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WOLF - Shadowland (2022)

(7.734) Olaf (9,5/10) Heavy Metal


Label: Century Media
VÖ: 01.04.2022
Stil: Heavy Metal

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Ja, ich mag Schweden immer noch, trotz meines verheerenden Kampfes mit dem Kleiderschrank eines Möbelhauses aus eben jenem Land, dem damit verbundenen Verlust von 1.235.241 Nervenzellen, blutenden Wunden und einer dadurch auf der Kippe stehenden Beziehung. Doch meine persönlichen Befindlichkeiten sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei den skandinavischen Kollegen feinstes Eisenerz geschürft wird und immer wieder formidable Heavy Metal Scheiben über die Ostsee zu uns herüberschwappen.

Ja, Wolf gehören eindeutig zu der Kategorie der besten Bands aus Sverige und betören mich schon seit mehreren Jahren mit ihrem herrlich harten Metalsound, der trotz seiner simplen Spielweise immer eine Faszination und Begeisterung bei mir auslöst. So auch Pladde Nummer Neun namens „Shadowland“, auf der das Quartett aus Örebro einmal mehr alle Register zieht und eine Scheibe rausgehauen hat, die absolut großartig aus den Boxen ballert und dem geneigten Fan gitarrenorientierter Unterhaltungsmusik bestes Entertainment bietet.

Fette Riffs, eine bärenstarke, herrlich basslastige Produktion, auf der Pontus Egberg seine vier Därme so richtig in Schwingung bringt und allen voran das einzig verbliebene Ur-Mitglied Niklas Stalvind, der für mich mit dieser gesanglichen Leistung an der Pforte des Pantheons der besten Metal Sänger im Genre klopft und um Einlass bittet, die ich ihm persönlich sofort gewähren würde. Die Texte und was er mit seinem herrlich wiedererkennbaren Organ daraus macht, ist eine Blaupause dafür, wie moderne und treibender Heavy Metal zu klingen hat. Keine Wiederrede, Schluss, aus, basta!

Ohrwurm Refrains von Anfang bis Ende, allen voran beim über allem thronende „The Ill-Fated Mr.Mordrake“ und Songs, die einfach sofort in die Nackenmuskulatur gehen, man die Fäuste erheben und einfach nur gepflegt abrocken will und vor allem muss, denn wer bei „Shadowland“ auch nur eine Minute stillsitzen bleibt, hat von Metal nicht den leisesten Hauch von Ahnung.

Wolf haben ihrer bislang bereits mehr als beeindruckenden Discographie mit „Shadowland“ die Krone aufgesetzt, was bei einem Bandbestehen von nunmehr 27 Jahren beweist, wie man sich Enthusiasmus und Spielfreude über fast drei Jahrzehnte bewahren und noch weiter perfektionieren kann. Für mich ist dieses Album das Beste der schwedischen Wölfe und schon jetzt ein sicherer Kandidat für die Jahresendabrechnung. Skol!


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Dust
02. Visions For The Blind
03. Rasputin
04. Exit Sign
05. Seek The Silence
06. Shadowland
07. The Ill-Fated Mr. Mordrake
08. The Time Machine
09. Evil Lies
10. Into The Black Hole
11. Trial By Fire (Bonus)



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