DESTRUCTION | LOST SOCIETY | EVIL INVADERS

05.10.2014 - Berlin @ K17

Für jeden ordentlichen Thrash Liebhaber war an diesem Sonntagabend das K17 das Maß aller Dinge und trotz eines momentan vorherrschenden Überangebots an guten Gigs fanden sich ziemlich viele Zuschauer ein, um dieses fantastische Package mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Die Altmeister aus dem Badischen, die finnischen Senkrechtstarter und die Belgischen Speed Metal Emporkömmlinge, die pünktlich gegen 20 Uhr auf die Bühne stürmten, um einen Auftritt zu zelebrieren, der Chris und mir auf lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

Die vier Jungs aus Leopoldsburg legten los wie die Feuerwehr und den meisten Anwesenden, die vorher noch nicht mit der Band vertraut waren, kippte die Kinnlade nach unten. Was für ein Hammer-Auftritt!!! Fulminante Spielfreude, ein unfassbar guter Sound und Gitarrenduelle, vor denen Duos wie Tipton/Downing oder Smith/Murray den Hut ziehen müssten. Dazu die glasklare Stimme von Frontmann Joe, der von tiefen Growls bis zu megaspitzen Screams das komplette Repertoire metallischer Sangeskunst aufbot und ALLE damit begeisterte. Später im Set stieg dann Basser Nico von der Bühne ins Publikum und initiierte eine (allerdings ziemlich kleine) Wall of death, was die Stimmung zusätzlich anheizte. Chris und ich verließen jedenfalls nicht einen Milimeter unsere Plätze, um auch gar nichts zu verpassen und waren uns danach einig: Evil invaders waren einer der, wenn nicht sogar DER beste Opening Act, den wir in den letzten Jahren erleben durften. Großartig!
Vor dem Gig schnappte ich mir noch die Jungs zu einem kleinen Plausch…

Freunde, wie geht’s?

(alle ziemlich aufgekratzt) Yeah…alles super!...

Mit lediglich einer selbstbetitelten EP seid Ihr momentan noch nur eingefleischten Fans ein Begriff. Nutzt doch einfach die Gelegenheit, Euch und die Band selbst vorzustellen…

Joe: Ich bin der Sänger und spiele Gitarre…genauer gesagt…ich versuche es (Gelächter). Wir sind eine Speed Metal Band aus Belgien, haben 2009 angefangen und 2013 unsere erste EP veröffentlicht. Und unser erstes Album wird demnächst veröffentlicht.

Das ist eine meiner nächsten Fragen…

Nico: Ich bin der Basser…

Und könntest mit Deiner tiefen Stimme durchaus in einer Death Metal Kapelle spielen…(großes Gelächter)

Nico: Na ich wusste nicht, wie laut ich sprechen kann bei Deinem Aufnahmegerät (lacht). Die anderen beiden sind Drummer Senne und Gitarrist Sam…

Sam: Der ebenfalls versucht, Gitarre zu spielen (Gelächter).

Nun bereits als solch „junge“ Band auf einer ausgedehnten Tour zusammen mit Lost society und den Altmeistern von Destruction…was für eine Chance, oder?

Joe: Aber sowas von! Es ist eine großartige Gelegenheit, denn Lost society sind ein aufgehender Stern und über Destruction brauchen wir wohl nicht viel Worte zu verlieren. Es ist eine große Gelegenheit für uns, in eigener Sache Werbung zu machen und den Leuten, die von uns vorher noch nichts gehört haben, so richtig in den Arsch zu treten (lacht). Danach kann sich jeder noch unsere EP zulegen, bis dann am 26.Februar unser erstes Album über Napalm Records erscheint.

Ich sagte bereits, dass ist eine meiner nächsten Fragen (Gelächter).

Nico: Wir packen das aber in jede Antwort (Gelächter)

Wie waren die bisherigen Reaktionen des Publikums während der Tour auf Euch?

Nico: Sehr gut, bis auf Joe (Gelächter) Viele Leute haben uns ja auch das erste Mal gesehen, uns ausgetestet und sind danach tierisch gut mitgegangen. Für einen Opener hatten wir fantastische Resonanzen und die Leute haben sich, trotz unseres frühen Slots, die Zeit genommen, um uns zu sehen und dann tierisch abzugehen. Stagediving, Moshpits…ja, es ist grandios und cool ohne Ende!

Joe: Damit ist alles gesagt!

Die überraschende Frage die nun folgt: Wann können wir denn mit Eurem ersten Album rechnen? (großes Gelächter) Mit Napalm Records habt Ihr ja auch einen großen und starken Partner im Rücken…

Joe: Über den Titel dürfen wir noch nichts sagen, es wird eine Überraschung (lacht). Die Scheibe wird im Februar veröffentlicht und am 28.02.2015 ist dann die große Releaseparty in Belgien. Die Scheibe wird neun Tracks haben…

Nico: 10 Tracks, neun Songs…

Joe: Haarspalter (Gelächter). Aufgenommen haben wir das Teil in Eigenregie mit einem zusätzlichen Soundmann und sind der felsenfesten Meinung, einen weitaus besseren Sound als auf der EP hinbekommen zu haben.

Aber der Sound der EP war doch auch cool. Schön kernig, erdig, sehr organisch…

Nico: Danke, finden wir auch, aber dennoch wird die neue Platte ein ganz anderes Kaliber. Die EP war Low Budget…

Senne: Wohl eher…no budget (Gelächter)

Aber die Songs sind alle neu oder habt Ihr auch Stücke der EP neu aufgenommen?

Joe: Nee, die sind alle komplett neu. Die EP wird ja auch noch nachgepresst, wenn die Nachfrage da ist. Auf Tour haben wir jedenfalls schon ne Menge absetzen können, was uns sehr glücklich macht. Wir haben ein paar limited Editions wie das rote Vinyl, welches auf 200 Stück limitiert ist. Kannst Du heute Abend ja kaufen (lacht) (was wir später auch taten…zusammen mit nem Shirt und nem Patch, doch dazu später mehr…)

Wie wird die Zukunft von Evil Invaders aussehen? Festivals? Tourneen? Goldene Schallplatten?

Joe: Hahaha, wohl weniger. Festivals haben wir dieses Jahr auch schon gespielt: Das Graspop, das Devilstorm Festival, das Metalfest in Littauen, das Out and loud. Und touren wollen wir bis zum abkotzen! Das ist unser Ziel, sofort nach dem Release des Albums on the road zu gehen, um den Leuten zu zeigen, wie gut wir sind (lacht).
Danke für das Gespräch und weiter mit den Finnischen Jungspunden von Lost society, die bei uns Anfang des Jahres einen ähnlichen Euphorisierungsschub auslösten, der zwar nicht vollständig abgeebt ist, doch durch diverse andere Auftritte etwas an Reiz verlor. Versteht mich bitte nicht falsch, die Jungs können immer noch einiges, die Songs brettern und das Publikum wird von der ersten bis zur letzten Minuten perfekt abgeholt, aber nach dem vorher Gesehenen war es einfach auch schwer, uns noch einmal so zu begeistern. Ebenfalls ein starker, wenn nicht ganz so überragender Auftritt der Nordmänner.

Die Altmeister von Destruction allerdings erwischten einen für meine Augen und vor allem Ohren Sahnetag. Der Sound war klar, differenziert und Schmier, Mike und Vaaver rockten die Bühne wie Sau! Klar erkennt man da eine gewisse Routine, dennoch wirkten heute gerade Songs wie „Mad butcher“, „Nailed to the cross“, „Eternal ban“ und vor allem „Curse the gods“ frisch wie lange nicht mehr. Dem Volk gefiel es anscheinend ebenfalls, was am Applaus nach jedem einzelnen Song zu messen war. Auch Schmier schien angetan von der Atmosphäre, bedankte sich mehrfach dafür, dass an einem Sonntag so viele Leute ins K17 kamen und legte eine verdammte geile Performance hin. Die Setlist war vom Feinsten und daher konnte das Fazit für den gesamten Abend nur lauten: Thrash til death!!!

Setlist:
Total desaster
Thrash til death
Nailed to the cross
Mad butcher
Armageddonizer
Black death
Eternal ban
Life without sense
Spiritual genocide
Release from agony
Carnivore
Hate is my fuel
Tormentor
Death trap
Invincible force
Bestial invasion
Curse the gods
The butcher strikes back

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