Kamikaze Kings | Demonbreed | Scumdogz

08.10.2016 - Berlin @ Blackland

Auf manche Dinge sollte man ab und an verzichten, um dann später festzustellen, wie sehr man sie doch vermisst hat. Ich meine damit jetzt nicht Schokolade oder ungezügelten Geschlechtsverkehr, sondern in diesem Falle meine alten Homies der Kamikaze Kings, die an diesem Abend, zwar reichlich verspätet, die Record Release Party zu ihrem aktuellen Album „Royal renegades“ über die Bühne bringen sollten und sich dafür auch großartige Unterstützung an Land gezogen hatten.

Diese startete dann auch zugleich mit den Scumdogz aus Hannover, die ich so noch nicht auf dem Schirm hatte, dies aber nach dem Gig sofort änderte, denn der räudige Mix aus alten Motörhead mit fetzigen Rock’n’Roll schoss ins Tanzbein, wie eine Thrombose ins Bein bei einem Flug nach Australien. Klar war die Bewegungsfreiheit auf der kleinen Bühne arg limitiert, was dem Fünfer aber nicht den Spaß vermieste, sondern scheinbar nur noch weiter die Spielfreude anstachelte. Das war großer Tango, der allerdings dadurch getrübt wurde, dass dies wohl einer der letzten Gigs von Frontröhre Julian gewesen war. Schade, die Welt hätte noch viel davon hören müssen. Ich hoffe, die Jungs finden einen gleichwertigen Ersatz, um die Fahne des Rotz’n’Roll weiter hochzuhalten.
Stilistisch eine etwas andere Schiene fuhren natürlich Demonbreed, die bei diesem Event allein aufgrund des Verwandschaftsgrades zu den Kings nicht fehlen durften und gleich klarmachten, dass es hier weder Glam, noch Rock noch Weichgespültes geben würde, sondern puren, derben und unverfälschten Todesstahl der traditionellen Sorte. Trotz der musikalischen Abweichung kamen die Jungs mehr als gut an und bewiesen, warum sie seit dem legendären Debüt Gig beim 2015er Protzen zu den kommenden Bands im Todesbleigenre gezählt werden müssen. Klar waren im Publikum auch genügend Leute, die nur wegen dem hessisch/nordrhein-westfälischen Güterzug gekommen waren, doch auch die Kings-Anhänger spendeten Demonbreed den mehr als verdienten Applaus. Ich fand’s wie immer großartig und kann es kaum erwarten, die Jungs bald wieder live erleben zu dürfen, denn neben einer großartigen Musik ist der Fünfer auch durchaus für den einen oder anderen Schmunzler gut. Tja, Death Metal und Spaß kann durchaus funktionieren…
Nun wurde es aber Zeit für die Kamikaze Kings und obwohl Drummer Rais bei den beiden vorangegangenen Bands schon alles VOR der Bühne gab, legte er noch ein paar Briketts nach und ballerte sich durch ein Set, bei dem die alten sowie neuen Fans komplett auf ihre Kosten kamen. Ich sah die Jungs heute zum ersten Mal in der neuen Besetzung mit Gitarrist Conny und Basser Max, wobei ich allerdings sagen muss, dass gerade erstgenannter noch durchaus Entwicklungspotential auf der Bühne hat. Das kann man natürlich von Mr.Showman Elmo nicht sagen, denn der Gute lebt, schwitzt, pisst und scheißt Rock’n’Roll und seit er gefühlte 325 Kilogramm abgenommen und die alten Bühnenklamotten im Self storage eingelagert hat, sprüht der Junge förmlich vor Energie, die er auch postwendend auf die Bühne transportierte. Es wurde gesungen, getanzt, gesoffen, gebrüllt…also alles, was zu einer zünftigen KK gehört. Erfreulicherweise hatten die Kings mal wieder Lady Jay mit dabei, was unsere Redakteurin Eva dazu animierte, ebenfalls noch einmal auf der Bühne die Hüfte zu den Klängen der Kings kreisen zu lassen, was sie bereits mehrfach in Vergangenheit tat. Da gab es nicht nur für die Männer, sondern auch für die Frauen was aufs Auge. Musikalisch gab es ebenfalls nichts zu meckern und nach einer schweißtreibenden Show war ich mir sicher, das nächste Mal nicht ganz so lange bis zu einem nächsten Gig zu warten, denn die Kamikaze Kings gehen immer!

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