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Live on Stage-Report: BLIND GUARDIAN

10.09.2022 - Neuruppin @ Kulturhaus Stadtgarten



Mensch was sind alle vor einigen Wochen bei der Zusatzshow von JUDAS PRIEST in Berlin ausgeraste. Wie cool es doch war, diese Band in einem für Sie doch recht kleinen Club, ohne viel TamTam und ChiChi, erlebt haben zu dürfen. Und auch wenn es Buh-Rufe geben wird, so war das für mich komplett uninteressant, da ich mit der Band einfach nichts anfangen kann und werde. (Vielleicht bist Du aber auch einfach nur zu jung? - Olaf)

Aber sei es drum, meine BLIND GURDIAN Tickets sollten nach guten 2 Jahren in der Anbauwand nun auch endlich eingelöst werden können und ich meine, ca. ein ähnliches, wenn nicht sogar besseres Erlebnis gehabt zu haben, wie alle Besucher bei der oben genannten Show in der Einleitung.

Schon als damals Neuruppin auf dem Tourplan der Krefelder Band stand, war ich doch recht Überrascht, warum so eine große Band, welche auf jedem Festival mit Rang und Namen spielt, sich auf den Weg in dieses doch recht kleine Städchen machen möchte. Und genau das war auch der Anlass dorthin fahren zu wollen, obwohl Hamburg, Dresden oder Berlin ebenso mit größeren Clubs und Locations auf dem Tourplakat standen.
 

Das kann doch nur was spezielles werden und nach guten 2 Jahren C*****, mit den dazugehörigen Konzertverschiebungen habe ich mich samt Frau und besten Kumpel um so mehr auf diesen Gig gefreut. Und Gig trifft es sehr gut, da es wirklich nur um genau das ging, was auf dem Plan stand, BLIND GUARDIAN, ohne Vorband etc pp, zum 30 jährigen Jubiläum eines ihrer besten Alben, dass sie je herausgebracht haben und welches mit dem “The Bards Song” eine unsterbliche Metal Hymne alla “Nothing Else Matters” von METALLICA beinhaltet.

Und so entspannt wie das alles so klingt, war es schlussendlich auch. Kein Gedränge beim Einlass, bzw. auch innerhalb der Location.


Während man das ein oder andere Getränk gepislnert hat, hörte man Hansi Kürsch durch die offene Backstage Tür sich schon warm singen mit Gesangsübungen und man spürte das die Fans Lust und Laune auf die Band hatten. Da auch nur eine Band spielen sollte, waren somit auch diverse Gespräche, bzw. unterschiedliche Fangruppen passé, da alle nur wegen der einen Band hier waren.

Und BLIND GUARDIAN haben das alles auch perfekt durchgeplant und inszeniert. Zur Einleitung in das Konzert gab es anstatt einer Vorband, oder ein langes Intro, eine gut 15-minütige Dokumentation via Beamer über die Entstehung des Geburtstagsalbums, sowie ein paar Liveimpressionen und Studiofots zur damaligen Entstehungszeit.

Besser hätte man in die kommende Show nicht einleiten können und lies somit eine persönliche und fannahe Stimmung entstehen, welche sich über das gesamte Konzert hinweg durchziehen sollte. Einige Beispiele hierzu waren unter anderem die Ansagen und kurzen Unterbrechungen zwischen den Titeln, in denen Herr Kürsch über die eigene Verwunderung über den aller ersten Stop überhaupt in der Bandgeschichte in Neuruppin, sowie einigen Geschichten der eigenen Jugendzeit bzgl. seiner Verbindung inhaltlich mit Neuruppin bzgl. Theodor Fontane.

Einen besseren Frontmann kann man einfach nicht haben und das zeigte sich weiter über die gesamte Länge des kompletten und massiven Sets der Band, welches über die komplette Tracklist des Albums hinweg noch einige weitere Titel aus dem Repertoire der Band enthielt. So eine heftige Gesangsleistung habe ich bis dato noch nie erlebt. Wie auf dem Alben, nur besser, ohne Abstriche oder Änderungen, gekonnt, ist einfach gekonnt. Da kann man nur den Hut ziehen! In das Set schlich sich gegen Ende, bzw vor dem Höhepunkt dann nauch noch ein Titel der aktuellen Platte “The God Maschine”, welcher entgegen des gruseligen und meiner Meinung nach unpassendsten Plattencover das die Band bisher je hatte, sich perfekt in das Set eingemogelt hat. Evtl. liegt es daran, dass die Titel entgegen des Covers perfekt zum älteren Stil passen und sich die Band wieder mehr Richtung der Anfänge beim Songwriting orientiert hat.
 

Aber auch so war die Band insgesamt mehr als fit und die Titel knallten einfach nur wuchtig und pompös aus den Boxen und regten gefühlt bei jedem Song zum mitsingen ein! Dazu eine Bühnenshow mit Licht und Bildeffekten seitens des Beamers rundeten das gesamte Konzert zu einem einzigartigen BLIND GUARDIAN Erlebnis ab, dass definitiv nicht mehr getoppt werden kann. Da für das Gesamterlebnis auch die Location mitgehört und auch wenn alle anderen Shows auf der Tour der Band bisher nahezu ausverkauft schienen, so war dies in Neuruppin definitiv nicht der Fall. Die Location war evlt. nur zu 60-70% gefüllt und kreierte daher seine eigene, fast schon Underground-artige Stimmung, unter der man die Band so schnell nicht mehr sehen und erleben werden wird. Auch wenn eine Rückkehr am Ende der Show allen Fans versprochen wurde.

Ich bin froh genau an diesem Tag dort gewesen zu sein, da einfach alles gestimmt hat und damit meine ich nicht nur die fairen Merch, sowie Getränke-Preise vor Ort, sondern wirklich der Dreh und Angelpunkt des Abends, die Band BLIND GUARDIAN, die ich nun zum 2ten Mal sehen könnte und das anstatt auf dem überfüllten Infield auf dem Wacken Open Air, in einem kleinen Eventhaus, in einer wirklich familiären Atmosphäre. Und wenn man sich die Fans der Priest Show wieder mit dazu holt, so haben diese kleinen Shows doch wirklich ihren Reiz und evtl. könnte dies doch mal zu einem Trend der großen Headliner werden, der mir wirklich mehr als gefallen würde.

Setlist:
01. Time What Is Time
02. Journey Through The Dark
03. Black Chamber
04. Theatre Of Pain
05. Quest For Tanelorn
06. Ashes To Ashes
07. The Bards Song
08. The Hobbit
09. Pipers Calling
10. Somwhere Far Beyond
11. Lord Of The Rings
12. Nightfall
13. Banish From Sanctuary
14. Deliver Us From Evil
15. Time Stands Still
16. And The Story Ends
17. Sacred World
18. Valhalla
19. Mirror Mirror




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