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RECEIVER – Whispers Of Lore (2023)

(8.631) Maik (8,3/10) Epic Heavy Metal


Label: Gates Of Hell Records
VÖ: 10.11.2023
Stil: Epic Heavy Metal






Bands aus Zypern scheint das Epische genetisch implementiert zu sein, denn eine weitere Band von der Mittelmeerinsel hat sich aufgeschwungen, in diesem Subgenre tätig zu sein. Die Rede ist von RECEIVER, die hier mit ihrem Erstling, dem Longplayer „Whispers Of Lore“ an den Start gehen.

Musikalisch schlagen die frühen Jahre von IRON MAIDEN stark zu Buche, vor allem was die Twingitarren und den wuchtigen Bass angeht. Natürlich kommt eine gewisse Kauzigkeit zum Tragen, wie es bei episch angehauchten Bands eben so ist. Wer hier also ein wenig WARLORD oder SLOUGH FEG heraushört, muss definitiv nicht an der Funktion seiner Ohren zweifeln.

Gesanglich agiert Nikoletta Kyprianou auf ziemlich coole Weise. Ihre Stimme ist kräftig, etwas dunkel und passt hervorragend zu den im Erzählmodus gehaltenen Gesangslinien. Und obwohl ihre Vocals dominant und tragend sind, schafft sie es, diese in den Gesamtsound zu integrieren und den Gitarrenläufen genug Raum zu lassen, eine gewisse Power aufzubauen. Alle Trällerelsen sollten hier vor Ehrfurcht eimerweise Asche auf ihre gestylten Glitzeroutfits kippen.

Die Mucke ist unspektakulär gehalten brilliert aber durch geniale Gitarrensoli und einer fast gleichbleibenden hohen Qualität. Ich gebe zu, „Whispers Of Lore“ hat ein, zwei Durchläufe gebraucht, um sich so richtig in meinem Ohr festzusetzen. Die doch alle im ähnlichen Erzählmodus angelegten Songs wirken zunächst recht ähnlich konzipiert, entwickeln aber im Laufe der Zeit ihren eigenen Charme.

Dazu kommt die Produktion, die ordentlich Power und Wucht hat, aber auch nicht zu überkandidelt wirkt. Auch auf die im Epikbereich neuerer Spielart üblichen exzessiven Synthesizerklänge wird verzichtet, stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf harten Riffs und tänzelnden Gitarrensoli. Für ein Debüt ist „Whispers Of Lore“ durchaus bemerkenswert. Für kommende Produktionen würde ich allerdings der Band raten, etwas mehr Diversität im Songwriting einzubauen, da hier doch die meisten Songs nach ähnlichem Rezept hergestellt wurden. Aus dem Rahmen fällt einzig „Raiders Of The Night“, und zwar durch den Chorgesang im Refrain.

Anspieltipp:  „Starchaser“ und „Raiders Of The Night“


Bewertung: 8,3 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. Unite
02. Starchaser
03. Trespasser
04. Falling To Dust
05. Wilderness
06. Raiders Of The Night
07. Arrow
08. Whispers Of Lore



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