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Live on Stage: Report vom 17.05.2022 - Berlin @ Lido

ENFORCER | EVIL INVADERS | AMBUSH | COBRA SPELL



Was für eine Krachertour, die da heute auf dem Programm stand. Ein herrlicher Tag, viele bekannte Gesichter vor meinem Lieblingsclub in der Berliner Cuvry Straße und vier starke Bands, die unter dem Banner Kings oft he Underground heute die Hütte zum Beben bringen sollten. Ein wenig gemischte Gefühle hatte ich schon, denn die letzte Enforcer fand ich nicht so pralle und ebenso die Evil Invaders, doch da gehöre ich zu einem verschwindend geringen Bruchteil an Metal Fans, denn die restlichen 98% haben bereits jetzt einen sicheren Anwärter für ihre Jahrespolls ausgemacht.

Das Lido war jedenfalls mehr als gut besucht, die Stimmung bombig und als der, in diesem Falle eher die Opener auf die Bühne kamen, bekam das ausgehungerte und nach Musik lechzende Volk das, was es erwartete: Metal, Metal und noch mehr Metal!!!

Nach dem Weggang von Crypta fand Sonia Anubis schnell wieder Anschluss bei den Niederländerinnen von Cobra Spell, bei denen sie ja nun schon seit 2019 zockt und eine neue, bekannte musikalische Heimat, die weitab dessen liegt, was die blondgelockte Sechssaiterin bis Dato bei den Brasilianerinnen gezockt hat.

Dass das aber passt wie Poppes auf Plastikgefäß zeigte der Auftritt mehr als deutlich. Das rockten wie Sau und ließ viele der Anwesenden in die Zeit der leeren Haarspraydosen, bunten Bänder und zerfetzten Cowboystiefel zurückreisen.




Der Sound war fett, perfekt ausbalanciert und es machte verdammt viel Spaß, den vier Mädels und dem little Drummer Boy bei der Arbeit zuzusehen. Auch die sensationell knusprige Version des W.A.S.P. Klassikers "Animal (den Rest kennt Ihr....)" ging mächtig ins Gebälk. Fuck, Cobra Spell haben einen bärenstarken Eindruck hinterlassen, mit Frontfrau Kris Vega eine mega Performerin in ihren Reihen und ihren Job perfekt erledigt. Die Meute war heiß, die Mädels ein Blickfang und alle Ampeln standen auf grün. Hätte gerne länger gehen können...

Poison bite
Addicted to the night
The midnight hour
Shake me
Animal (Fuck like a beast)
Accelerate

Ich bleibe dabei: Ambush sind und bleiben verdammt heißer Shit! Die Schweden gehören in der Kategorie "Beste Live Band" einfach in die Champions League des Metal. Wer das nicht glauben mag, hätte an diesem Abend (und an allen anderen auch) einfach mal vor Ort sein müssen. Frontmann Oskar war tierisch gut drauf und der Rest dieser fantastischen Band poste um die Wette. Es ist einfach nur ein Genuss und wenn dann solche Granaten wie dem neuen "Barabas" einem so dermaßen den Schlüpper von der Hüfte reißt, kann man nur von einem Kantersieg sprechen. Überall wo man hinguckte, flogen die Haare, die Fäuste wurden erhoben und Ambush triumphierten auf ganzer Linie. Dazu Singalongs und ein restlos begeistertes Publikum. So muss Heavy Metal...und nicht anders...

Infidel
Possessed by evil
Barabbas
Master oft he seas
Firestorm
Hellbiter
Desecrator
Natural born killers
Don’t shoot (Let´em burn)

Ich mache keinen Hehl aus dem Umstand, dass ich scheinbar der Einzige in der Szene bin, der das neue Evil Invaders Material eher als Rück- statt als Fortschritt betrachtet. Mir fehlt da einfach die rohe, ungezügelte Aggression der früheren Werke. Das wurde für mich gerade heute erneut mehr als deutlich, denn wenn die Belgier aufs Gaspedal traten, war die Welt in Ordnung. Ein Song wie "In deepest black" hingegen bremst die Truppe komplett aus.

Nicht falsch verstehen, ich stehe auf die Band nach wie vor und auch heute rissen sie komplett ab, doch das neue Material passt einfach nicht in mein Bild der Jungs. Dem Publikum war es gänzlich wurscht, feierte gnadenlos und gab mir, wie auch danach bei den schwedischen Headlinern, keinerlei Chancen auf ein oder zwei halbwegs vernünftige Fotos. Dennoch konnten EI nicht einmal ansatzweise an Ambush heranreichen. Trotzdem ein sauberer, aber nicht überragender Gig und das ist bei dem, was ich in der Vergangenheit mehr als einmal sah, recht ernüchternd.

Hissing in cescendo
Mental penitentiary
As life slowly fades
Pulses of pleasure
In deepest black
Sledgehammer justice
Tortured by the beast
Broken dreams in isolation
Feed me violence
Die for me
Eternal darkness
Raising hell


Mit dem Priest Klassiker „Diamonds and rust“ aus der Konserve wurde das Licht gelöscht und Enforcer betraten die Bühne, um ein für das anwesende Publikum fulminante Show abzureißen. Dieses quittierte den Opener „Destroyer“ dann auch mit frenetischem Applaus und es wurde schnell klar, dass der Großteil der Leute tatsächlich doch wegen dem Headliner nach Kreuzberg gepilgert waren. Ja, Songs wie „Death rides the night“, „Below the slumber“ oder „Mesmerized by fire“ sind auch in meiner Metallernen DANN verankert, doch mit den letzten Werken konnte ich mich im Großen und Ganzen nicht mehr ganz so anfreunden. Aber egal, dass hier Gezeigte war stark, machte Spaß und unterhielt auf ganzer Linie.

Destroyer
Undying evil
From beyond
Die for the devil
Live for the night
Death rides the night
Zenith of the black sun
Kiss of death
Below the slumber
Mesmerized by fire
Running in menace
Take me out of this nightmare
Katana
Midnight vice


Ein mehr als gelungener Abend, bei dem die beiden ersten Bands ganz klar den Sieg davontrugen. Ich habe selten gesehen, dass gerade die Opener so derbe abreißen, dass der Rest kaum noch herankommt. Aber vielleicht seht Ihr das ja anders. Es war jedenfalls ein ganz starkes Billing, welches ich so immer und immer wieder besuchen werde.




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