PERSISTENCE TOUR 2016

IGNITE | TERROR | H2O | IRON REAGAN | TWITCHING TONGUES | WISDOM IN CHAINS | RISK IT

14.01.2016 - Berlin @ Astra

Donnerstagabend, für Winterverhältnisse recht angenehme 0,2°. Mal wieder Zeit für ne heiße Portion Hardcore. Der Persistence – Zirkus tingelt ja gerade durchs Land und machte nun Station in Berlin. Wieder mal mühsam durch die Straßen gequält, so dass ich erst zu 18.40 MEZ im Astra eintraf. Die Bude war ordentlich eingeheizt, obwohl noch kaum Leute da waren. Dies versprach zum Ende hin auf jeden Fall Sauerstoffmangel und durchgeschwitzte Klamotten.

Durch meine dezente Verspätung verpasste ich natürlich RISK IT und somit auch den einzigen deutschen Beitrag dieser Tour. Dies war natürlich auch der recht frühen Spielzeit geschuldet. Schade, überzeugten die Dresdner bis dato eigentlich immer. Aber laut Augen – bzw Ohrenzeugen war der Gig wohl eine „ ganz passable Angelegenheit “.
Somit stieg ich gleich voll in das Set von WISDOM IN CHAINS ein. Der Saal füllte sich auch langsam zusehends. WIC konnten optisch leider nicht wirklich überzeugen, da kaum Bewegung auf der Bühne herrschte. Der Frontbulle gab alles, wurde aber immer etwas von seinem lustig drein schauenden Gitarristen in den Schatten gestellt. Hardcore und Gitarre unterm Kinn ist schon eine seltsame Symbiose. Dafür knallte aber der BLOOD FOR BLOOD – lastige Core N Roll recht ordentlich.

Anschließend betraten TWITCHING TONGUES die Bühne. Auch wenn sie optisch ins Gesamtbild passten, griffen sie musikalisch den Exotenbonus ab. Die schwerfälligen 5 – Minuten – Songs wirkten auf Dauer etwas zäh und man war geneigt lieber eine rauchen zu gehen oder ein Antihitzegetränk zu schlürfen. Definitiv mehr eine Kopfhörerband, fand ich ihre letzte CD ja durchaus interessant.

Da sind IRON REAGAN von einem ganz anderen Kaliber. Von der ersten Minute an pfefferten die fünf Zotteltiere aus Richmond ihre flotten Thrashgranten ins Publikum. Dieses bedankte sich mit fleißigem Headbangen. Kaum Stillstand auf der Bühne und der Trommler zappelte wie das Tier von der Muppetshow hinter seiner Schießbude. Die rasante D.R.I. meets EXODUS – Mucke war jedenfalls nach den etwas lahmen TWITCHING TONGUES sehr erfrischend.

H2O sind definitiv eine Band die es sich locker leisten kann gleich mit zwei ihrer Überhits zu starten. "Nothing To Prove" und "Don't Forget the Struggle, Don't Forget the Streets" zündeten sofort und die ersten Stagediver flogen durch die Gegend. Frontkasper Toby Morse hatte die Meute sofort im Griff und es herrschte von der ersten Minute an Partystimmung. Ihre 30 Minuten Spielzeit wurden optimal genutzt und ein Schmankel nach dem anderen geboten. Auch wenn die New Yorker Urgesteine in letzter Zeit recht häufig in unseren Breitengraden unterwegs waren, machen sie immer wieder Spaß und sind eine Augenweide.
21.45 Uhr – TERROR – Zeit. Die bulligen Kalifornier nahmen umgehend das Zepter in die Hand und verwandelten das Astra in ein Irrenhaus. Rauh, gewaltig und mehr als schweißtreibend. Der Drummer war wie immer nicht von diesem Planeten. Auf und vor der Bühne stapelten sich die Menschen und drehten völlig durch. Hier galt wie immer nur eins „ STAGEDIVEN “ !!!!!!! Wenn Scott Vogel eine Bühne betritt ist dies fucking Pflicht! Das hier eine Bombe nach der anderen gezündet wurde versteht sich ja von selbst. Einzelne Songs zu benennen erspare ich mir, da müßte ich die ganze Setlist abtippen. Einfach grandios und für den Großteil der Anwesenden DER Headliner des Abends.
Zum Abschluß versuchte die HC – Boygroupe IGNITE nochmal die restlichen Reserven der Crowd zu mobilisieren. Dies gelang nur vereinzelt. Der Grinsepunkcore aus Orange County verzauberte größtenteils nur die weiblichen Gäste, deren Herzen nun höher schlugen. Sicherlich agierten die Jungs mit viel Charme und guten Songs im Gepäck, aber TERROR haben vor ihnen gezeigt wo es lang geht. Die üblichen Against Bush – Ansagen sowie Lemmy - und David Bowie – Huldigungen durften natürlich auch nicht fehlen. Genauso wenig wie ihr U2 – Cover „Sunday Bloody Sunday“. Sicherlich inhaltlich aktueller denn je. Trotz aller Bemühungen – die Krone des Abends ging eindeutig in die Nachbarstadt Los Angeles. Dafür hatten aber IGNITE die meisten und schönsten Shirts. Immerhin.

Zusammenfassend ein doch recht gelungener Abend mit guter Musik, interessanten Gesprächen, viel Bier und noch mehr Jägermeister. Wir sehen uns 2017, zur nächsten Ausgabe der Persistence Tour. Mal sehen wer dann alles ins Rennen geht, um die Krone des Abends siegreich mit in die Heimat zu nehmen?!

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