DIE ABENTEUER DES HERRN M.

Summerbreeze 2016 vom 17. bis 20.08.2016 @ Dinkelsbühl

Mittwoch   Donnerstag   Freitag   Samstag
08.15 Uhr – raus aus den Federn, denn ich war um 09.00 Uhr mit meinen Homies von Toxpack verabredet. Die Ost/Berliner – Streetcore – Legende stand schon zum Soundcheck bereit. Etwas Smalltalk hier und ein Interview für den Bayrischen Rundfunk da, schon ging es pünktlich um 11.00 Uhr auf der Main Stage los. Toxpack eröffneten offiziell das Festival. Und dafür hatten sich schon reichlich Gäste aus dem Bett gequält um den Jungs zu huldigen. Für den doch recht zeitigen Start versammelte sich eine beachtliche Meute vor der Bühne um lauthals die Hymnen der Band in den strahlenden Himmel zu grölen. Die Sonne knallte gewaltig, was aber den Fünfer unbeeindruckt ließ. Souverän gab es eine ¾ Stunde lang ein Best of - Querschnitt Band. Sie haben ja durchaus genug Material um locker ein zwei bis drei Stunden - Set zu füllen Einen neuen Song vom kommenden Album gab es zwar leider noch nicht zu hören, aber wer die Jungs kennt, weiß, da kommt 2017 wieder ne deftige Tonwalze auf uns zu. Ein würdiger Opener fürs Summer Breeze und eine grandiose Show für Band und Fans. Viel Zeit zum Schwatzen und anstoßen blieb mir leider nicht, denn Heart Of A Coward standen als nächstes auf meinem Speiseplan.
Um 13.00 Uhr war es schon beachtlich voll im Zelt der T – Stage. HOAC zählen seit geraumer Zeit zu einer der tour freudigsten Bands und können sich daher einer, immer mehr wachsenden, Fanschar gewiss sein. Kein Wunder, sind sie seit Jahren in aller Munde und liefern eine großartige Platte nach der anderen ab. Das sie zu meinen Favres gehören, dürfte auch unlängst durchgesickert sein. Die Notenverdreher starteten gnadenlos mit ihrem Djent / Death / Metalcore und bliesen einen wahren Orkan ins Zelt. Trotz aller Verspieltheit bleibt immer genug Platz für wahre Groovemonster, welche im Pit jeder Zeit wie eine Bombe einschlagen. Im Focus stand natürlich ihr aktuelles Album „ Delevirance“, welches ja fast nur Hits beinhaltet. Die Anwesenden sahen dies ähnlich, drehten komplett durch und ich glotzte nur doof von der Seite, genoss die Engländer, das Treiben und freute mich wie ein kleiner Junge über ein Lolli.
Anschließend eilte ich erstmal ins Cateringzelt, um mich für weitere Heldentaten zu stärken. Um 15.15 Uhr luden ja auch schon die Hardcorebratzen Deez Nuts auf der Pain Stage zum Tanze. Gewohnt lässig und immer ein wenig Asis polterte Sänger JJ Peters über die Bretter und maß jeden Meter. Seine Sidekicks gaben sich ebenfalls rechtlich Mühe. Die brütende Hitze schien den Jungs nicht viel auszumachen, lebt man schließlich tagtäglich mit ähnlichen Temperaturen. Der prollige Rapcore schien den Leuten zu gefallen und feierte daher die Australier gut ab. Die 50 Minuten Spielzeit vergingen wie im Fluge. Ich genehmigte mir nach dieser musikalischen Backpfeife erstmal mit meinen Freunden von Toxpack einige alkoholische Antihitzegetränke und suchte mit mit jenen ein schattiges Plätzchen im chilligen Backstage – Bereich. Zeitgleich mit Deez Nuts wüteten ja Iron Reagan auf der T – Stage, somit gebe ich ab zu Kollegen Marky, der zu diesem Ereignis mehr zu berichten vermark. [ms]
Nachdem wegen Verdacht auf Thrombose das Festival für Hearn am Morgen des Donnerstag abrupt zu Ende ging, begann wegen diesem Szenario und meinem leichten Schlafdefizit, für mich der Tag später, viel später. Erst zu Iron Reagan konnte ich mich aufraffen und mich ins Zelt schleppen. Was mich zunächst völlig nervte war der Umstand, dass fast zur selben Zeit Deez Nuts auf der Pain-Stage spielten. Für mich unverständlich, dass man genreähnliche Bands zur selben Zeit spielen lässt. Wohl der Fluch von mehreren Bühnen auf großen Festivals! Vielleicht waren auch deshalb recht wenige Zuschauer im Zelt, die sich hauptsächlich nur vor dem ersten Wellenbrecher verteilten. Was ich zu sehen und zu hören bekam, war originaler Hardcore-Thrash Metal der besten Sorte. Auch der Sound war heute besser und so ließ es sich hervorragend zu Smashern wie „Tyranny of will“ oder „Miserable failure“ bangen und abmoshen. Tony Forestas kündigte meist drei bis vier Songs am Stück an und zwischendrin gab es auch noch ein Cannibal Corpse - Cover mit Namen „A skull full of maggots“. Definitiv eine kurzweilige Angelegenheit, die viel Spaß machte und die mich zur nachmittäglichen Zeit endlich wachrüttelte.

Denn im direkten Anschuss gab es die Bay Area Thrash - Könige von Exodus zu bewundern. Mit einem definitiv amtlichen und fetten Sound ausgestattet, enterten der Wiederkehrer Steve „Zetro“ Souza und seine Mannen die Main Stage. Nach den ersten paar Songs wusste ich nicht so recht, warum der Funke bei mir nicht richtig überspringen wollte. Lag es an der zu großen Bühne, einer ansonsten, in kleineren Venues spielenden Band, oder einfach am direkten Vergleich zu Iron Reagan zuvor, die wesentlich agiler und bewegungsfreudiger die Bühne ausfüllten. Aber vielleicht fehlte mir auch einfach Gary Holt´s Gebange und Gethrashe. Nichts gegen die spielerische Klasse von Lee Altus und Kragen Lum, ihr Aktionsradius ließ aber ein wenig zu wünschen übrig. Nichtsdestotrotz erfreuten auch mich so Thrash Metal - Klassiker der Marke „A lesson in Violence“ oder „The toxic waltz“. Es fühlte und hörte sich gut an, das Zetro wieder in der Band zurück ist, wenngleich ich Hassbratzen Rob Dukes auch nicht so schlecht bei Exodus fand!

Was nun aber folgte, verschlug mir regelrecht die Stimme...! Auf Platte schon sehr geil, was Insanity Alert aber live auf der Camel Stage boten, spottet jeglicher Beschreibung. Die Wahl-Innsbrucker um Sänger Heavy Kevy zelebrierten ein Thrash Metal - Feuerwerk sondergleichen. Geile schnelle Thrash-Riffs trafen auf den kranken Schreigesang von Mr. Kevy, der stilecht in einer Zwangsjacke über die Bühne turnte. Seine drei Mitstreiter standen ihm, in Sachen Bühnenaktion, in nichts nach. Die komplette Show über gab es ständig irgendwelche Gimmicks zu sehen. Entweder sprang Mr. Kevy mit Spiral-Augen umher, die ihm aus dem Kopf fielen, oder er hatte riesige Krabbenhände an. Immer stimmig zu den jeweiligen Songtiteln. Dazwischen gab es immer wieder mal diverse Schilder mit Anweisungen wie „Mosh“ oder zuletzt mit „Run to the pit“ und umgedreht „Mosh for your life“, was eine Thrash Metal - Interpretation von Iron Maiden´s „Run to the hills“ ist. Was für ein geiler Song! Die zahlreich anwesenden Metalheads standen Kopf und bangten was das Zeug hielt. Zu guter Letzt gab es sogar noch eine Thrash Metal - Polonaise durch die Menge, zu der Insanity Alert aufforderten. Wie geil ist das denn?! Schon lange nicht mehr so eine aktive und äußerst unterhaltsame Band gesehen. Thumbs up!!!

Danach war erst mal Schicht im Schacht und es ging erst gegen Abend mit Airbourne auf der Main-Stage weiter. Was für heiße Scheiße waren Airbourne noch vor ein paar Jahren, die ohne Wenn und Aber den Staub von Angus Youngs Antlitz pusteten. Heutzutage sind sie selber Megaseller und weit nicht mehr so wild auf der Bühne unterwegs wie noch zu Anfangstagen. Ihr locker flockiger Aussie Rock wusste trotzdem zu gefallen und lockerte die ansonsten schwermetallische Grundstimmung des Summer Breeze Festival gut auf. Zu „No way but the hard way“ oder „Running wild“ ließ es sich jedenfalls hervorragend abrocken.

Stick to your guns waren da im Zelt schon wieder eine andere Hausnummer. Den punkrockigen Hardcore aus Orange County/Kalifornien führte sich ein gut gefülltes Zelt zu Gemühte. Hier gab es wieder Circle Pits und Crowdsurfer zu bestaunen. Interessanterweise brachten Sie ihren Überhit „We still believe“ schon zur Mitte ihres Sets. Dies trieb die Stimmung umso früher in die Höhe und so konnte Stick to your guns definitiv einen überzeugenden Gig abliefern. [mr]
Eigentlich war ich die letzten Jahre von Fear Factory live immer etwas enttäuscht. Instrumental war alles auf hohem Niveau, nur Sänger Burton C. Bell lieferte bis dato eine, doch sehr bescheidene, Leistung ab. Der gerade einsetzende Wolkenbruch ließ mich eher zufällig auf die Pain Stage flüchten, um mir ein Dach über den Kopf zu gönnen. Daher zog ich mir die Show der Angstfabrik voll rein. Und siehe da, es geht doch. Burton war bei bester Stimme und schaffte sogar die komplizierten, hohen Tonlagen. Und das alles ohne zu eiern oder peinlich zu wirken. Dadurch gewannen die Techmetaller wieder einige Sympathiepunkte bei mir und es machte richtig Spaß der Band auch mal live seine Aufwartung zu machen und die Songs so zu genießen wie sie eigentlich auch sein sollten. Dies sahen die anwesenden Fans ebenso und huldigen die Kalifornier, trotz strömenden Regens. Anschließend trieb ich mich noch auf der Mainstage rum, fummelte ein wenig am Sabbaton - Holzpanzerpodest rum und wurde letztendlich von der Bühne gejagt. Da ich keinen Bock auf die Sandkasten - Kriegsspielplatz - Show der Schweden hatte, zog ich es vor mich in den Backstagebereich zu verziehen, mit den Toxpackern den Abend würdig zu feiern und im V.I.P. - Partyzelt nochmal richtig steil zu gehen. Gegen Vier wurden wir dann vertrieben und es ging nebst Schwips direkt in Bett. Ich glaube meinem Kollegen Marky ging es da ähnlich. [ms]
Wenn sich schon mal die Chance bot Sabaton für fast umsonst zu sehen (gemessen an der Aufteilung der Ticketkosten zu den vielen Bands auf dem Summer Breeze Festival) nahm ich diese Chance gerne war. Bei den aktuell politischen Entwicklungen und den, steht´s mit Gewalt angereicherten, Nachrichten, wundert es mich nicht, dass die Massen auf so eine martialische Show wie der von Sabaton abgehen. Andere Kritiker halten die Stimme von Bandkopf Joakim Brodén nicht für die beste. Allen Kritiken zum Trotz, war das Infield vor der Main Stage bis weit nach hinten gefüllt. Die Massen fraßen Joakim wieder regelrecht aus der Hand, bzw. schrien Sie in jeder Pause ihre stupiden „Noch ein Bier“ Rufe. Glücklicherweise besingen Sabaton nicht nur die Schandtagen des Dritten Reichs, sondern auch andern sogenannte Heldentaten…?! Summa summarum not my cup of tea! Für einen Patrioten wie mich, war nach ein paar Songs jedenfalls Schluss und ich zog es vor, mir ein paar „flüssige“ Downer im Backstagebereich zu Gemüte zu führen. Endlich mal gab es dort auch einen vernünftigen DJ, der für mächtige Laune sorgte. Es gab Metal Klassiker en masse und so manches Schalengetränk fand nicht den Weg in den Hals, sondern flog durch wildes Getrommel vom Tisch und sorgte so für so manch feuchte Hose. Schuld daran war natürlich auch Dö´s 40sten, den es nun ordentlich zu begießen galt. Was für eine geile Nacht! [mr]
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DIE ZEPHYR'S ODEM CREW

Marky [mr] | Schrod [ms]

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