Es fühlt sich an, als sei er nie weg gewesen

Mein lieber Herr Gesangsverein, da hatte mit Montezumas Rache ja fest im Griff was zur Folge hatte, dass ich mich nicht weiter als 5 Meter von meinem Abort entfernte und somit leider das abendliche Gastspiel von Killswitch engage in meiner Heimatstadt sausen lassen musste. Nur gut, dass Chrissy sich dieser Aufgabe „wohlwollend“ annahm, einen Konzertbericht verfasste und auch mit Heartist (kommt noch an anderer Stelle) und besagten Metalcorelern aus Massachusetts einen netten Plausch vollzog. Gab ja eigentlich auch ne Menge zu besprechen und Gitarrist und Gründungsmitglied Joe Stroetzel gab sich auch alle Mühe, dennoch kam er etwas wortkarg rüber, da er wohl kurz vorher erst aus der Koje gekrochen kam. Egal, here we go!
Vor ein paar Tagen las ich, dass die Fans auf Euren Konzerten bereits die neuen Songs voller Inbrunst mitsingen. Das ist doch wohl die größte Bestätigung überhaupt, oder?

Auf jeden Fall. Es fühlt sich gut und aufregend an, dass die Fans schon so mit dem neuen Material vertraut sind, was den Umkehrschluss zulässt, dass wir alles oder vieles richtig gemacht haben. Es ist toll, dass meine neuen Favoriten schon so bekannt sind, denn wir haben ja die letzten Jahre immer den gleichen Scheiß gespielt (lacht).

Dementsprechend könnte mir vorstellen, dass die Tour momentan ein richtiger Befreiungsschlag für Euch ist, oder? Über 3 Jahre wart Ihr ja nicht so präsent wie heute…

Auch hier stimme ich zu, denn trotz der Tatsache, dass wir lediglich den Sänger ausgewechselt haben fühlt es sich fast wie eine komplett neue Band an…und das obwohl wir alle das Gefühl haben, dass Jesse nie weggewesen wäre. Es ist alles frisch, aufregend und das hört man den Songs definitiv auch an.

Fühlt es sich mit dem zurückgekehrten „Sohn“ Jesse Leach wirklich wie ein Neubeginn an?

Wie ich ja schon sagte…Jesse ist wieder da, die Songs sprühen nur so vor Aufregung und Frische. Das ist schon ein bisschen strange…aber gut (lacht)
Ihr seid ja für Außenstehende damals relativ freundlich mit Howard Jones auseinander gegangen. Habt Ihr noch Kontakt und hat er sich schon zu den neuen Sachen geäußert?

Ja, ich hab noch per Email Kontakt mit ihm und er arbeitet momentan an einem neuen Projekt. Wie schicken uns immer wieder irgendwelche verrückten Videos von YouTube zu (lacht). Ich hoffe, dass es ihm weiterhin so gut geht wie momentan. Ich gehe mal stark davon aus, dass er das neue Album gehört hat, kann es aber nicht mit Gewissheit sagen. Vielleicht hat er es auch weggeschmissen, hahaha.

Obwohl Ihr wieder mit Zeuss und dem bewährten Team zusammengearbeitet habt klingt Euer Sound auf „Disarm the descent“ziemlich frisch und klar. Was habt Ihr während der Aufnahmen verändert?

Der Mix! Die Aufnahmen verliefen so wie immer, Adam hat alles zusammen mit Zeus in Massachusetts produziert und Andy Sneap hat die Geschichte dann abgemischt. Zu dieser Kombination wollten wir schon seit „Alive or just breathing“ wieder zurück, die ich vom Sound her immer noch als unsere beste Platte erachte. Das Endprodukt ist jedenfalls zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgefallen.

Mit Songs wie „The new awakening“ oder „All we have“ habt Ihr Eure typischen Songs im Programm. Was mich allerdings sehr verwunderte, warum Ihr diesmal mit „A tribute to the fallen“ so ein, sagen wir es mal, Popsong aufgenommen habt, der so gar nicht zu Euch passt.

Popsong würde ich ihn vielleicht nicht nennen, aber es stimmt schon, er hat einen ziemlichen „catchy“ Chorus, aber davon gibt es heutzutage ja sehr viele. Um ganz ehrlich zu sein, klang der Songs anfangs auch komplett anders, doch wir entschlossen uns dazu, ein paar Sachen zu verändern, um ihn irgendwie „griffiger“ zu bekommen. Uns ist es eigentlich auch ziemlich egal, was die Leute über unsere stilistische Ausrichtung denken. Manchmal ist es halt Pop, mal Rock, ein anderes Mal Metal, Thrash oder Death.
Ebenfalls mehr als ungewöhnlich istTime will not remain, ein Halbballade. Was hat Euch denn da geritten, so ein Teil aufzunehmen? Versteht mich nicht falsch, ich liebe den Song total…

Wir versuchen immer irgendwo und irgendwie unsere Grenzen auszutesten und dazu gehören auch mal solche Songs. Ich mag die langsamen Sachen durchaus, denn sie lassen einen auch mal ein wenig verschnaufen. Irgendwie knüpft der Song auch ein wenig an „The end of heartache“ an. Ich mag ihn total…


Die Erfolge und Chartentries weltweit gaben Euch ja recht. Hattet Ihr dennoch Angst davor, wie die Welt, die Fans oder die Presse das neue Album, quasi Episode 1 nach Howard bewerten würden?
Wir waren schon sehr gespannt darauf, wie die Presse und die Fans auf das Album reagieren würden und letztendlich gab es kaum negative Töne und auch die ersten drei Verkaufswochen verliefen sehr zu unserer Zufriedenheit. Ok, ein paar Miesepeter waren schon dabei, die mit der Scheibe nichts anfangen konnten, aber die gibt es immer und jede Band muss sich mit denen herumschlagen, hahaha.

Wie geht es weiter? Jetzt die Tour, dann die USA könnte ich mir denken und dann? Bislang seid Ihr auf noch keinem der großen Festivals in Deutschland bestätigt. Da kommt doch noch was, oder?

Ich glaube nicht, denn wir haben ja letztes Jahr eine Menge gemacht und bei den meisten Festivals darf man ja nicht 2 Jahre hintereinander spielen. Da wird mit Sicherheit noch was kommen, ich kann allerdings nicht genau sagen was. Ich lass mich mal überraschen. Aber im August wird wohl was gehen (grinst).

Das Gespräch führte Chrissy

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