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Live on Stage Report: HERETOIR | VERHEERER | FRIISK | ELLEREVE

30.09.2023 – Hamburg @ Bambi Galore




Spontan zog es mich kürzlich mal wieder nach Hamburg ins Bambi Galore. Warum spontan? Nun ja, sowie sich dem Record Release von Heretoirsneuem Werk neben Friisk auch noch Verheerer und Ellereve zum Vorprogramm gesellt haben, steigerte dies mein Interesse an der Show prompt. Denn vor allem die Flensburger haben es mir - spätestens seit dem De Mortem et Diabolum 2022 - sowohl musikalisch als auch menschlich angetan.

Den Abend eröffneten die Münchener Postrocker Ellereve. Die mir zuvor völlig unbekannte Truppe weckte nach ein paar Hörproben mein Interesse. Mit viel Gefühl, rockigen Rhythmen und einer Frontfrau, deren Stimme mich arg an die von mir geschätzten Esben And The Witch erinnerte, konnte ich mich auf einen gediegenen, aber durchaus angenehmen Einstieg freuen – und wurde nicht enttäuscht. Die Band um Chefdenkerin Elisa Giulia Teschner musste zwar auf einen Mitstreiter verzichten, konnte aber auch zu dritt bei vielen Gästen wie auch mir punkten.

Nun aber wurde der Härtegrad angehoben: Friisk enterten die Bühne, die sogleich völlig in Nebel eingehüllt wurde. Das weckte umgehend Erinnerungen an diesige Herbsttage an der Nordsee, welche ich unweit von der Heimatstadt der Band (Leer) selbst schon erlebt habe. So gelang es also prompt genau die Atmosphäre zu zaubern, die der Band und ihrer Herkunft gerecht wird. So war ein klarer Blick auf die Bühne auch nicht nötig, denn der Kopf schuf bereits Bilder. Natürlich wurden diese aber vor allem durch die Klanglandschaften, die die Band selbst erzeugte, gemalt. Lange schon wollte ich Friisk einmal live erleben und es war mir ein absolutes Vergnügen, dies nun geschafft zu haben. Denn die Kombination aus eindringlichen Melodien, leicht melancholisch sehnsüchtiger Stimmung und wuchtigen Kraftausbrüchen funktioniert auf der Bühne noch einmal besser als auf dem Tonträger. Egal ob ihr auch von der Küste stammt, von hohen Berggipfeln oder aus engen Städten, wenn ihr die Möglichkeit habt, Friisk zu sehen, dann geht hin!

Dann folgten Verheerer und ich begab ich in eine der ersten Reihen. Okay, für eine gute Sicht auf die Bühne hätte man auch ganz weit hinten im ohnehin nicht allzu großen, aber gemütlichen Bambi Galore bleiben können – denn trotz mehrmaligem Hinweisen auf zu viel Stagelight blieb es mächtig hell vorn. Sei’s drum, denn sowie die sympathischen Flensburger mit „Monolith“ ihr Set eröffneten, war das Publikum ganz bei ihnen. Im Vergleich zu ihren Vorgängern wurde es nun roher und ruppiger. In Sachen Emotionen ging es aggressiver zu Werke, was mit „Totenvolk“ auch einen amtlichen Seitenhieb gegen alle Hater, Faschisten und sonstiges intolerantes Gesindel einschloss. Dass Verheerer aber nicht nur durchbrettern sondern auch einen Hang zur Alten Schule haben und auch mal verspielt agieren können, stellten sie ebenfalls unter Beweis. Und so zockte sich das Quintett aus dem hohen Norden in einen kleinen Rausch, der mit „Kultyst“, dem vielleicht stärksten Song der Band, sein Ende nahm.

Den Abschluss boten also Heretoir, die an diesem Abend ihr neues Album vorstellten. Die Platte hört auf den Namen „Nightsphere“ und erscheint am 06. Oktober diesen Jahres. Die Musik der Bayern präsentierte sich verträumt und melodisch und zudem recht vielschichtig. Nebst sehr post-igem (Black) Metal waren Elemente aus Crust und Sludge zu finden und auch eine Note Hardcore ließ sich nicht überhören. Ein wenig erinnerte mich diese Mixtur an die Briten Fall of Efrafa... Auch wenn der Funken heute zu mir nicht so ganz übersprang, so feierten die Angereisten die Band doch zu recht ab. Denn an der Musik selbst gab es wirklich nichts auszusetzen. Vielleicht war es einfach eine Sache des persönlichen Geschmacks oder auch des Vorprogramms, denn meine Highlights lagen in der Mitte der Running Order. Allerdings schloss sich letztlich so der Kreis zum (ebenfalls gefühlvollen) Opener der Veranstaltung, was in mir irgendwie ein zufriedenes Gefühl weckte.




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