THE OUTER ONES GLOBAL INVASION II

REVOCATION | ARCHSPIRE | SOREPTION | RIVERS OF NIHIL

28.11.2018 – Berlin @ Badehaus


Was war das für eine Vorfreude, schon vor Monaten gierte man gespannt auf die ersten europäischen Shows von REVOCATION. Und dann auch noch Tourstart in Berlin und ein paar amtliche Hochkaräter im Gepäck, dieser gut bestückten Kolonne. ARCHSPIRE, RIVERS OF NIHIL und SOREPTION. Die Tage waren gezählt bis zum herbei gesehnten Datum dieser Zusammenkunft im Badehaus auf dem RAW-Gelände.

Für mich war es der erste Abend im Badehaus, so war ich gespannt auf die mir bis dato unbekannte Location. Die gemütliche Holzverkleidung an den Wänden gefiel mir sofort, der Laden hatte die passende Größe für den Abend und er war bei unserem frühen Eintreffen bereits gut gefüllt. Da bisher nur lautstarkes vom Band dröhnte, genehmigten wir uns erstmal ein süffiges vom Fass.

Mit den Durchstartern von RIVERS OF NIHIL ging es gleich gut los, eine Band aus Pennsylvania die in diesem Jahr bereits Ihr drittes Album aus der Taufe hob und darauf beachtliches verkündeten. Der wuchtige, nicht selten sphärische, technische Death Metal, brachte Live eine amtliche Wucht auf die Bretter. Die komplette Band war so unglaublich tight und exakt aufeinander abgestimmt, dass es allein eine riesige Freude war Ihnen dabei zuzusehen. Der abwechslungsreiche Mix aus technisch, manchmal progressiven Death Metal, hatte es einfach in sich und agierte angenehm vielfältig. Ich staunte nicht schlecht mit welcher songwriterischen Intensität die Jungs einen grandiosen Song nach dem Anderen abfeuerten. Ich für meinen Teil behalte die Kapelle unbedingt auf dem Schirm und werde mir das aktuelle Album für den Jahrespoll nochmal intensiver anhören. Abschließend muss ich aber dennoch anmerken, dass der Sound im Badehaus doch ziemlich unsauber abgemischt wirkte und ein wenig mehr Druck den positiven Eindruck meinerseits von RIVERS OF NIHIL noch deutlich untermauert hätte.

Die soundtechnischen Probleme schienen für meinen Eindruck abgestellt. Nun gings weiter mit SOREPTION. Eine weitere Band in welcher der Sänger einen Bart meets Glatze trägt, kurios! Das scheint ganz dicke Mode derzeit zu sein, haha. Viel wahrgenommen hatte ich von den nun folgenden Schweden bisher allerdings nicht. Welch ein fataler Fehler. Die Jungs machten einen ordentlichen, fiesen Brocken Alarm und lieferten eine grandiose Spielfreude auf den Wanst. Grund genug sich bis in die vorderste Reihe mit dem nächsten Schwung Pils nach vorn zu wagen. Der amerikanisch geprägte Todesblei hatte es verdammt nochmal in sich und lieferte in guter alter Corpse Manier ein fettes Pfund ab. SOREPTION rührten angenehm abwechslungsreich ihren Todesmörtel an und rotierten mal walzend mal mit einer guten Portion Blast die Axt im geschulten Takt. Eine sehr beachtliche Messe, die sie hier ablieferten. Dranbleiben!

Bei den sehr guten Vorbands mussten die Kanadier von ARCHSPIRE sich doch mächtig strecken, doch der mächtig irrsinnige Tech Death Metal klang live genauso durchgeknallt wie auf ihrem 2017er Album „Relentless Mutation“. Trotz der gut sortierten Performance gelang es ihnen nur mäßig das Badehaus zum Kochen zu bringen und lieferten einen ähnlich sterilen und unterkühlten Gesamteindruck ab wie auf ihren Longplayern. Das chaotisch, wüste Fundament aus jazzigen Gitarrenparts und mir zu klinisch wirkenden Blastparts nervte mich doch zunehmend und ich beschloss das Weite zu suchen.

So genehmigte ich mir eine weitere Pilsette vom Fass und fachsimpelte mit dem ein oder anderen Tresenkumpanen, was absolut den Abend bereicherte. Die Zeit verging so ziemlich rasant und alsbald startete der Hauptact REVOCATION. Vergessen die vielen Monate des Wartens, nach den beiden herausragenden Alben in den letzten 2 Jahren, sehnte ich mich schon sehr diese Jungs mal auf einer heimischen Bühne zu bestaunen. Los ging es gleich mit einem deutlichen Übergewicht mit Songs der neuen Platte: „The Outer Ones“ und „Of Unwordly Origin“, die wieder deutlich technischeren Death Metal zu Potte brachten. Hierbei fiel mir gleich diese unglaublich intransparente und widerlich übersteuerte Sound auf, entweder waren die Herren an den Reglern komplett besoffen und hatten tatsächlich keine Ahnung wie man solch anspruchsvolle Mucke qualitativ in einen guten Clubsound integriert. Ehrlich ich bin nicht zimperlich, aber es war einfach ein kompletter Soundmatsch. Da waren Gigs in den finstersten Kellerkatakomben mit einem besseren Sound bestückt als dies hier. Zurück zu REVOCATION. Der Boston Vierer lieferte live dennoch amtlich ab und man merkt ohne Umschweife ihnen die Erfahrung an. Die zahlreich anwesenden Maniacs schienen jetzt erst richtig wach zu werden und feierte das Quartett amtlich ab. Der tiefere Sinn der Tour war allerdings deutlich die Promotion der neuen Scheibe und so kam man gleich in den Genuss weiterer neuer Songs. Dennoch bot sich im Endeffekt eine gute Mischung mit Songs der bisherigen Bandgeschichte. Wie „Existence Is Futile“, „Madness Opus“ und „Only The Spineless Survive“. Was den Auftritt doch deutlich auflockerte und gute Laune provozierte. Am Ende blieb bei mir doch ein geschmälerter Eindruck aufgrund des miesen Clubsounds, der mich auch im Abgang doch deutlich ärgerte. Und in mir lebt die Hoffnung das Gespann mal anderswo unter besseren Voraussetzungen zu erleben, ohne gleich nach Amiland zu düsen.

01. The Outer Ones
02. Of Unwordly Origin
03. Madness Opus
04. Blood Atonement
05. Communion
06. The Blackest Reaches
07. Existence Is Futile
08. Ex Nihilo
09.Chaos Of Forms
10.Only The Spineless Survive
11.Witch Trials


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