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Live on Stage Report: Tech Trek Tour: ARCHSPIRE | PSYCROPTIC | BENIGHTED | ENTHEOS

26.03.2023 - Berlin @ SO36




Lange angekündigt, startete die wohl verheißungsvollste Tech Death Metal Tour-Karawane seit Jahren, hehe. Eigentlich war für jeden Fan des technischen Todesblei was dabei, denn so unterschiedlich waren die Bands doch von ihrer Herangehensweise. Immerhin war man mit den vier Bands fast einen ganzen Monat unterwegs, dabei bildete der Abend im Berliner SO36, dem ich beiwohnte, einen weiteren sehr gut besuchten Gig. Nachdem man bereits großflächig in ganz Europa unterwegs war.  

Passend zum neuen Langspieler „Time Will Take Us All“, der kalifornischen Entheos, nutzten Chaney und Navene, welche die treibenden Kräfte hinter der Band sind, gleich die Gelegenheit um dieses gelungene Album in Europa zu promoten. Was Chaney Crabb hier ablieferte, war zweifellos nicht von schlechten Eltern. Und auch sonst merkt man der Band jederzeit ihre Professionalität an, die sie nach gut 8 Jahren mit Entheos mit Leben füllen. Eigentlich schade sie als Opener begrüßen zu müssen. Die enorme Qualität die auch auf dem aktuellen Langspieler wieder zum tragen kam, ist auch einer eigener Headliner Klub-Tour würdig. Mit Songs wie „Absolute Zero“ und „The Sinking Sun“ konzentrierte man sich auf das aktuelle Album, auch wenn es noch einen Ausflug zum Vorgänger „Dark Future“ gab. In allem ein starker Auftritt, der durchaus mehr Spielzeit vertragen hätte. Dabei war das SO36 trotz des frühen Beginns schon gut gefüllt. Auch wenn scheinbar der Start des Konzertes nicht mit der zuvor angegebenen Zeit übereinstimmte.

Der gut gefüllte Klub, fast bis in die letzten Reihen, bot beste Voraussetzungen für die nachfolgenden, französischen Benighted. Der Mob war dabei mächtig am toben. Frontbiest Julien Truchan und seinen Männers boten da wieder volles Brett. Und hatten sichtlich Spaß an dem Abend in Berlin. Nicht nur einmal bedankten sie sich für die zahlreichen Besucher und feierten sich quasi selbst mit dem Fan des grindigen Death. Dabei waren die rüpelhaften Franzmänner auch die geradlinigste Fraktion des musikalischen Arschtrittes an dem Sonntag Abend. Das machte sich bei der Livepower noch deutlicher bemerkbar, was die Energien nur noch beförderte. Bereits seit Ende der 90er am Start, konzentrierte man sich auf die letzten beiden Alben „Necrobreed“ und „Obscene Repressed“, die live sehr gut funktionierten. Und Benighted einen Matchball nach dem anderen in das Pit donnerten.

Besonders freute ich mich auf die tasmanischen Teufel von Psycroptic, konnten sie doch im letzten Jahr mit „Divine Council“ ein weiteres sensationelles Album auf den Steakteller zaubern. Da wurden Erinnerungen wach, an die 2019er Tour mit u.a. Aversions Crown, fand man die Australier dabei noch recht früh im Billing. Damals war ich beeindruckt von der Spielfreude und der ansprechenden Interaktion mit den Anwesenden. In all den Jahren haben Psycroptic sich dermaßen gemausert und immer weiter an ihrer eigenen Interpretation des Tech Death Metal geschraubt, was mich schon sehr begeistert. Fast 25 Jahre ist man nun schon unterwegs und das merkt man eben auch live. Die Performance war mit jeder Sekunde enorm stimmig, auch der orchestrale Touch des neuen Albums funktionierte live exzellent. Jason Peppiatt nahm schon fast Form eines Liveanimateur an, und das stachelte die Meute im Saale nur noch mehr an. Was wurde da von der Bühne bis in die hintersten Reihen gedivt. Von vorn bis hinter und sogar quer von der Seite. Moshpit, CirclePit alles dabei. Die Stimmung war am kochen, was den Livegig von Psycroptic nur noch mehr anstachelte. Das muss man bei dem häufig reservierten Berliner Publikum erstmal hinbekommen. Im Zentrum stand dabei das natürlich, wen wunderts, das aktuelle Album „Divine Council“, dennoch waren Ausflüge zu „(Ob)Servant“ und „Inherited Repression“ mit von der Partie. Jetzt wird es aber Zeit mal für eine eigene Psycroptic Headliner Tour. Die Band liefert einfach.

Nach einer Umbaupause bevor es mit den Hightech Death Metal Irren, von Archspire losgehen sollte, kam die Durchsage, dass die Kanadier nicht spielen werden. Als Ersatz treten ein paar kaputte Alkoholiker auf, haha. Schöner Scherz. Einige Sekunden später frickelten die Kaputten aus British Columbia schon los. Was für ein irrer und wilder Sound da aus der Anlage bretterte. Hatte sie jetzt schon zum zweiten Mal gesehen. An die Frickelorgien der alten Säcke kann ich mich zwar bis heute nicht gewöhnen, für mich ist das halt nix. Nichts destotrotz steht sie spielerische Qualität des Vancouver Fünfers über allen, ja auch live liefert die Band einfach sehr ordentlich ab, es ist eben auch ein ziemlich eigensinniger Radau. Da gibt’s nichts zu meckern. Auch wenn sich die hintersten Reihen schon ein wenig geleert hatten, boten Archspire eine gute Schnittmenge der letzten beiden Alben „Relentless Mutation“ und „Bleed The Future“. Die unbändige Erfahrung merkt man den Jungs mit jeder Pore an, auch den Spaß ließ man dabei nicht vermissen. Gibt wohl derzeit kaum eine Band im Tech Death die so ein deftiges Brett spielt und dabei so exakt auf den Punkt abliefert.

Wenn das mal keine volle Packung Tech Death Metal war. Die eine schöne Bandbreite des recht vielseitigen Genres zur Schau stellte. Für mich waren Entheos und natürlich Psycroptic die Gewinner des Abends, gerade letztere hatten einen bockstarken Gig abgeliefert, der sie in die Herzen des Fanvolks spielte. Schön wie die Bands nach ihren Shows am Merchstand auftauchten für einen kurzen Smalltalk oder Fotos. Oder eines ihres zahlreichen Merchstuffes an den Dude zu bringen. Einfach schön. Danke dafür. Ein toller erinnerungswürdiger Abend ging zu Ende.




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