MEGADETH | HAVOK

22.06.2016 - Berlin @ Huxleys

Merkwürdig, dass die Macher vom diesjährigen Protzen Open Air es geschafft haben, die amerikanische Legende zum Warm-Up in das Berliner Huxley’s zu lotsen, denn exakt 2 Tage vor dem Anpfiff zum großen Stelldichein in Nord-Brandenburg spielten Mustaine und Co. zusammen mit den Colorado Thrashern von Havok einen mehr als denkwürdigen Gig, der die Vorfreude auf das am kurz darauf stattfindende P:O:A um ein Vielfaches anheizte. Aber der Reihe nach…

Vor dem Konzert versammelte sich schon eine recht stattliche Anzahl an Besuchern vor dem Berliner Huxley’s, die erwartungsfroh einem Gitarristen lauschten, der vor der Halle mit seiner Klampfe Megadeth Klassiker intonierte, um Geld für eines der letzten 30 an der Abendkasse verfügbaren Tickets zu sammeln. Das Geniale daran: Der Typ war so klasse, dass irgendwer aus der Masse herauskam und ihm einen Gästelistenplatz schenkte. Tolle Aktion!

Pünktlich um 20 Uhr starteten dann Havok in einen bunten Thrash Reigen, der scheinbar exakt den Geschmack aller Anwesenden traf, denn ich habe selten bei einem Konzert im Huxleys das Publikum bei einer Vorband so abgehen sehen, wie bei dem Colorado Riffgiganten, die sich zwar durch einige technische Unwegsamkeiten zu kämpfen hatten, dennoch aber hoch professionell ihre Show durchzogen und somit für den einen oder anderen Euro Umsatz am Merchstand sorgten. Die Jungs sind aber auch sowas von fett wie Mamas Hühnerbrühe und nutzten die 45 Minuten Spielzeit bis zur Gänze und hinterließen Synapsen-Tango. Verschwitz und glücklich waren unsere beiden Christians und ich einer Meinung: Havok? Immer wieder gerne und ich freute mich, die Jungs auf dem Tuska Open Air wiederzusehen.

Nun wurde die Bühne hergerichtet, mit Videoleinwänden und einem recht üppigen Platz zum Austoben, den dann Megadave und seine Mannen mehr als nutzten, als sie mit „Hangar 18“ in ein Potpurri der größten Deth‘ Hits der letzten Jahrzehnte starteten und trotz einiger neuer Gassenhauser wie beispielsweise „The threat is real“ oder „Dystopia“ die ollen Schinken nie zu kurz kommen ließen. Erstaunlicherweise war Dave Mustaine allerbester Laune, riss Witze und hatte vom ersten bis zum letzten Ton das Publikum vollkommen im Griff, die diesen Auftritt mit viel Wohlwollen und rasenden Applaus zu einem wahren Triumphzug werden ließen. Ich persönlich ertappte mich des Öfteren dabei zu überlegen, warum die Welt eigentlich Metallica noch braucht…und…naja…es heißt ja eh: Mustaine wrote em all. „Symphony of destruction“, „Peace sells“ und natürlich das anschließende „Holy wars“ taten zu diesem Gedanken ihr Übriges und manifestierten bei mir das abschließende Fazit, gerade eines der besten Konzerte der letzten Monate gesehen zu haben. Megadeth? Jederzeit und überall wieder. Danke für diesen großartigen Abend.

Hangar 18
The threat is real
Tornado of souls
Wake up dead
In my darkest hour
She-Wolf
Post american world
Sweating bullets
Poisonous shadows
Trust
Dystopia
Dawn patrol
Poison was the cure
Fatal illusion
Symphony of destruction
Peace sells
Holy wars…The punishment due

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