Der Name Thunder and lightning dürfte einigen Wenigen außerhalb Berlins wirklich geläufig sein, was allerdings das aktuelle Album „In charge of the scythe“ gehörig ändern sollte. Die Jungs haben auf diesem knüppelharten Meisterwerk eine fulminante Liebeserklärung an den Heavy Metal abgelegt, wie ich sie vielleicht nur noch mit Savatage Ende der Achtziger vergleichen möchte. Unfassbar gutes Liedgut, welches beim Release Gig Anfang September im K17 ebenfalls sauber und technisch höchst anspruchsvoll in die Masse gefeuert wurde. Der Livebericht folgt noch. Also alles gute Voraussetzungen, um den Jungs mal ein klein wenig auf den Zahn zu fühlen. Kurz, knackig und informativ beantworteten mir Saitenzauberer Marc Wüstenhagen und Frontmann Diddi meine Fragen. Auf geht’s…

Review THUNDER AND LIGHTNING - In charge of the scythe
Marc, erst einmal meinen herzlichen Glückwunsch zu „In charge of the scythe“, einer absoluten Heavy Metal Granate. Hattet Ihr beim komponieren bereits das Gefühl, ein Hammeralbum einzutüten?

Vielen Dank, aber ich glaube das kann man vorher immer gar nicht wissen. Ich versuch immer das beste rauszuholen was geht bei Songwriting und wenn es anderen dann mindestens genauso gut gefällt, dann freue ich mich natürlich. Das motiviert einen auch gleich diesen Weg weiter zu gehen.

Produziert hast Du das Teil ja selbst. Ist es nicht schwierig, als hauptberuflicher Produzent seine eigene Band aufzunehmen? Ist man da nicht automatisch befangen?

Natürlich ist es schwer genug Abstand zu haben. Allerdings habe ich dann auch alles in der Hand. Klar würde ich hauptberuflich Pizzabäcker sein, dann würde ich den Produzentenstuhl an jemanden abgeben der mehr Ahnung von der Materie hat. Aber da Musikproduktion mein Beruf ist, bin ich sehr zu frieden damit die Fänden selber in der Hand zu haben. Man muss immer ein paar Tage Luft lassen zwischendurch und andere Sachen hören. Dann sich mit frischen Ohren wieder mit seinem Kram beschäftigen.

Ich schrieb in meinem Review: „Wer Heavy Metal liebt kommt an diesem Album nicht vorbei“. Was ich damit vor allem meinte ist die unglaubliche Bandbreite Eurer Songs. Es ist irgendwie alles dabei, was man sich als Metal Fan wünscht. Liegt das an Euren unterschiedlichen Einflüssen oder warum seid Ihr so breit gefächert?

Schon möglich, wir hören alle relative unterschiedliche Musik privat. Unser Sänger Diddi ist großer Iron Maiden Fan. Benni und zweiter Gitarrist kommt eher aus der progressiven Richtung alà Dream Theater. Steve unser Drummer hört auch viel Old School Death Metal und Hoschi unser Basser auch ganz gern mal Dark Tranquillity und Soulfly. Ich selber bin eh in viele Richtungen offen für Einflüsse alleine schon von Berufswegen her. Ich glaube da komme als Hautpsongwriter immer mit recht viele Stilen in Kontakt und ziehe aus Sachen, die mir gefallen natürlich auch Einflüsse heraus.
Wie oft habt Ihr eigentlich Priest’s „Night crawler“ gehört, bevor Ihr „Torn in two“ aufgenommen habt? (grins)

Diddi: Ich hab Nightcrawler wie jeder anständige Metalhead sicherlich einige Male gehört, keine Frage, ABER, glaub es oder nicht, das immer die erste Zeile der Strophe bei Torn In Two Ähnlichkeiten aufweist ist mir erst bewusst geworden als du es angesprochen hast. Klingt komisch, aber es ist tatsächlich kein bewusster Klau, oder eine bewusste Anlehnung gewesen. Nichts desto trotz klingts schon sehr ähnlich, au weia....

Du und Dein Gitarren-Partner Benjamin habe ich Gitarrentechnisch mit Tipton/Downing oder Murray/Smith verglichen. Kommt das bei Euch von ganz alleine oder steckt da harte Arbeit hinter? Wenn ja, kann man es nicht hören, was als Kompliment gemeint ist…

Danke, aber klar, ohne üben, üben und nochmals üben geht nix. Das kommt auf keinen Fall von alleine. Vor allem muss man die Disziplin haben durchzuhalten. Frustration hat da keinen Platz und ist nur hinderlich. Vor allem aber auch das richtige Üben ist wichtig. Man hat nichts davon 100 mal halbgar ein Riff runterzuschrubben. Da gewöhnt man sich nur Unsauberheiten an.

Ihr habt ja zum Album im Vorfeld eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Ward Ihr von vornherein davon überzeugt, oder hat Euch der durchschlagende Erfolg dann doch überrascht?

Da es so schnell ging hat mich in jeden Fall überrascht. Wir waren innerhalb einer Woche beinahe im Ziel angekommen. Aber ich war immer überzeugt, dass wir genug Leute haben die uns Unterstützen würden.
Wie kam die Geschichte mit dem Taxi zustande, auf dem Ihr breit Werbung machen konntet?

Diddi: Der Vater von einem Freund von mir ist selbstständiger Taxiunternehmer und erklärte sich bereit für uns Werbung zu fahren, besagter Kumpel ist Fotograf, kennt diverse Druckfirmen und schwups.... vielmehr, ausser ein großes Dankeschön an Matze und seinen Dad an dieser stelle gibts nicht zu sagen, ausser natürlich das wir somit nach Maiden die erste Band mit eigenem Vehikel sind, hahaha

Marc, Du bist ja selber noch in Deinen Produzenten Job eingebunden. Ist das zeitlich eigentlich vereinbar, wenn jetzt Priest oder Maiden einen Toursupport suchen sollten?

Wenn das passiert werden ich es schon hinbekommen meinen Terminplan freizuräumen (lacht)  Das ist ja immer der Vorteil selbstständig zu sein, man ist relative flexibel.

Im Februar spielt Ihr in Berlin als Support von Van Canto. Naja…wie ist es denn dazu gekommen?

Stefan von wann Van Canto hat uns einfach angeschrieben ob wir Lust haben dabei zu sein. Er hat wohl rumgefragt wer in Berlin so unterwegs ist und da hat man uns empfohlen.

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