CD-Reviews H-J

IRONY OF FATE – Wicked & divine (2021)

(6.861) Olaf (9,0/10) Melodic Death Metal


Label: DIY
VÖ: 20.02.2021
Stil: Melodic Death Metal

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In zehn bis fünfzehn Jahren werde ich beim Summer Breeze abends gegen halb 11 vor der Hauptbühne stehen, in Gedanken versunken auf den Co-Headliner schauen und mir sagen: Fuck, die haben beim zweiten ZOFF 2019 gespielt bevor Corona alles für Jahre…aber lassen wir das. Irony of fate haben damals als fast gänzlich unbekannte Truppe das Orwohaus zerstört und selbst unserem heißgeliebtem und hochverehrten Dennis B.Headache fiel die Kinnlade in das nur noch halbvolle Ginglas. Ergo: Alles richtig gemacht. Nur wo blieb endlich mal neues Material dieser bärenstarken Truppe?

Nun isses endlich da und ich fürchtete schon, man hätte mich bei der Bemusterung vergessen, doch gut Ding undsoweiter. Dafür hat sich das Warten aber mehr als gelohnt, denn die Truppe aus der Schweiz lehrt den Altgedienten, female fronted Melo Death Veteranen mit „Wicked & divine“ komplett das Fürchten. Natürlich liegt das zum einen an der herausragenden Performance von Frontgirl Cveti Stojmenova, die eine Alyssa Wie-auch-immer komplett in den Pflasterstein einarbeitet, und zum anderen an großartig arrangierten Songs, die in jeder Geschwindigkeit zünden und zur wilden Raserei herzlich einladen. Neun Songs lang hat man Zeit, sich auf dieses Gewitter einzulassen, um danach vollkommen entkräftet noch einmal die Play Taste zu drücken, denn das hier angebotene Material macht einfach unbändig Laune.

Richtig fett produziert toben sich die Herren Musiker an ihren Instrumenten vollkommen aus, bei denen Drummer Gregor Bucher ein klein wenig heraussticht, denn der Bengel scheint alles spielen zu können. Ob es thrashige Geschichten mit Midtempo-Bereich sind oder blastender Todesstahl, mir scheint, der Gutste zockt seinen Stiefel mühelos und vollkommen unbeeindruckt runter und sorgt damit für den korrekten Takt in einer Riege von Songs, die allesamt Killer-Potential haben.

Wicked & divine“ zeigt allen Altvorderen, wo Bartel den Most herholt, und bläst zur Wachablösung kräftig ins Alphorn. Dieser extrem ansteckende Mix aus Melo Death und Thrash, gepaart mit einer großartigen Stimme, hat das Potential zu einem echten Erfolgsmodel zu werden. Irony of fate haben sich mit einem Gewittersturm ins Rampenlicht katapultiert und werden von da in den nächsten Jahren kaum wegzudenken sein. Das Teil ist ein musikalischer Platzsturm in der 95.Minuten des Rückspiels in der Relegation zur Bundeliga. Hammer!



Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Vengenance
02. The in-between
03. Mind vs. I
04. Deceiver
05. We, the damned
06. Mayhem
07. Hypocrite
08. Wicked & divine
09. Hear them calling



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