Wat? Schon wieder ein Monat rum? Tatsache…und was für einer das war! Richtig großartige Releases und einmal mehr war für jeden was dabei. Unumstrittener Testsieger mit dem Prädikat „Total geil“ wurden die Finnen von Marianas Rest, die bei einigen Redakteuren schon für die Pole Position am Ende des Jahres auserkoren wurden. Doch nicht nur die Nordmänner wurden mit der Höchstnote ausgezeichnet: The crown und Thron kamen ebenfalls in den Genuss der verdienten Höchstnote. Und sonst so?

Memoriam überraschten, Necrotted lieferten wie immer stabil ab, Orden Ogan begeisterten und für die Schwarzheimer gibt es mit Grabak, Wolvennest, Decline of the I und Utbyrd ebenfalls reichlich leckeres Fresschen. Einen richtigen Abräumer haben die Griechen von Rapture abgeliefert, die sich ebenfalls anschicken, am Ende des Jahres in einigen Polls ganz vorne mitzumischen. Dazu noch die Hannoveraner von Magna Mortalis, die Tech Deather von Marasmus und Perennial Isolation und die Alt-Thrasher Necronomicon, die Maik komplett abschossen. Fette Scheiben, die Eurer Aufmerksamkeit bedürfen.

Hot of the month sind Burn down Eden geworden, die ebenfalls zu begeistern wussten und mit unseren alten Freunden von Bloodspot gibt es den Extra Tip des Monats, der ebenfalls auf Beachtung Eurerseits stoßen muss. Dafür haben Sleepless eine richtige Gurke ausgepackt, aber lest selber.

Ich hoffe, dass wir Euch mit unserer Auswahl ins Boot holen können und freuen uns nun darauf, die Reste des März nachzureichen (da war aber keine CD mehr bei, die hier hätte Erwähnung finden müssen) und im April auf weitere Diamanten zu stoßen, denn was wir bislang hören konnten zeigt, dass das Jahr nun so richtig Fahrt aufnimmt. Bis dahin…bleibt uns gewogen und wir lesen uns!


TOP 15 – MÄRZ 2020


MARIANAS REST – Fata morgana (2021) - 10 Punkte

Ich am meisten von mir selbst überrascht, dass ich mich von diesem Meisterwerk habe so einwickeln lassen, dass mich meine Gefühle übermannt haben und dass ich tatsächlich mal von einem finnischen Doom Death Album so komplett abgeholt wurde wie von „Fata morgana“. Marianas Rest haben hier ein Manifest der guten, atmosphärisch dichten und gefühlvoll harten Musik abgeliefert, welches so schnell nicht mehr zu toppen sein wird.


THE CROWN – Royal Destroyer (2021) - 10 Punkte

So und nicht anders spielt man Death Metal im Jahre 2021. Der reine Wahnsinn! Diese, schwer unterbewertete Band müsste in einer gerechten Welt eigentlich ganz woanders stehen! Aber was ist in dieser Welt schon gerecht? „Royal Destroyer“ ist jedenfalls ein durch und durch perfektes Album, an dem es wirklich gar NICHTS auszusetzen gibt und definitiv der heißeste Anwärter für den Thron der Jahres Top Ten! Wenn es der Chef nur zulassen würde, ich würde 11 von 10 Punkten vergeben!

THRON – Pilgrim (2021) - 10 Punkte

Ich würde mein linkes Ei verwetten, dass Thron eines Tages was extrem Großes wird. Behemoth müssen im Vergleich zu „Pilgrim“ um ihren Thron bangen und alles in die Waagschale werfen, um dieses Meisterwerk zu toppen. Alles andere als die Höchstnote wäre hier ein unentschuldbares Sakrileg.

RAPTURE – Malevolent demise incarnation (2021) - 9,5 Punkte

Du liebes Lieschen! Wie kann es sein, dass die Griechen trotz jetzt drei veröffentlichter Alben bislang unter meinem Radar geflogen sind? Das schreit nach Selbstkasteiung mit Modern Talking später am Abend. FDA Records haben aufs richtige Pferd gesetzt, denn „Malevolent demise incarnation“ ist sowas von unfassbar fett, technisch hochwertig und innovativ, dass mir mehr als einmal bei diesem Juwel die Kinnlade ins Seitenbacher Bergsteiger Müsli fiel.

WOLVENNEST – Temple (2021) - 9,5 Punkte

Somit hat die Band einen weiteren bemerkenswerten Schritt gemacht und für meine Begriffe ihr Debüt noch übertroffen. Vor allem live sollte die Zelebrierung von „Temple“ ein Fest für Ohren und Sinne werden. Das WOLVENNEST diese Kunst bestens beherrschen, haben sie bereits eindrucksvoll auf vielen Bühnen bewiesen, so beim Chaos Descend oder auch dem Roadburn-Festival.

DECLINE OF THE I - Johannes (2021) - 9,5 Punkte

Zusammenfassend bleibt zu sagen, Decline Of The I hinterlassen mit dem gut durchdachten und sehr gut produzierten Album „Johannes“ im Jahr 2021 ihre Spuren und vielleicht auch darüber hinaus. Manche könnten es zu sperrig finden, aber Fans dieser Machart von Kunst werden ihre Freude haben.

NECRONOMICON – The final chapter (2021) - 9,3 Punkte

Ansonsten beweisen NECRONOMICON, dass sie sich vor den sogenannten Szenegrößen keineswegs verstecken brauchen. „The Final Chapter“ ist eine coole Thrashgranate, die die alten Trademarks der Band offenbart, aber keineswegs nur in ausgelatschten Schuhen daherkommt. Die Mucke klingt frisch und treibend, trägt den Sound des deutschen Thrash und besonders den altbekannten Stil der Band, ins gerade begonnene Jahrzehnt, und dürfte, entgegen dem Albumtitel, noch lange nicht das letzte Kapitel sein.

GRABAK – Scion (2021) - 9,2 Punkte

Abschließend muss ich einfach festhalten, dass ich mich selbst dafür rügen muss, mich nicht schon früher mit Grabak auseinandergesetzt zu haben und verspreche dies künftig zu ändern. Allein dieser jüngste Output verdient es und es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass der ein oder andere Blacki dieses Scheibchen am Ende des Jahres auf seiner Bestenliste stehen haben wird.

PERENNIAL ISOLATION – Portraits (2021) - 9,2 Punkte

Was bleibt von diesem Album? Ein ganze Menge sag ich, es ist spielerisch anspruchsvoll, das Songwriting ist stark und das Gesamtwerk facettenreich. Die Platte ist ordentlich produziert, so dass all das spürbar und zu hören ist, was transportiert werden soll. Das gelungene Cover-Artwork unterstreicht eben genau das, was ich für meinen Teil beim Hören spürte: „Eine tiefe, dichte, dunkle Kälte, die mit einer Schönheit einhergeht, die letztendlich auch Schmerz bringt.“ Großartig.

NECROTTED – Operation mental castration (2021) - 9,1 Punkte

Alles in allem zeigen Necrotted auf “Operation mental castration” ihre bislang reifste und beste Leistung, überzeugen mit tollem Songwriting und haben zuweilen ein wenig den Tempomat gedrosselt, was dem insgesamt großartigen Gesamtsound ziemlich guttut. Ein Album, welches sich prima zum Hardcore Zumba oder komplett ausrasten im Keller eignet, solange keine Konzerthallen geöffnet sind.

MEMORIAM – To the end (2021) - 9,0 Punkte

Der Sound knallt ordentlich aus der Anlage und auch das beeindruckende Cover, welches erneut aus der Feder von Dan Seagrave stammt, macht wieder so einiges her. MEMORIAM haben mit „To The End“ also fast alles richtig gemacht, sind nochmals einen weiteren Schritt aus der Deckung gekommen und somit mittlerweile fast völlig aus dem Schatten der großen Vorgängerband getreten. Geiles Teil! Kann man so machen!

ORDEN OGAN – Final days (2021) - 9,0 Punkte

Habe ich in der Vergangenheit Orden Ogan vielleicht ein wenig zu stiefmütterlich behandelt, so sei mir das hoffentlich verziehen, denn “Final days” ist verdammt geiles, teutonisches Bombast Metal Album geworden, welches ohne Zweifel charten und eine Menge Freunde finden wird Das Konzept wird hier großartig umgesetzt, es macht einfach Spaß, zuzuhören und ich bin geneigt, mir von diesem Teil eine Kopie in Vinyl Format ins Regal zu wuchten.

MARASMUS – Necrotic overlord (2021) - 9,0 Punkte

MARASMUS ist übrigens die Bezeichnung für eine Erkrankung, die auf mangelhafte Ernährung zurückgeht. Also fehlende Fette, Kohlenhydrate und dergleichen. Ich kann Euch aber versichern, liebe Gourmets des Death Metal: bei „Necrotic Overlord“ lauft Ihr garantiert nicht Gefahr, an Unterernährung zu erkranken, denn das an metallischen Nährstoffen reiche Menü wird zudem auch noch mit einer fetten (sic!) Produktion gewürzt, und mit einem geilen Coverartwork auch schmackhaft angerichtet.

UTBYRD – Varskrik (2021) - 9,0 Punkte

UTBYRD ist hier eine perfekt ausgewogene Melange aus wahrhaft garstigem und gleichzeitig unfassbar hymnischen Black Metal gelungen, dem bei aller „Moderne“ auch das nötige Fünkchen Old School anhaftet. Eine unfassbar geniale Gratwanderung und Verschmelzung aus alt und neu.

MAGNA MORTALIS – Procreation of the plague (2021) - 8,4 Punkte

Nun allerdings schickt sich die seit 2006 existierende Formation Magna Mortalis an, diesen weißen Fleck auf der deutschen Death Metal Landkarte ein wenig auszufüllen, denn ihr drittes Werk „Procreation of the plague“ ist ein ziemlich fesches Ding geworden, dem man(n) ohne zu zögern anerkennend hinterherpfeift.


PREMIUM CD TIP


BLOODSPOT - The cannibal instinct (2021) - 9,3 Punkte

Überhaupt ist das akustische Gesamtbild des Fünfers um einige Nuancen schwärzer geworden, was zum einen an den Gitarren liegt, die nicht nur schreddern, sondern unglaublich viele spannende Ideen unterbringen und zum anderen an Frontmann Peter, der sich anscheinend bei allen Songs den gesamten Weltschmerz von den Stimmbändern brüllt und scheinbar eine persönliche Seelenreingung vornimmt.


HOT OF THE MONTH


BURN DOWN EDEN – Burn down eden (2021) - 8,7 Punkte

Fett und differenziert produziert kann das selbstbetitelte und mittlerweile dritte Album zur Gänze überzeugen und oftmals fühlte man sich geneigt nochmals nachzuschauen, ob die Bande nicht doch in Göteborg ihren Stammsitz hat. Dennoch wäre es vermessen von einem billigen Plagiat zu sprechen. Vielmehr zeigen Burn Down Eden den heute noch lärmenden Vorbildern aus Schweden, was man mit einer konsequenten Fortführung des vor 20 Jahren eingeschlagen Wegs heute noch adäquate Musik machen könnte.


WASTE OF THE MONTH


SLEEPLESS - Blood lible - 2,5 Punkte

Witzig ist auch, dass mir der Mund mit dem vollmundigen Versprechen, man bekomme technischen Thrash Metal zu hören, wässrig gemacht wurde, um mich dann mit völlig belanglosem US Metal vollzuseiern, der so unwichtig ist wie unsere momentan an der Macht sitzende Obrigkeit. Der Gesang leiert, ist gruselig (ungewollt) und macht den Deckel auf diese Verschwendung wertvoller Ressourcen



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