LIMP BIZKIT | ANTHRAX

25.06.2014 - Berlin @ Zitadelle

Ja, auch DAS findet Erwähnung bei uns...einfach der Tatsache geschuldet, dass der Verfasser dieses Textes auch auf Fred Durst und seine Mannen stand und steht und ich die Jungs beim letzten Gig 2001 in Bremen kolossal abfeierte. Daher stand für mich fest, dem "Mothafucker from Jacksonville" meine Aufwartung zu machen und als ich NACH Erwerb des Tickets feststellte, dass auch noch meine Thrash Götter von Anthrax den "Anheizer" spielen sollten, wuchs die Vorfreude noch einmal deutlich.

Da die ursprüngliche Spielstätte ratzfatz ausverkauft war entschied man sich, das Event in der Zitadelle stattfinden zu lassen, was aufgrund des kalendarischen Sommeranfangs eigentlich eine vortreffliche Wahl gewesen wäre, wenn Petrus nicht nen schlechten Schiss gehabt hätte und uns bereits vorab einige deftige Grüße vom Himmel sandte. Das hatte zur Folge, dass der ZO Tross im SOMMER mit langer Hose, Sweatshirt UND Jacke bewaffnet den Weg nach Spandau antrat, um dort dennoch (dem dreckspissfuckwetter zum Trotz) mächtig die Kuh fliegen zu lassen. Zugegeben, das Bier schmeckte irgendwie nicht ganz so gut...
Pünktlich wie die Maurer begannen dann Anthrax um 19 Uhr den in meinen Augen mehr als undankbaren Supportgig, denn wie drückte sich eine Freundin von mir so schön aus: "Limp Bizkit müssten eigentlich niederknien, dass Anthrax deren Support machen..."...und wo sie Recht hat, hat sie Recht. Dennoch legten Scott Ian, Frankie Bello, Jonathan Donais, Benante Ersatz John Dette  und natürlich ein prächtig aufgelegter Joey Belladonna mehr als furios mit "Caught in a mosh" los und trotzten den widrigen Wetter, welches während des Gigs von "leicht nieselnd" in "Dauerregen" mit einem zwischenzeitlichen "Monstererguss" (WASSER, Ihr Ferkel!!!) umschwang. Wurscht, ich jeden falls ging mächtig steil und drehte bei den Klassikern "Madhouse", "Indians", "Got the time" oder "I am the law" komplett durch und lies die klatschnasse Kapuze fliegen. Für das Jungvolk, welches zum Teil komplett desorientiert in Richtung Bühne starrte und gar nicht wusste, was dort für eine Legende performte, gab es dann mit "TNT" mal etwas zum mitgröhlen und das abschließende "Antisocial" veranlasste sogar die beiden Gothgirls vor uns, voller Inbrunst und im Anflug anarchischer Tendenzen, ihre halbvollen Kaffeebecher in Richtung Bühne zu werfen. Fuck the system! Anthrax waren jedenfalls SCHWEINEGEIL (wie nicht anders zu erwarten) und somit war die Messlatte für Limp Bizkit extrem hoch angelegt...
Überrascht war ich dann, als die Hauptakteure die Bühne betraten, denn den etwas aus dem Leim gegangenen Fred Durst hätte ich mit seiner Gesichtsmatratze so nicht erkannt, doch dafür war seine Stimme unverkennbar, die mit "Why try" vor allem das jüngere Volk gleich zu Beginn begeisterte. Ich hoffe ja eher auf einen alten Kracher, der dann gleich im Anschluss mit "Rollin'" folgte und das partywütige Volk in Wallung brachte. Einen leider so sehr, das er mit gestreckter Faust und voller Absicht unserer Redaktions Hardcore Mieze Jette eine drücken wollte. Am Kragen gepackt stammelte sein Kumpel nur was von "Wir wollten doch nur tanzen". Gerne, kann er mit mir! Jedenfalls verzog sich neben diesen Fredos auch der Stress und wir konnten weiter ungehindert Spaß zu den Granaten des wohl besten Albums "Chocolate starfish and the hot dog flavoured water" die Tanzkeulen schwingen, sofern dies meine nunmehr um das dreifache Gewicht angeschwollene Jacke zuließ. "My generation", "Livin' it up", "My way"...jaaaa, alles das, was mein Herz begehrte und zusammen mit einigen Kuttenträgern und einem völlig durchdrehenden und Morbid Angel Shirt Tragenden moshten wir uns in die herausgekommene Abendsonne. Aber um eins zu bemängeln: Hatte man früher mit DJ Lethal noch einen "echten" Turntable Rocker, so steht nun ein komplett bewegungsresistenter Mensch hinter einem Apple Laptop und drückt ein paar Knöpfchen...sorry, dass kann sogar unser "Technikfreak" Chrstian besser. Aber egal, denn es sollte ein Mega-Highlight für mich folgen: Das Public Enemy Cover "Bring the noise", welches Anthrax anno 1991 Ruhm und Ehre einbrachte und nun zusammen mit Fred und seinen Mannen performed wurde. Unfassbar geil und Erpelleder bis in die (noch trockenen) Fußspitzen.

Wenn Coverversionen dann solche, denn neben einigen Reminiszenzen an Metallica gab es auch dieses unsägliche "Faith" Cover, welches nun wirklich kein Mensch wirklich braucht. Positiv war, dass man auf "Shotgun" (guuuut) und irgendwelcher Einschlafmucke der Kategorie "Behind blue eyes" (seeeehr guuuut) verzichtete und stattdessen mit "Nookie" oder "Take a look around" ziemlich fette Kaliber abfeuerte. Der Rausschmeißer "Breakstuff" allerdings war ziemlich deplatziert, da hätte man zum Abschluss einfach ein dickeres Teil auspacken müssen!

Aber im Endeffekt war es ein saustarker Abend mit großartiger Musik, einigen Spacken, die das alte Material Limp Bizkits gar nicht kannten und stattdessen nur herumhoppsten, wenn alle es taten und nebenher mit dämlichen Gelaber nervten. Das Highlight diverser Konversationen war definitiv: "Ey, die haben doch damals in Guantanamo die Häftlinge mit 'Rollin' gefoltert..." Die Antwort: "Was ist Guantanamo?" Auweia...Bernd das Brot ist cleverer!

Setlist:
Why try
Rollin‘
9teen 90 nine
Hot dog
My generation
Livin’it up
Gold cobra
Faith
Nookie
My way
Pollution
Counterfeit
I’m broke
Bring the noise
Take a look around
Break stuff

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