A-D

CRYPTOPSY – As Gomorrah Burns (2023)

(8.524) Timo (9,5/10) Technical Death Metal


Label: Nuclear Blast         
VÖ: 08.09.2023                   
Stil: Technical Death Metal






Der Montreal Vierer Cryptopsy endlich mit einem neuen Album in Front, erstmalig für Nuclear Blast. Auch wenn man mit den beiden „The Book of Suffering“ EP’s“ ordentlich ablieferte, sehnte sich die treue Anhängerschaft doch seit dem 2012er „Cryptopsy“ nach einem neuen Gesamtwerk, das zu überzeugen weiß. Und klar sehnt man sich die Kanadier zu alter Stärke zurück, wie bei ihren ersten beiden Alben.

Einziges Gründungsmitglied und herausragender Drummer Flo Mounier hält bis heute im Hause Cryptopsy die Zügel in der Hand, und kann sich aber auf die überzeugende, brillante Arbeit von Gitarrist Christian Donaldson und den erst 2011 dazugestoßenen Bassist Olivier Pinard (Cattle Decapitation, Neuraxis) in allen Belangen verlassen. Die Growl-Künste von Matt McGachy enttäuschten mich seit seinem Einstieg in keinster Weise, das ich letztmalig 2019, live auf ihrer Tour mit Ingested bestaunen konnte. Das war beeindruckend, man kann es nicht anders sagen. Ich kann es vorwegnehmen, Matt liefert auch auf dem aktuellen Gesamtwerk bockstark ab, auf seine Art brutal, aber auch abgrundtief bösartig.

Wohin die Reise geht kann man schon beim exzellent gelungenen Coverartwork erkennen, dass absolut schöne Rahmenbedingungen, für das nun achte Album der kanadischen Extrem Metal Helden ins Zentrum stellt. Garniert mit einem exzellent abgemischten Sound, der klar und treffsicher sich in den Nacken fräst. Auch auf „As Gomorrah Burns“ zeigen sich wieder die klassischen Cryptopsy Trademarks, die Kapelle hat wahrlich ihren ureigenen Stil, den man unter einer Vielzahl von Bands in dem Bereich erkennen kann.

Das Material zeigt sich gleich beim Opener „Lascivious Undivine“, in einer Mischung aus brutaler Heavyness, rabiaten Blastattacken, technischer Riffakrobatik und straighten ins Mark bohrenden Riffs. Die tiefen Growls mit eingestreuten messerscharfen Screams funktionieren perfekt. Die feinsinnigen melodischen, auch mal etwas angeschwärzten Momente wirken erhellend und stimmig.

Der aktuelle Langstreicher ist ein brillantes Stück Extrem Metal geworden. Technisch perfekt ohne mit endlosen Gefrickel rumzunerven. Eingestreute, mal getragene Melodik, bollerndes Doulebass. Cryptopsy auf ihre Art extravagant, denn im intelligenten, detailreichen Songaufbau macht ihnen so schnell keiner was nach. „III Ender“ hat dabei einen perfekten treibenden Beat und ist zeitweise ein richtiges Headbanger-Biest. „Flayed The Swine“  unberechenbar und knüppelhart. Technisch kompakt, mit brutalen Grind Parts verfeinert, filigranen Gitarrensolis und frechen melodischen Death/Black Einschüben spannend dargeboten. Auch mit Songs wie „The Righeous Lost“, dem sehr gelungenen „Obeisant“ und dem abschließenden knapp sechs minütigen „Praise The Filth“ killen Cryptopsy in allen Belangen.

Das neue Flaggschiff der kanadischen Pioniere „As Gomorrah Burns“ ist ein brutales und angenehm kurzweiliges Album geworden,  das eine finstere Atmosphäre zu verbreiten weiß. Cryptopsy sind wahre Songwriting-Meister, musikalisch extrem und einfallsreich. In ihrem Metier, wenn es um den harten Stoff geht, sind sie eben wahre Könner. Zwischen brutalen, imposant technischen, aber immer wieder straighten und heftigen Death Metal/Grind beeindrucken die Kanadier mich zutiefst. Zwei weitere Songs hätten dem Album sicher gutgetan. Für mich ist dieses Album der perfekte „None So Vile“ Nachfolger.  


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. Lascivious Undivine
02. In Abeyance
03. Godless Deceiver
04. Ill Ender
05. Flayed The Swine
06. The Righteous Lost
07. Obeisant
08. Praise The Filth 



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