfingen, spielten viele Metalbands im ganzen Land nur Covers und waren nicht wirklich daran interessiert, ihre eigene Musik zu schreiben oder zu veröffentlichen. Ich glaube, wir haben dazu beigetragen, diese Einstellung zu ändern, denn wir haben immer versucht, bei unseren Auftritten unsere eigene Musik zu spielen, obwohl die Leute nach einem METALLICA- oder MAIDEN-Cover schrien. Letztendlich haben wir durch schiere Hartnäckigkeit unser Album veröffentlicht und andere Bands haben gemerkt, dass es möglich ist, weshalb man jetzt tonnenweise indische Metal-Bands findet, die ständig ihre eigene Musik veröffentlichen.

Jetzt habt ihr ein neues Album herausgebracht. "Force Of Danger" scheint mir zurück zu den Wurzeln zu gehen. Mehr traditioneller Metal. Wie waren die Reaktionen auf das neue Album bisher und wie zufrieden bist du mit der Platte?

Die Reaktionen waren großartig. Größtenteils positiv. Wir erwarten natürlich nicht, dass jeder es mag oder checkt, woher wir kommen, aber wir waren angenehm überrascht zu sehen, wie viel Presse das Album bekommen hat und wie viele Leute wirklich auf den sehr 'old schooligen' und rohen Sound dieses Albums abfahren. Ich denke, mehr Leute verstehen jetzt, dass wir keine Nostalgie-Band sind, die nur 80er-Metal als Gimmick spielt. Wir sind das einzig Wahre. Wir tragen unsere 80er-Jahre-Einflüsse auf den Klamotten und alles, was wir veröffentlichen, ist absolut echt und mit viel Leidenschaft und Herzblut gemacht. Und ich denke, dass die Leute genau das spüren, wenn sie „Force of Danger“ hören.

Was uns betrifft, so sind wir sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie das Album ausgefallen ist. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass wir während des Aufnahmeprozesses mehr Zeit gehabt hätten, denn wir haben das Album unter schwierigen Umständen geschrieben und aufgenommen, als Indien die zweite Welle der Pandemie erlebte. Aber in Anbetracht der Situation und der Zeit, die uns zur Verfügung stand, sind wir begeistert, dass es uns gelungen ist, ein Album voller guter Songs herauszubringen.


Ich höre mir gerade euer erstes Album "Spiral Ascent" zum Vergleich an und mir fällt auf, dass ihr euren Stil seitdem nicht großartig verändert habt. Abgesehen von ein paar Thrash-Einflüssen. Also habt ihr euren Stil von Anfang an definiert?

Tatsächlich unterscheidet sich "Spiral Ascent" ziemlich von allen späteren Alben. Als wir „Spiral Ascent“ aufnahmen, wurden wir von vielen anderen Musikstilen wie Thrash, Doom und sogar etwas Death Metal beeinflusst, weshalb man auf diesem Album neben unseren 80er-Jahre-Metal-Einflüssen auch viele andere Einflüsse findet. Es ist ein interessantes Album für seine Zeit, auch wenn es nicht zu meinen Favoriten gehört, und es hat einige gute Momente, aber insgesamt denke ich, dass wir immer noch versuchten, unseren Sound zu finden, und wir waren noch sehr 'nass hinter den Ohren', wenn es um das Schreiben und Arrangieren von Songs ging.

Aber auf eine Art und Weise kann man sogar auf einem so frühen Album unsere 80er-Einflüsse unter allem hören, also könnte man sagen, dass wir mit jedem weiteren Album im Grunde das ganze zusätzliche Fett weggeschnitten haben, so dass das Einzige, was durchscheint, der 80er/NWOBHM-Metal ist, den wir gerne schreiben und spielen.

Ich mag den Old-School-Stil, den ihr spielt, basierend auf NWOBHM und Bands wie ACCEPT. Er erinnert mich an die Zeit, als ich noch jung war und diese Musik gerade für mich entdeckt hatte. Habt ihr noch andere Bands, die ihr als Einflüsse nennen würdet?

Das ist fantastisch zu hören. Ja, das ist genau das, was wir unseren Zuhörern vermitteln wollen. Wir wollen, dass unsere Musik die Leute in eine einfachere Zeit zurückversetzt, in der wir alle in unseren Schlafzimmern saßen oder mit unseren Freunden abhingen und neue Bands und Alben zum ersten Mal hörten und völlig umgehauen wurden. Das ist die Art von Emotion, die wir mit unserer Musik vermitteln wollen, und wir freuen uns sehr, wenn die Leute uns schreiben oder uns sagen, dass sie sich durch unsere Musik wieder wie Teenager gefühlt haben. Ich denke, das ist extrem wichtig für uns, denn unserer Meinung nach kam die wahre Magie des Heavy Metal in den 70er und 80er Jahren zum Vorschein, und wir versuchen, etwas von dieser Magie in die heutige Welt zu bringen.

Wie du bereits erwähnt hast, ist ACCEPT natürlich einer unserer Haupteinflüsse, zusammen mit PRIEST, MAIDEN, THIN LIZZY und einigen anderen, aber ja, es gibt viele "sekundäre" Einflüsse, die unseren Sound ebenfalls geprägt haben. Man kann Spuren von RIOT, MERCYFUL FATE, SAXON und sogar NWOBHM-Bands wie JAGUAR, DIAMOND HEAD, BLITZKRIEG, SAVAGE, etc. in unserer Musik hören. Aber vor allem ist es die Einstellung dieser Bands, die wir in unsere Musik einfließen lassen und die sie zu dem macht, was sie ist.


Obwohl eure Musik eher traditioneller Metal ist, gibt es einen bemerkenswerten Unterschied. Der Gesang erinnert nämlich mehr an Thrash-Metal-Bands wie EXODUS oder KREATOR. Warum habt ihr euch entschieden, solche Vocals zu verwenden?

Als wir die Band gründeten, war Ganesh (Bass) bis etwa 2006 für die Vocals zuständig. Er verließ die Band kurz nachdem wir unser erstes Album veröffentlicht hatten, und obwohl wir eine Reihe von Sängern ausprobiert hatten, konnten wir nicht die richtige Person finden. Da habe ich beschlossen, es selbst mit dem Singen zu versuchen.

Ich bin kein guter Clean-Sänger und ich bin ein großer Fan von Ron Royces Gesangsstil (Coroner), also entschied ich mich für diese Richtung. Ich mag diesen rauen, düsteren, 'bösartigen' Stil, und ich hatte das Gefühl, dass ich das hinbekommen würde. Wir hatten auch das Gefühl, dass wir uns mit einem thrashigeren Gesang gegenüber dem geradlinigen 80er-Jahre-Heavy-Metal von der Masse abheben und uns unsere eigene Identität geben würden. Im Laufe der letzten Alben habe ich mich mit meiner Stimme immer wohler gefühlt, und ich denke, dass meine Leistung auf „Force of Danger“ meine bisher stärkste ist.

Natürlich gibt es noch viel Raum für Verbesserungen, und ich würde meinen Gesang gerne mit mehr 'Gift' vortragen, so wie es Mille Petrozza tut. Aber so weit, so gut.

Ihr veröffentlicht euer drittes Album bei dem deutschen Label AFM. Wie zufrieden seid ihr mit dem Label?

Wir sind sehr zufrieden. Es ist toll, mit ihnen zu arbeiten und sie sind sehr freundlich. Wir arbeiten schon seit 10 Jahren mit ihnen zusammen und hatten immer ein gutes Verhältnis zu ihnen. Das Tolle an ihnen ist, dass sie uns nicht sagen, dass wir auf eine bestimmte Art und Weise klingen müssen oder dass sich dies oder jenes ändern muss. Sie akzeptieren uns so, wie wir sind, was fantastisch ist.

Und natürlich sind wir sehr zufrieden mit allem, was sie für uns getan haben, denn der Vertrag mit ihnen war für uns ein großer Schritt nach vorne, was die weltweite Verbreitung unserer Musik angeht. Sie haben ein wirklich gutes Netzwerk auf der ganzen Welt und wir sind wirklich froh, dass unsere Musik sowohl physisch als auch digital für so viele Menschen in so vielen verschiedenen Ländern verfügbar ist.


Worum geht es in den Texten auf "Force Of Danger"? Einfach nur typische Heavy Metal Texte oder wollt ihr eine Art Botschaft vermitteln?

Nun, es gibt nicht wirklich eine Botschaft als solche, aber man könnte sagen, jeder Song hat sein eigenes Thema. Im Grunde sind die Texte entstanden, nachdem wir alle unsere Lieblings-Sci-Fi/Action-Filme von früher gesehen haben, wie z.B. Escape from New York, Robocop, Terminator, Cobra, Commando, etc. Das hat uns auch zum Titel des Albums und zum Cover inspiriert, das im Grunde eine metallisierte Version von Kurt Russells Figur Snake Plissken ist.

Einige Songs haben ziemlich typische JUDAS PRIEST-beeinflusste Heavy-Metal-Texte, wie in „Raging Steel“ und dem Titeltrack „Force of Danger“, während andere Songs wie „Thunderchild“ und „Omega Point“ eher auf Sci-Fi/Dystopie basieren. Aber insgesamt vermitteln die Texte ein allgemeines Gefühl von Abenteuer, Freiheit und all dem guten Zeug. Unsere Texte sind jedoch nicht oberflächlich. Es gibt viel darin, was die Fantasie anregt, so wie es ein großartiges Comicbuch tun würde.


Obwohl Metal mittlerweile fast überall auf der Welt gespielt wird, muss ich sagen, dass mich diese Art von Musik aus eurem Heimatland bisher noch nicht im Überfluss erreicht hat. Abgesehen von KRYPTOS kenne ich eigentlich nur DEMONIC RESSURRECTION und AGAINST EVIL. Kannst du mir noch andere indische Bands empfehlen, die ich mir unbedingt anhören sollte?

Auf jeden Fall. Ich empfehle unbedingt AMORPHIA, die aus Kerala in Indien kommen. Sie spielen fantastischen Thrash im Stile der frühen SODOM. Tatsächlich klingen sie fast genauso wie SODOM aus der „Tapping the Vein“-Ära, wenn du also diesen Stil magst, solltest du sie unbedingt anhören. Wenn du auf Stoner/Doom stehst, dann sind BEVAR SEA aus unserer Stadt ebenfalls großartig. Unser Bassist Ganesh ist auch ihr Sänger und sie haben einen ziemlichen BLACK SABBATH/TROUBLE/ST. VITUS-artigen Sound. Sie haben zwei Alben herausgebracht und beide sind wirklich gut, vor allem, wenn man einen fetten Doobie raucht und sie sich anhört, haha. ARMAMENT aus Kolkata sind auch eine hervorragende Thrash-Band von hier. Sie klingen wie die frühen KREATOR/DESTRUCTION und spielen wirklich schnellen Thrash mit vielen Riffs.

Das klingt ja schon mal interessant. Da werde ich mich am besten gleich auf die Suche machen. Wie kann ich mir das Leben als Metalband oder Metalfan in Indien vorstellen? Gibt es Clubs, in denen ihr live spielen könnt? Plattenläden? Magazine? Gibt es eine "Metalszene"?

Metal ist in Indien nicht wirklich groß. Wir sind ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern, und wir sind auch ein ziemlich großes Land mit Hunderten von verschiedenen Sprachen, Kulturen und Bräuchen. Heavy Metal als Musikrichtung und Lebensstil ist eine winzige Nische in diesem ganzen Schmelztiegel, was in gewisser Weise eine gute Sache ist, denn die Gesellschaft im Allgemeinen weiß kaum, dass es ihn gibt, und sie stört uns auch nicht. Da Metal hier in Indien eine solche Nische ist, gibt es leider nicht viele Clubs oder Veranstaltungsorte, an denen Bands live spielen können, und normalerweise sind die Besucherzahlen ziemlich niedrig, wenn ein Konzert stattfindet, und das aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Reisen innerhalb des Landes sind wegen der großen Entfernungen nicht einfach, und Flugreisen können für die meisten Metalheads ziemlich teuer sein. Die einzige Gelegenheit, eine größere Gruppe zu sehen, ist ein Metal-Festival wie das Bangalore Open Air, das leider nur sehr selten stattfindet. Deshalb würde ich nicht wirklich sagen, dass wir hier eine "Metalszene" haben, denn die meisten Dinge, die eine Szene ausmachen, sind nicht wirklich vorhanden. Sicher, es gibt eine Menge Metal-Bands in Indien, aber viele von ihnen lösen sich nach ein paar Jahren wieder auf. In Indien gibt es keine Tourneen für Bands wie in Europa oder den USA, was bedeutet, dass es hier nur sehr wenige Auftritte für Bands gibt.

Es gibt zwar ein paar Plattenläden in bestimmten Städten und auch ein paar Underground-Labels wie Cyclopean Eye aus unserer Stadt Bangalore, aber das ist nicht viel. Und es gibt auch keine nennenswerten Magazine, die über lokale Rock- oder Metalmusik berichten. Also, ja, es ist ein bisschen trostlos in dieser Hinsicht, aber auf der anderen Seite hat es viele Bands, uns eingeschlossen, dazu gezwungen, sich mehr Mühe zu geben, im Ausland zu touren. Immer mehr indische Bands touren jetzt außerhalb Indiens, sei es in Europa, den USA oder sogar in anderen Teilen Asiens wie Japan, was eine gute Sache für den indischen Metal als Ganzes ist.


Ihr habt bereits auf dem größten deutschen Open Air, dem Wacken Open Air, gespielt. Wie habt ihr euch dabei gefühlt, vor einem so großen Publikum zu spielen? Gibt es solche Veranstaltungen auch in Indien?

Es war absolut fantastisch. Wir haben zweimal in Wacken gespielt und beide Male war es phänomenal. Als wir Teenager waren, haben wir in Magazinen über das Wacken Open Air gelesen, und dann tatsächlich dort zu spielen, war einfach unglaublich. Das zweite Mal, als wir in Wacken gespielt haben, war sogar noch spezieller, weil wir um 3 Uhr morgens spielen sollten und wir nicht sicher waren, ob überhaupt jemand kommen würde. Aber trotz der späten Stunde und des Regens und des Schlamms war das Zelt voll und jeder hat mit uns gerockt. Das war mit Sicherheit einer unserer besten Auftritte.

In Indien gibt es ein paar Festivals, aber nichts so Großes wie Wacken. Hier ziehen Metalfestivals wie Bangalore Open Air, Fireball und ein paar andere nur etwa 2000-3000 Leute an, sind also nicht sehr groß. Aber es ist großartig, dass es einige dieser Festivals schon seit vielen Jahren gibt, denn sie sind die einzige Möglichkeit für indische Metalheads, große internationale Bands zu sehen, und diese Festivals unterstützen auch viele lokale Bands, indem sie ihnen die Möglichkeit geben, größere Acts zu unterstützen und vor einem größeren Publikum zu spielen.

Die Covid-Pandemie hat die Metal-Szene stark beeinflusst. Keine Gigs, keine Proben und so weiter. Ich glaube, in eurem Heimatland war auch die Hölle los. Wie ist es für euch gelaufen? Konntet ihr proben oder musstet ihr die ganze Zeit Sounddateien herumschicken? Wie habt ihr die Aufnahmen gemanagt?

Es war schwer für uns, weil Indien von der zweiten Welle wirklich schwer getroffen wurde. Obwohl wir alle in der Band nicht schwer betroffen waren, obwohl wir uns alle zusammen mit unseren Familien infiziert haben, hatten viele unserer Landsleute nicht so viel Glück. Unser Gesundheitssystem war völlig überfordert, und die Regierung wurde erst aktiv, als es schon zu spät war. Und weil die zweite Welle so schlimm war, wurden harte Abriegelungen und Einschränkungen verhängt, was dazu führte, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz und ihre Existenzgrundlage verloren. Aber das Schlimmste liegt nun hoffentlich hinter uns, und da der größte Teil des Landes geimpft ist, scheint sich die Lage langsam, aber sicher zu bessern.

Während der Pandemie konnten wir weder proben noch uns treffen, also haben wir uns zu Hause verkrochen, um Riffs und andere Sachen für das Album zu entwickeln. Anfang dieses Jahres, in den Monaten Januar, Februar und März, wurden die Beschränkungen teilweise aufgehoben, und wir konnten dieses Zeitfenster nutzen, um das Album fertig zu schreiben und aufzunehmen. Es war wirklich ein Wettlauf mit der Zeit, aber wir haben es am Ende geschafft, bevor wir wieder weggesperrt wurden. Also, ja, es war ziemlich verrückt, haha.


Wie schreibt Ihr eigentlich Eure Songs? Ist es mehr wie ein Jam im Proberaum oder kommt jemand mit dem fertigen Song? Haben alle Bandmitglieder einen Anteil am Songwriting oder gibt es einen "Diktator"?

Rohit (Leadgitarre) und ich schreiben die ganze Musik. Normalerweise denken wir uns unsere eigenen Riffs aus und setzen uns dann zusammen und fügen sie wie Puzzleteile zusammen. Das funktioniert gut für uns, weil Rohit und ich ein sehr gutes Verständnis dafür haben, wie unsere Songs sein sollten und was wir anstreben. Normalerweise schreibt er etwa 60-70% der Musik, während ich mehr Zeit damit verbringe, die Songs zu arrangieren und sie zusammenzufügen.

Sobald wir mit den Grundstrukturen der Songs zufrieden sind, schreiben Ganesh (Bass) und ich die Texte und denken uns die Gesangsmuster und all das aus. Dieses Arrangement funktioniert wirklich gut für uns und wir machen das seit unserem vierten Album Burn Up The Night so. Wir kennen alle unsere Stärken und Schwächen und wir stellen sicher, dass derjenige, der in einem bestimmten Bereich am stärksten ist, mehr Kontrolle darüber bekommt. Letzten Endes geht es darum, gute Songs zu schreiben, egal wer sie schreibt. Wir müssen unsere Egos beiseiteschieben und das große Ganze sehen, nämlich ein Qualitätsalbum zu veröffentlichen, also ist es wirklich egal, ob eine Person den Löwenanteil des Songwritings übernimmt.


Wir hoffen alle, dass sich die Situation ein wenig normalisiert und die ersten Auftritte möglich sein werden. Ist in dieser Hinsicht schon etwas für KRYPTOS in Sicht?

Ja, wir haben einen ziemlich aufregenden Zeitplan für 2022 in petto. Leider mussten unsere Europatourneen für 2020 und 2021 aufgrund der Pandemie auf 2022 verschoben werden, aber wir hoffen, dass nächstes Jahr alles glatt läuft und wir wieder ein paar Gigs spielen können.

Im Juli 2022 spielen wir unseren ersten Gig in Russland beim Big Gun Festival, dann haben wir eine kleine zweiwöchige Europatournee im August, bei der wir zum ersten Mal in Ländern wie Polen, der Tschechischen Republik und ein paar anderen spielen werden, und dann kehren wir im November für eine längere Europatournee zurück, bei der wir in vielen weiteren Ländern wie Deutschland, Schweden, Norwegen, Österreich usw. spielen werden. Wir freuen uns schon sehr darauf und drücken die Daumen, dass alles nach Plan läuft und wir keine weiteren größeren Katastrophen erleben müssen.


Ich danke Dir sehr für Deine Antworten.

Dank Dir für das Interview, Es war mir ein Vergnügen. Cheers!


MAIK

Interviewpartner: Nolan Lewis (Vocals/Rhythm Guitar)


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