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WOLVES OF PERDITION – Ultra Violence (2024)

(8.700) Patrick (9,0/10) Black


Label: Folter Records
VÖ: 26.01.2024
Stil: Black Metal






Ich bin ein großer Fan von finnischem Black Metal. Die Finnen vermögen unheimlich kauzigen Black Metal mit fast schon hymnisch anmutenden und z.T. wahnsinnig melodischen Gitarren zu vermischen und so bleibt das Gehörte oftmals unmissverständlich und auf lange Zeit im Gehörgang hängen. Da WOLVES OF PERDITION aus dem Land der tausend Seen kommen, freute ich mich ungemein auf das nun folgende Gewitter aus schwarzmelodischen Tonfolgen und wurde bereits kurz nach dem Intro eines Besseren belehrt.

Irre intensiv, absolut brachial, einem nicht enden wollendem Trommelfeuer gleichend, fuhr mir der erste Song „Forest Of The Impaled“ direkt in die Kauleiste. Leicht benommen und von dem Gefühl begleitet, gerade eine riesige Tracht Prügel eingesteckt zu haben realisierte ich zwei Dinge: Der Albumtitel „Ultra Violence“ ist definitv keine Übertreibung und anstatt den finnischen Kauz zu mimen, ergehen sich die 4 Satansbraten ganz tief im Black Metal der schwedischen Schule.

Im Fahrwasser solch kompromissloser, altgedienter und z.T. bereits verblasster Kollegen wie TRIUMPHATOR, THY PRIMORDIAL oder auch Mittneunziger MARDUK, metzeln sich die Jungs hier mit einer derart beispiellosen Brutalität durch gut 32 Minuten schwarzen Stahls und hinterlassen mit diesem abartig intensiven Wutbatzen ein verdammt eindrucksvolles Schachtfeld. Im Gegensatz zu den genannten Bands, liegt der Fokus bei WOLVES OF PERDITION aber ein klein wenig mehr auf Abwechslung, was sich in den immer wieder perfekt eingestreuten Tempowechseln und den gnadenlos in die Magengrube pumpenden Doublebasspassagen hervorragend bemerkbar macht.

Überhaupt wissen die Jungs ganz genau, zu welchem Zeitpunkt es sich lohnt, den Hörer nicht zu sehr zu strapazieren und den Fuss mal etwas vom Gas zu nehmen. Dabei entstehen bei all der gewaltigen und ständig vorherrschenden Grundhärte sogar richtige Hymnen, was sich zusätzlich noch in der schwer melodischen Gitarrenarbeit äußert. Als Beispiel seien hier der 5. Song „Rain Of Blood Ashes“ oder das folgende und irre nach vorn treibende „The Funeral Hymn“ genannt.

Der Sound kommt dicht und klar, furchtbar direkt und schneidend kalt so richtig derb in die Fresse und so macht „Ultra Violence“ auch in diesem Bereich absolut keine Gefangenen. Das Schlagzeug mag evtl. etwas überproduziert sein, aber das ist meckern auf hohem Niveau und fällt dementsprechend nicht wirklich ins Gewicht.

Abschließend bleibt mir nur anerkennend zu attestieren, dass die schwedischen Finnen mit diesem Album einen richtigen Leckerbissen zusammengebastelt haben. Das Jahr ist noch jung und schon glänzt das Genre der schwarzen Gitarrenmusik mit einem kleinen Highlight. Fans der genannten Kapellen, bzw. des kompromisslosen Schweden Back Metal können hier bedenkenlos zugreifen! Absolute Kaufempfehlung!

Ich warte derweil noch auf das Vinyl, welches hoffentlich noch nachgeschoben wird!

Anspieltipps: “Forest Of The Impaled” und “The Funeral Hymn”


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

  1. Must Kill Them All (Intro)
  2. Forest Of The Impaled
  3. Death Machine
  4. The Worst Of Us
  5. Rain Of Blood And Ashes
  6. The Funeral Hymn
  7. Tuomio


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