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DEADWOOD – Rituals of a Dying Light (EP) (2026)

(10.022) Phillip (7,5/10) Deathcore


Label: Innerstrength Records
VÖ: 09.01.2026
Stil: Deathcore






Der Pressetext spuckt ja mal enorm große Töne! Dunkle Texte, gepaart mit einer einzigartigen Mischung aus Death Metal und Hardcore sollen Furcht und Schrecken beschwören. Das hier soll nur was für die harten Metalheads sein, die auf rohe Gewalt und pure Brutalität stehen. Kinnings, entspannt euch, ihr spielt Deathcore, ihr erfindet das Rad der Gewaltmusik nicht neu. Ihr helft ihm allerdings wieder ein wenig zurück in die Spur, denn das Motto von Deadwood lautet „Make Deathcore Angry Again!“ und das gelingt diesem Vierer aus dem franko-kanadischen Montréal im Gleisbett von Granden wie Despised Icon überraschend gut!

Denn offensichtlich ist nicht nur mir aufgefallen, dass der Deathcore der letzten Jahre zunehmend so produziert wurde, dass er möglichst effektstark bei Instagram zur Geltung kommt - ich schaue euch an Slaughter to Prevail. Mit ehrlicher Wut oder Angepisstheit, gar Raserei hat das nichts mehr am Hut. Ab Tales of Massacre geht’s auch direkt mit Volldampf voraus. Trotz der genretypischen Knüppelproduktion kratzt der Sound angenehm organisch am Gehör, was aktuellen Deathcore-Gewohnheiten deutlich widerstrebt. Gut so! Denn amtliche Dresche gibt’s trotzdem und auch der feine Groove zwischendurch findet seinen Platz.

Heretic krallt sich folgend mit eingängigem Refrain fest und selbstredend agieren Deadwood auch hier mit ordentlich Druck auf dem Kessel. Auch ein paar Elektronika-Versatzstücke werden hier als Ergänzung addiert, was für zusätzliche Atmosphäre vor dem unvermeidlichen Breakdown sorgt. Doch horch, auch ein Solo bekommt der Song spendiert! Mit Thirst for Blood böllern Deadwood auch direkt weiter und überraschen mit einem sehr melodischen Chorus der ganz hervorragend die sehr stumpfe Strophe konterpunktiert. Auch hier kommen Soli zum Einsatz und die Band unterstreicht somit ihren Anspruch auf Eigenständigkeit.

Ganz ohne das Cringe-Territorium zu befahren schaffen es Deadwood dann aber doch nicht, der vorletzte Song Whispers of Death ist lyrisch hier zu Hause während musikalisch etwas Fahrt herausgenommen wird. Echoes of the Fallen bildet dann den atmosphärischen Abschluss und die Kanadier nutzen die Chance um ein wenig Straßenkredibilität im Metalpublikum einzusammeln. Starke Soli und extrem präsente Gitarren bilden hier das Zentrum des Songs in dem Sänger Martin Demontigny mal nicht viel zu tun hat. Dieser wiederum ist bei Erscheinen dieser EP bereits nicht mehr Sänger von Deadwood, sein Posten wurde von Derek Heynekemp übernommen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, denn technisch ist die Mikrofonleistung dieser EP auf dem aktuellen Standart. Der „Neuling“ wird dabei wohl kaum schlechter sein, denn so wie auch der Rest der Band verfügen alle Mitglieder über einen reichhaltigen Schatz an Band-Erfahrungen und sind beileibe keine Neulinge mehr.

Das ist durchaus zu hören, denn wild und ungestüm ist hier garnichts. Das war auch nicht das erklärte Ziel, denn wütend wollten sie klingen und bei drei von fünf Songs kommt das wirklich abwechslungsreich zur Geltung. Lediglich die Nummer Vier in der Tracklist fällt für mich deutlich ab, während die Nummer Fünf mit feinstem Shredding gewinnt. Wer also Bock auf Deathcore abseits der komplett ausgelatschten aktuellen Trend-Pfade hat, MUSS sich das hier zwingend geben, für alle anderen gibt es eine mehr als solide, kurzweilige Gewalteruption, die durchaus Interesse weckt.

Anspieltipps:
Heretic
🔪 Thirst for Blood


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

1. Tales of Massacre
2. Heretic
3. Thirst for Blood
4. Whispers of Death
5. Echoes of the Fallen



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