Jedes Jahr Ende Juni befindet sich die Berliner Szene in Aufruhr und fast jeder, der den richtig harten Klängen zugetan ist, pilgert in das nördlich von Berlin gelegene Protzen bei Fehrbellin, wo sich Mario Grimmer und seine Crew jedes Jahr auf Neue ein Bein (oder sogar mehrere) ausreißen, um auf dem Protzen Open Air den zahlreichen Gästen und auch den Bands ein warmes Gefühl des Willkommen-Seins zu bescheren. Das liebevoll abgekürzte POA ist mittlerweile zu einem Pflichttermin im alljährlichen Festivalkalender geworden und hat sich aus der Nische der Geheimtips spätestens 2011 befreit. 2017 steht nunmehr die 20.Jubiläumsausgabe an…Grund genug in unserer Backstage Serie den Chef mal zu Wort kommen zu lassen…

Mario, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst, um uns einen kleinen Blick aus Deiner Sicht zu gewähren. Mit welchem Album wurde Deine Leidenschaft für den Heavy Metal geweckt?

Soweit ich mich erinnern kann müsste das im Jahr 1986 gewesen sein (AC/DC: You Shook Me All Night Long). Ab dann war die Gier nach Mehr geweckt. Es ging weiter mit Accept, Sodom, Kreator ect.

Welches Konzert hast Du als erstes besucht und welche Erinnerungen hast Du daran noch?

Mein erstes Konzert ach je …. das war dann erst Anfang 90 … in Berlin Death, Obituary, Benediction

Wann stand für Dich fest, dass Du selbst mit Musik arbeiten willst und wie waren da Deine ersten Schritte?
Musik hat für mich einen großen Stellenwert und wer in dieser Szene ist hat immer irgendwas mit Musik zu tun? Die einen in einer Band die anderen so wie Ihr als Schreiberlinge andere machen Konzerte. Ich hatte nie das Ziel unbedingt mit Musik zu arbeiten ich bin über Umwege dazu gekommen.

Wir machen das POA ja nicht von Anfang an: die ersten 5 Jahre waren die Veranstalter andere, wobei uns einer heute noch unterstützt und jedes Jahr hilft. Als nach dem 5. Festival gesagt wurde die Veranstalter hören auf, wurde das Festival von 2003 bis 2009 vom Dead Land e.V. finanziert und ich habe dort das Booking übernommen. Im Jahr 2009 konnte der Verein das Festival aus zeitlichen Gründen nicht mehr organisieren. Wir wollten trotzdem weitermachen und haben eine Crew gefunden mit der man das Schaffen kann (alles schaffen kann!). Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist den Nerv der Leute zu treffen und wir zum vierten Mal ausverkauft sind, davon zweimal in einem Jahr (2016).

Du bist ja selber eifriger Konzertgänger und Festivalbesucher. Gehst Du dorthin um zu sehen, was Du selber besser machen könntest, oder einfach nur aus Spaß an der Freude?

Von beidem etwas, Spaß steht da im Fokus.

Mario, das Protzen war dieses Jahr in Rekordzeit ausverkauft. Ich kann mir vorstellen, dass es einerseits positiv für dich ist, eine Planungssicherheit zu haben, andererseits jedoch vielleicht etwas traurig, da Viele dann gar nicht kommen können, oder?

Das war schon der Knaller und ich konnte es am Anfang nicht recht glauben. Krass!!! Wir hatten Banner aufgehangen und im Netz stand wann der VVK beginnt. Im letzten Jahr wurde der VVK auch im September gestartet und es hat 5-6 Monate gedauert bis alle Tickets weg waren. Mit dem Ansturm in diesem Jahr konnte keiner rechnen! Uns tut es natürlich auch sehr leid, dass Einige kein Ticket mehr bekommen haben, aber ändern können wir daran leider nichts! Sorry!

Dieses Jahr die 20.Ausgabe. hast Du jemals damit gerechnet, diese Zahl zu erreichen? Macht Dich das stolz?

20. Jahre ist schon eine Hausnummer finde ich. Stolz macht es glaub ich jeden, der da sein Herzblut hineingesteckt hat.

Was kann der Besucher bei der kommenden Jubiläumsparty erwarten?
Wir haben uns für die Jubiläumsausgabe (also nur für 2017) schon einiges einfallen lassen und freuen uns schon riesig darauf:

1.
Haben wir ein mehr als würdiges Jubiläums-Line-Up

2.
Werden wir bereits am Donnerstag im Paryzelt zum „Thursday Night Fever“ mit Live Musik starten

3. Freitag und Samstag wird es eine zweite Bühne im Partyzelt geben. Dort sind dann 4-5 Bands täglich geplant

Alle, die einmal in Protzen waren, kommen wieder und es wird viel von einem Kultfestival gesprochen. Was meinst Du macht den Reiz des POA aus?

Wir geben auch immer alles damit die Besucher und auch die Bands zufrieden sind und versuchen Tipps und Anregungen soweit wie möglich umzusetzen. Ich denke das wird von der Community gespürt, gesehen und schlussendlich eben auch gewürdigt. Dass viele positive Feedback und natürlich die Ticketverkäufe der letzten Jahre machen uns wahnsinnig stolz!

Gibt es etwas, was Du selber an Eurem Festival verändern würdest oder was Dich stört?

Wir haben weiterhin ein offenes Ohr für unsere Besucher und Bands und versuchen uns jedes Jahr ein bisschen zu verbessern.

Wie ist denn die Resonanz innerhalb der Bevölkerung? Ich kann mir doch gut vorstellen, dass es da in der Vergangenheit doch gewisse Reibungen gegeben hat, oder?

Viele Protzener unterstützen uns auch tatkräftig vor, während und nach dem Festival. So kommt es vielleicht auch, dass es kein „ihr“ und „wir“ gibt und somit Konflikte, sondern dass sich das Dorf mit dem Protzen Open Air identifiziert.

Wenn Du die freie Auswahl hättest, Dir eine Band aufs Protzen zu holen, welche wäre das?

Eine ist schwer, dafür gibt es so viel gute Bands.

Wenn Du einen Wunsch frei hättest in Bezug auf das POA, welcher wäre das?

Das alle Besucher und Bands das Festival genießen können und wir weiterhin so große Resonanz haben, so dass wir das Protzen Open Air noch mindestens weitere 20 Jahre veranstalten dürfen.

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