War der September noch mit hochklassigen Releases überflutet, so zeigte sich der Oktober wie das zu dieser Jahreszeit typische Wetter: Durchwachsen. Klar gab es Hochkaräter, die mit neuen Alben den Markt fluteten, doch hier zeigte sich zumeist Quantität vor Qualität. Ok, einige der Altvorderen haben es schon geschafft, in die Phallanx der besten 15 Releases des Monats einzubrechen, doch viele blieben auf der Strecke, überraschenderweise. Dafür tummeln sich erneut einige Bands unter unseren Oktober Favoriten, die man so nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Ein stampfender sibirischer Bär beispielsweise, ein ehemaliger Castingshow Gewinner, eine neue Perle am deutschen Todesblei Himmel...aber schut doch einfach selbst.

Freuen wir uns auf den November, denn da kommen einiger absoluter Monsterscheiben auf uns zu, die bei uns in der Redaktion bereits einige Runden hinter sich haben. Bis demnächst!

NE OBLIVISCARIS - Urn (2017) - 10 Punkte

Urn“ ist ein Album, welches man zur Gänze genießen muss, ein Album, welches mich tief berührt hat, welches erneut beweist, wie tief mich Musik bewegen kann. Gänsehaut en masse, Gedankenverloren, Begeisterung, Gefühle…all das kam in mir hoch und zeigt, dass in diesem Musikbereich die Grenze noch lange nicht erreicht ist und eine Band wie Ne Obliviscaris nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern einen Sonderstatus innehat. Für mich ganz nah am Album des Jahres (Olaf)

THE BLACK DAHLIA MURDER - Nightbringers (2017) - 9,8 Punkte

Es ist wie schon gesagt das wohl wahrscheinlich härteste Album, was die Jungs jemals auf den Markt gebracht haben. Der junge Brandon Ellis bringt einen neuen Schwung in das Geschehen und setzt mit seinen Solos noch die Kirsche auf die Torte. Vom Aufbau her kann man die Scheibe mit der „Everblack“ vergleichen. (Luce)

DAMNATION DEFACED (2017) - Invader from beyond - 9,5 Punkte

diese Scheibe ist fett wie Omas Hühnersuppe, hat mich sofort abgeholt und völlig begeistert. Innovation und Kurzweil werden hier großgeschrieben, musikalisch sowie optisch gibt es den kompletten Gegenwert fürs Geld und wer mal wissen will, wie sich In Flames anhören würden, wenn sie mit Grave in die Kiste steigen würden, muss hier zuschlagen (Olaf)

HALLATAR – No stars upon the bridge (2017) - 9,5 Punkte

Es macht keinen Sinn bei diesem Werk irgendwelche Titel hervorzuheben denn jeder Track ist wohlüberlegt platziert und gibt dem Album als Ganzes überhaupt erst Charakter. Sei es die vorgetragenen Gedichte, die einen perfekten Übergang zu den einzelnen Liedern bilden, oder auch die Messages, die jeder Track für sich zu erzählen vermag. Das sind pure Emotionen. (Christian D.)

ENDSEEKER - Flesh hammer prophecy (2017) - 9,5 Punkte

Wenn man als geneigter Anhänger dieser Musiksparte dieses Review mal querliest und all die Namen erkennt, mit denen ich hier um mich geworfen habe sollte klar sein, mit was wir es hier zu tun haben…nämlich mit einem der besten Debüts deutschen Death Metals der letzten Jahre. Wer bei Endseekers „Flesh hammer prophecy“ nicht im Takt sein Haupthaar schwingt, hat diese Musik keinen Deut breit verstanden. (Olaf)

SONS OF APOLLO - Psychotic Symphony (2017) - 9,3 Punkte

Zusammenfassend kann und muss ich sagen- „Psychroptic Symphony“ überzeug auf der ganzen Linie, herausragendes musikalischen Können aller Beteiligten trifft auf geniales Songwriting und wurde durch einen klaren Mix so verfeinert, dass hier ein Prog-Meisterwerk erschaffen wurde. Mitunter etwas zu verspielt, aber dennoch eingängig und auch nach dem dritten-vierten Durchlauf immer noch wie Neu und interessant. Die Bezeichnung für die Herren: „Progressive Metal Supergroup“ trifft es auf den Punkt. (Siggi)

NECROTTED – World Wide Warfare (2017) - 9,3 Punkte

es klingt einfach nur gut und regt zum immer wieder wiederholten Male zum durchhören an. Das schaffen heutzutage nicht mehr alle Bands egal ob Groß oder Klein, ein wirklich abwechslungsreiches und zugleich fokussiertes Death Metal Album abzuliefern. Necrotted ist dies aber gelungen und zwar mit Album Nummer 3. Da bleibt mir abschließend nichts weiter zu sagen als, alle guten Dinge sind 3 und der Beweis dafür ist hiermit endgültig erbracht. (Clemens)

SIBERIAN MEAT GRINDER – Metal bear stomp (2017) - 9,0 Punkte

Die russische Truppe weiß definitiv, wo Bartel den Most herholt und zeigt allen, wo der Frosch die Locken hat. Beim Hören dieser 12 rasiermesserscharfen Rifftorpedos sieht man vor seinem inneren Auge einen gigantischen Moshpit seine Bahnen ziehen und man ertappt sich bei dem Gedanken, in diesem selbst einige Runden zu absolvieren. Ein absolut irres Teil, welches in seiner Gesamtheit einer akustischen Atombombe gleichkommt. Geil! (Olaf)

CTULU – Cultus in Tenebris (2017) - 9,0 Punkte

Alles in Allem liefern die Bremer ab und machen mir Appetit auf das hoffentlich bald folgende Album. Alle Überraschungen, die ich entdecken konnte, sind ausnahmslos sehr gut gelungen. Grandiose EP! (Max)

ENRICHMENT – Reanimate (2017) - 9,0 Punkte

Enrichment sind nicht massenkompatibel und definitiv nichts für all die „Blöd“ Leser in dieser Republik und ich nehme mal stark an, dass dies auch niemals beabsichtigt war. Ob die Jungs mit dem „Promi-Bonus“ von Martin ein bis zwei Scheiben mehr verkaufen werden, weiß ich nicht vorauszusagen, kann es mir aber kaum vorstellen. Das wäre allerdings in anbetracht der Tatsache, das „Reanimate“ ein mächtig fettes Stück Metal geworden ist, wirklich schade, denn ich würde den Jungs einen Erfolg wünschen. (Olaf)

HAEMORRHAGE - We Are The Gore (2017) - 8,9 Punkte

Die neuen Songs, zwischen Death Metal und Grindcore pendelnd, werden Live auf jeden Fall zu überzeugen wissen. Herauszuheben ist auch der klare druckvolle Mix. „We Are The Gore“ macht Spaß und überzeugt in seiner Weise – nicht Mehr und nicht Weniger – und jetzt lasst mich Tanzen! (Siggi)

EUROPE – Walk The Earth (2017) - 8,6 Punkte

Walk The Earth“ zeichnet für mich ein Bild der Ernsthaftigkeit und Gegenwart höchstprofessioneller Musiker. Dies zeigt sich vor allem im Songwriting und der Genialität jedes einzelnen Bandmitglieds. Ich gehe gar so weit, dass Europe mit diesem Album, welches in seiner Produktion keine Wünsche offen lässt, wieder an die Spitze des Hardrock Genres zurückkehren wird. Diese Scheibe lässt mit keiner Minute Langweile aufkommen und überzeugt mit Mut und Abwechslung von Track zu Track. (Peter)

TRIVIUM - The sin and the sentence (2017) - 8,5 Punkte

The sin and the sentence“ ist ein starkes Album mit vielen Höhen, einigen Tiefen und dennoch (oder vielleicht deshalb) niemals aufkommender Langeweile. Bei einigen Tracks dauert es ein klein wenig länger, um diese angemessen aufzunehmen, wo hingegen man bei anderen kaum still sitzen bleiben kann und seinem Bewegungsdrang nachkommen muss. Definitiv eines der besseren Alben von Trivium und für mich persönlich ein bärenstarkes Comeback. (Olaf)

MONSTER – Blood soaked restart (2017) - 8,4 Punkte

Fett vom ostfriesischen Knöpfchengott Jörg Uken produziert, brettern die Jungs, deren Shirt ich immer noch gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit zur Schau stelle, ihre 8 neuen Thrash Granaten ins Rund, wobei ich finde, dass der so oft selbst von der Band kolportierte Bay Area Anteil ganz schön zurückgeschraubt wurde und nun doch der eine oder andere todesbleiernde Part seinen Weg in das Repertoire Monsters findet. Finde ich persönlich gut, ist doch somit eine gewisse Eigenständigkeit vorhanden, die man sonst nicht ganz so häufig in der Szene vorfindet (Olaf)

HEIR – Au peuple de l'Abime (2017) - 8,0 Punkte

Der Sound ist druckvoll angelegt und erinnert in den schwereren Momenten an die Landsmänner TEMPLE OF BAAL. Auch sonst kann man wohl davon sprechen, dass hier dieser typisch französische Stil vorliegt, man denke u.a. an ALCESTNOCTURNAL DEPRESSION und THE GREAT OLD ONES, die zum Vergleich herangezogen werden können. In seiner Gesamtheit ist "Au peuple de l'Abime" ein wirklich gutes und empfehlenswertes Album und ein echter Anspieltipp für Freunde des Post Black Metals. (Schaacki)


Restmüll des Monats


BLEEDING–Elementum (2017) - 2,0 Punkte

Bereits im ersten Song muss ich nach dem, bereits erwähnten, schwungvollem Auftakt unweigerlich zusammenzucken. In diesem Bereich gewinne ich keinen Blumentopf und mir ist völlig klar, dass die Muttersprache Bleedings´ Deutsch ist, doch macht es mir wirklich keinen Spaß diesem Text zu lauschen. (Dähni)


Monthly Warfare Oktober 2017 - Playlist

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