CD-Reviews N-P

PARANORM – Empyrean (2021)

(6.835) Maik (8,8/10) Thrash Metal


Label: Redefining Darkness
VÖ: 26.02.2021
Stil: Thrash Metal

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Aus Schweden, genauer gesagt aus Stolper-City (Uppsala), kommen PARANORM, die sich dem technisch/progressivem Thrash widmen. Dabei ist das Technische recht angenehm dosiert, ergeht sich also nicht in Frickelorgien a la MEKONG DELTA oder MIDAS TOUCH, sondern packt das Ganze in songdienliche, treibende Bahnen. Schon der Opener „Critical Mass“ zeigt die Fahrtrichtung an. Hartes, treibendes Riffing, welches teilweise an Melo-Death erinnert, geile Soli, die nicht in Gitarrengötterdämmerung ausarten, und ein Gesang, der teils schon schwarzmetallische Qualitäten aufweist. Beim darauffolgenden „The Immortal Generation“ kommen dann noch mehr melodische Elemente zum Tragen, dennoch wird auch hier auf treibenden Sound gesetzt, allerdings kommen hier nun mehr progressive Versatzstücke hinzu, und die Gitarrensoli haben teilweise etwas von klassischer Musik. Das ergibt einen schönen Kontrast zum Riffing.

Das mit über neuneinhalb Minuten längste Stück, „Edge Of Horizon“, beginnt mit an spanische Akustikgitarren erinnernde Klänge, welche dann zuerst in eine getragene Stromgitarrenmelodie mündet. Doch schon nach ein paar Takten grätscht die Riffgitarre hinein, und zieht den Song in die schon bekannte melodisch-technische Thrash-Richtung. Trotz der Überlänge wirkt der Song aber keineswegs langweilig, da genügend passiert, ohne dass es überladen erscheint. Natürlich kommt hier der progressive Einschlag etwas stärker zum Tragen. Genau wie beim Titelsong, der auch kurz vor der 9-Minuten-Marke einparkt.

Das Einzige, was mir mittlerweile auffällt, ist die Tatsache, dass der Black-Metal-affine Gesang auf Dauer etwas eindimensional wirkt. Das könnte natürlich ein wenig an der Produktion liegen, aber irgendwie gehen die gleichförmigen Vocals neben der exzellenten Gitarrenarbeit etwas unter. Das hat dann leider etwas den Effekt, dass die Songs teilweise recht lange brauchen, um sich im Kopf festzusetzen.

Das ist natürlich jetzt Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt setzen sich PARANORM doch angenehm ab, und obwohl Elemente des Melodic Death Metal und – durch den Gesang- Black Metal gewissen Standards folgen, ist die Mischung aus treibendem Sound und hoher technischer Raffinesse doch recht reizvoll. Man kann hier gut drauf abgehen, man kann aber auch entspannt zuhören, und fasziniert den Gitarrenläufen folgen. Trotz aller Nörgelei meinerseits kann ich also der Band bescheinigen, dass sie ein recht gutes Thrash- Album auf die Massen losgelassen haben, welches nicht nur technikaffinen Hörern ganz gut reinlaufen sollte.

Anspieltipp: „Critical Mass“ und „Empyrean“


Bewertung: 8,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Critical Mass
02. The Immortal Generaition
03. Edge Of Horizon
04. Intelligence Explosion
05. Cannibal
06. Empyrean
07. Lost Cause
08. Desolate Worlds (Distant Dimension)




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