Ich konnte mir damals beim besten Willen nicht vorstellen, dass da irgendwann Irgendetwas noch gehen würde

Paradox = Definition: ein scheinbar oder tatsächlich unauflösbarer Widerspruch. Passt bedingt wenn man bedenkt, wie konträr sich die Laufbahn des Charly Steinhauer zu den anderen Großen des Thrashs entwickelt hat. Killeralben zuhauf, Auflösungen, Reunions, Krankheiten und teilweise eine schier unfassbare Zeitspanne zwischen den jeweiligen Alben, die nicht gerade förderlich für die Karriere des begnadeten Metalfans waren und somit der Anschluss an Bands wie Kreator, Destructionoder Sodom schlicht und ergreifend verpasst wurde.

Und das trotz exorbitant guter bis genialer Mucke, die von Vielen anerkannt, akzeptiert und abgefeiert wurde. Doch nun, exakt 25 Jahre nach dem Debütalbum scheinen Paradoxmit dem Anwärter auf das Album des Jahres namens „Tales of the weird“ dort angekommen zu sein wo sie hingehören: Im Pantheon des anspruchsvollen Thrashmetals…obwohl sich Master Steinhauer mit seinen Mannen doch eher als Heavy Metal Band sieht, wie er im nachfolgenden Gespräch verrät, welches aufgrund einer etwas längeren Bekanntschaft, die sich mittlerweile zur Freundschaft entwickelt hat, auf einem sehr entspannten Level vonstattenging.
Charly, wir beginnen das Interview einfach mal mit einem Schritt zurück in der Zeit. 1987 „Product of imagination“. Ein Album, mit dem Ihr als deutsche Antwort auf Metallica abgefeiert wurdet. Welche Erinnerungen hast Du noch an diese fantastische Scheibe? Von Deiner Killerfrisur damals ganz abgesehen…

Vier Songs von dem Album standen ja bereits 1985, als die Band noch Warheadhieß und zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch gar nicht erahnen, wie weit wir überhaupt mit unserer Musik sind. Unser ehemaliger Manager hat dann eine Livekassette von uns im Proberaum aufgenommen, auf der noch gar keine Texte vorhanden waren und ich einfach irgendein Fantasie Zeug da reingebrabbelt habe, hat das Teil an den Rock Hard und den Metal Hammer geschickt und einen Monat später waren wir mit dem „Besten deutschen Demo seit geraumer Zeit“ plötzlich bekannt. Über Nacht riefen dann Roadrunner, Teldec und andere an und wollten uns unbedingt unter Vertrag nehmen. Am fixesten waren dann Roadrunner, bei denen wir für einen (!!!) Song unterschrieben, der dann auf dem „Teutonic metal invasion Part 1“ Sampler erschien. Das war „Pray to the gods of wrath“ und gleich danach gingen wir ins Studio, um das komplette Album aufzunehmen.
Dann kam allerdings kurz vorher ein besseres Angebot, welches wir unbedingt annehmen wollten und uns schlicht weigerte, mit den Aufnahmen zu beginnen, doch da wir einen Vorvertrag unterschrieben hatten, kamen wir aus der Nummer nicht mehr heraus. Im Endeffekt war es dann doch gut, denn Roadrunner war einfach zu der Zeit DAS Metal Label Nummer 1. Kalle Trapp hat da auch alles rausgeholt, wir haben die Scheibe ja live eingespielt und somit wurden wir nicht nur Platte des Monats im Rock Hard, sondern auch Gewinner des Jahrespolls als bester Newcomer. Das ging alles so verflucht schnell, dass wir das gar nicht gerafft haben.

1989 die logische Weiterentwicklung namens „Heresy“. Ein Album, welches weitaus vielschichtiger war, als das Debüt und auch hier gab es euphorische Kritiken…

Das war Wahnsinn vor allem wenn man bedenkt, dass sich das Album mittlerweile zum echten Klassiker gemausert hat und was für Reviews wir dafür aus aller Herren Länder bekamen. Doch mit diesem Album kam dann auch der erste Split, als unser Basser Roland Stahl einen Job bekam und somit die Band verlassen musste und da er als Bindeglied innerhalb der Band immer bei Meinungsverschiedenheiten geschlichtet hatte, war die Lücke der er hinterließ sehr groß.
Markus Spyth, der Gitarrist, verlor dann seine Motivation und somit hatten wie quasi eine „Stand-alone“ Veröffentlichung, die wir hätten mordsmäßig hätten betouren müssen, was allerdings aufgrund der geschilderten Situation niemals zustande kam. Die „Collison course“ war zu diesem Zeitpunkt schon relativ weit fortgeschritten, als sich Roadrunner dann im Zuge der einsetzenden Grungewelle 1991 dazu entschloss, die Option auf ein drittes Album nicht zu ziehen und nur noch Grunge Bands unter Vertrag nahmen. Axel Blaha hat dann sein Schlagzeug verkauft und ganz aufgehört und ich stand plötzlich alleine da.

Also 1991 das Ende...

Definitiv und ich konnte mir damals beim besten Willen nicht vorstellen, dass das irgendwann Irgendetwas noch gehen würde und aufgrund meiner damals noch jugendlichen Naivität habe ich alles stehen und liegen lassen…bis 1998
Andy Siry bei mir nachfragte, ob ich nicht für einen Sampler noch irgendein altes Stück hätte, was ich ihm dann schickte. Daraufhin fragte er, ob da noch mehr Material vorhanden wäre und ruckzuck…wollte er das ganze Album haben. Als ich dann 1998 beim Bang your head war traf ich die beiden Holzwart Brüder Olli und Alex, der mich nach dem Stand von Paradox fragte und ich ihm mitteilen musste, dass in dieser Richtung nichts mehr laufen würde. Doch dann kam auf einmal der Anruf auf diesen Song hin und die beiden wollten unbedingt mitmachen. Das war für mich ein absoluter Wahnsinn, denn Sieges even waren damals einfach eine meiner absoluten Lieblinge und somit hatte ich plötzlich zwei mehr als befähigte Mitmusiker. Fehlte nur noch ein Leadgitarrist und da entsann ich mich an Kai Pasemann, der zum Ende von Paradox ja bereits kurz mit in der Band war und auch er sagte sofort zu. Als diese Besetzung publik wurde, meldete sich Holger Hübner und so spielten wir in Wacken 1999 und sind danach dann 2000 direkt ins Studio geschickt worden…
Wo dann „Collision course“ endlich eingetütet wurde…

Richtig, allerdings hatte der Andy Siry uns mittlerweile zu Andy Allendörfer von AFM Records weitergegeben, der ebenfalls ein totaler Paradox Fan war und uns unbedingt haben wollte.

Ich dachte ja eigentlich, dass der Titel „Kollisionskurs“ aufgrund der extremen Zeitspannen zwischen den beiden Alben fast autobiografische Züge hatte…

Nee, nicht ganz, da ja das Grundgerüst bereits stand, doch wir haben natürlich die ganzen Stücke nochmal überarbeitet und aufgepeppt. Das hat natürlich etwas gedauert…Der Titeltrack stand bereits 1990.

Dann kam die nächste Zeitspanne von 2000 bis 2008…

Wir haben beim Bang your head gespielt, in Wacken…es lief, doch Olli Holzwart spielte ja auch noch bei Blind Guardian und Alex war bei Rhapsody und die waren halt mordsmäßig viel unterwegs. Daher konnten wir keine Tour machen oder Singleshows spielen und das obwohl wir beim BYH mit Slayer die Mainstage geteilt hatten. Irgendwie kam dadurch immer wieder die Vermutung auf, wir wären nur ein Projekt. Ich mache Alex und Oli absolut keinen Vorwurf, denn wir hatten eine super Zeit zusammen, doch logistisch hatte es einfach nicht mehr zusammen gepasst und ich wollte einfach eine Band, die zusammen probt und spielt. Bis 2002 hat sich das dann so hingezogen und dann bin ich krank geworden.
Diese Darmgeschichte hat mich Jahre gekostet, mehrere Notoperationen, Nähte sind im Bauch gerissen, es kam ein künstlicher Darmausgang dazu, der mich zu einem Schwerbeschädigten gemacht hat. Ich habe diesen Ausgang nach einem Jahr zwar zurückverlegen lassen, doch knapp zwei Jahre später hatte ich einen doppelten Bauchwandbruch und bei der Operation wurde mir ein Netz eingesetzt. Dennoch habe ich als großer Heavy Metal Fan immer wieder die Gitarre in die Hand genommen und versucht, in der Szene irgendwie präsent zu bleiben. Der Gedanke, Paradox als Band wieder zusammen zu bringen bestand dort immer, und 2006 hatte ich die geeigneten Mitstreiter mit Fabian Schwarz, Chris Weiß, die ja mittlerweile bei The new black spielen und Kai, der dabei blieb, zusammen, hab in Slowenien und beim Keep it true gespielt und 2007 hab ich dann den Roland Jahoda und Andy Keller kennengelernt…und das war’s dann wieder. Somit konnten wir proben und innerhalb von 16 Monaten „Electrify“ und „Riot squad“ einspielen.
AFM Records hatte mir, da ich der einzige war, der immer noch einen Vertrag mit ihnen hatte, immer die Treue gehalten, was ich ihnen bis heute hoch anrechne. Wir hatten bei „Electrify“ erstmals angefangen, mit Homerecording zu arbeiten, was den Sound aus der heutigen Sicht nicht ganz so optimal werden ließ. Dennoch haben wir erneut super Presse bekommen. Bei „Riot squad“ hatten wir dann wieder den fetten Sound, den ich mir immer vorgestellt hatte und für den wir erneut über den grünen Klee gelobt wurden. Doch der Mittelweg von Melodie und thrashiger Härte kam bei dem Album nicht ganz rüber…doch auf „Tales of the weird“ ist das jetzt exakt der Sound, der zu Paradox passt und den ich mir immer vorgestellt habe. Es ist die erste Platte, mit der ich zu hundert Prozent zufrieden bin und die ich mir nach den Aufnahmen, dem Mix und dem Mastering immer noch jeden Tag anhöre. Und wenn’s mir schlecht geht, höre ich das Album, beim dem mir immer wieder was Neues auffällt. Die Begeisterung herrscht in der gesamten Band vor und daher werden wir auf jeden Fall in dieser Besetzung weitermachen und den jetzt eingeschlagenen Weg konsequent fortführen. Ebenso mit V.Santura als Produzent und Daxx als Schreiber der Texte…

Da kommen wir ja noch zu…nicht soweit vorgreifen…Wir haben ja über Monate hinweg schon über das Album gesprochen und ich habe Deine Euphorie und Begeisterung gespürt. Die Reaktionen sind ja allerorten mehr als euphorisch. Späte Genugtuung oder einfach nur Freude?
Ganz ehrlich…nachdem die letzte Besetzung auseinander gegangen ist und der Kai mit seinem Job überlastet war und seinen Teil nicht mehr dazu beitragen konnte, dachte ich so bei mir: Ich habe 5 CDs gemacht, es reicht! Trotzdem sagte ich mir, dass wenn mir irgendwelche gute Ideen kommen, mache ich halt ein kleines bisschen weiter und alles was dann kommt, ist ein schöner Bonus. Daher kann ich die Frage ganz klar mit „Freude“ beantworten, denn das dieses Album so einschlägt, war nicht zu erwarten. Außerdem habe ich mit meinen neuen Mitmusikern zwei in den Reihen, die auch noch aus meiner Region kommen, ebenfalls Paradox Fans sind…etwas Besseres kann mir nicht passieren. Es ist die beste Besetzung überhaupt. Jeder will das Gleiche, wir verstehen uns blendend und es hat sich was entwickelt, was ich mir mehr hatte erträumen können. Allein was Christian hier für Soli abliefert...

Nu reicht’s…greif mir nicht noch weiter vor…

Hahaha…ok. Also es ist Freude pur und ein wahnsinniger Stolz, dass uns das noch einmal gelungen ist, so ein Album abzuliefern.

In Deiner Besetzung, findet sich seit Neuestem mit Christian Muenzner einer des besten Gitarristen im Metalsektor in Deinen Reihen. Sein Können stellte er ja bereits bei Obscura und Necrophagist mehr als unter Beweis. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Wir haben ja bei Mickey Wehner, dem Gründer der alten Vendettadie Schlagzeugaufnahmen mit Daniel Buld gemacht und während dieser Sessions kam bei Daniel der Gedanke an Christian, mit dem er schon einmal zusammen bei Hatredgespielt hat. Doch Daniel meinte nur: Das wird eh nix, der ist viel zu gut für uns, doch als wir ihn kontaktierten meinte er nur: Ey, ich hab mich doch vor 10 Jahren schon bei Euch beworben, als ihr einen dritten Livegitarristen gesucht habt und ich bin ein beinharter Paradox Fan und es wäre mir eine Ehre, bei Euch mitzuspielen. Ich fragte ihn nur, ob er lediglich die Soli einspielen oder gleich vollwertiges Mitglied werden wolle, was er sofort bejahte und auch etwaige Probleme mit Obscura wurden besprochen und sofort ausgeräumt. Auch für mich ist er einer der Besten, da gebe ich Dir hundertprozentig Recht. Er kann nicht nur frickeln, er hat auch die Melodie und das Gefühl in seinem Spiel. Er hat eine einzigartige Technik, einen nicht kopierbaren Stil und stolzer kann ich nicht sein, Christian in der Band zu haben.

Ende März steht ja ne große Obscura Rundreise an. Da gibt es keinerlei Probleme?

Absolut nicht, da unsere Verpflichtungen mit Paradox ebenfalls rechtzeitig geplant werden. Bei kurzfristigen Sachen sind wir schon etwas vorsichtiger, doch Christian und ich stimmen uns da hervorragend ab, so dass wir definitiv in diesem Punkt niemals in Bedrängnis kommen werden. Wir legen die Gigs auf jeden Fall so, dass sich nichts überschneidet. Er will unbedingt mit Paradox auf die Bühne und ist daher zu fast jedem Kompromiss bereit. Er hat mir gesagt, dass dies die Musik ist, die er immer spielen wollte. Natürlich spielt er auch gerne bei Obscura, ganz ohne Zweifel. Er macht auf mich einfach den Eindruck, dass er mit Leib und Seele Mitglied bei Paradox ist.
Was mir bei „Tales of the weird“ am besten gefällt ist der Abwechslungsreichstum. Hart, rifforientiert und dennoch entdeckt man immer wieder neue Facetten an den Songs. Die Zeit des schnörkellosen „Voll-in-die-Fresse“ Thrashs scheint bei Dir vorbei zu sein. Eine Folge des Alters?

Hahaha…nee, ich bin ja auch totaler Thrash Fan und höre mir die härtesten Sachen an. Die letzten beiden Kreatorwaren hammergeil…Den Paradox Stil hat eigentlich immer Melodie mit Härte verbunden ausgezeichnet und das ich eben ein Metal Fan bin, der nicht ausnahmslos auf Thrash limitiert bin. Ich liebe ebenso den ur-amerikanischen Powermetal, den NWOBHM, Bay Area Thrash und daher antworte ich immer auf die Frage nach unserer stilistischen Ausrichtung, dass wir eine Heavy Metal Band sind. Du findest bei uns alle möglichen Stile. Das Intro beim Titeltrack klingt beispielsweise nach Fates Warning, später kommen Overkill oder Iced earthnoch dazu. Es sind einfach unglaublich viele Facetten dabei, denn wenn ich komponiere, habe ich meist diverse Bands im Kopf und diesmal habe ich es am besten geschafft, eben diese Stile wunderbar miteinander zu verknüpfen.
Wie um alles in der Welt bist Du eigentlich auf die Idee gekommen, dass Album mit einem Neunminüter zu beginnen? Besteht da nicht die Gefahr, dass der Hörer bereits nach dem ersten Song abschaltet? Nicht jeder hört ja so aufmerksam zu wie ich beispielsweise…

(lacht) Ja, so ein bisschen Befürchtung hatte ich auch, doch in dem Song sind so viele Sachen drin, dass dir nach den neun Minuten es so vorkommt, als ob der Song lediglich vier oder fünf Minuten hätte und du dich fragst: Was? Der ist schon vorbei? Es ist permanente Spannung in dem Song…und außerdem haben wir ja auch kürzere Stücke auf dem Album, wenn’s einem nicht gefallen sollte, hahaha.

Ein Megahighlight des Albums stammt nicht aus Deiner Feder, sondern wurde vom genialen Duo Blackmore/Dio komponiert: „A light in the black“. Warum dieser Song? Und ich hoffe das Du Dir darüber im Klaren bist, dass Ronnie nach diesem Kunstschuss mit Wohlwollen auf Dich herabblickt

Es ist mir eine große Ehre, dass Du mir so etwas sagst. „Rainbow rising“ ist meine absolute Lieblingsscheibe mit Dio und diesen Song habe ich schon immer geliebt. Das Riff ist einfach geil und dieses ewig lange, vierminütige Solo…das ist Heavy Metal pur und als Dio gestorben ist… (überlegt) Es ist nicht einfach eine Coverversion, sondern vielmehr unser Tribut an einen der geilsten Sänger, die es je gegeben hat. Das Stück sollte ja eigentlich nur auf der japanischen Ausgabe enthalten sein, doch es ist einfach so geil geworden, dass es mit rauf musste. Es hat mir gesanglich unglaublich viel abverlangt und es war schwer, diesen Song fachgerecht einzusingen. Dabei habe ich erst so richtig gemerkt, was dieser Mann kann und konnte. In den hohen Tönen noch so viel Power rüberzubringen, ist schon Wahnsinn. Es war fast unmöglich, doch irgendwie habe ich es dann doch hinbekommen. Es war für mich immer ein Traum, von diesem „Rainbow rising“ Album einen Song zu covern. Den habe ich mir nun erfüllt und es macht mich sehr glücklich.
Du selbst hast produziert und dann Dein Werk vertrauensvoll in die Hände von Victor Bullok gelegt, besser bekannt als V.Santura, der sich so langsam zu einem der besten Produzenten in Deutschland entwickelt. Seine abgelieferte Arbeit sollte doch wohl Deinen Anforderungen mehr als genügen…

Super, super, super…ich kann Victor nur gratulieren, was er da in echt kurzer Zeit abgeliefert hat. Das Verständnis untereinander hat sofort von der ersten Minute an gefunxt. Er hat Versionen abgeliefert, die ich mir so niemals vorgestellt hatte. Er kam mit Vorschlägen an, die auch umgesetzt wurden. Die Arbeit mit ihm war phänomenal, der ist für mich schon für die nächste CD gebucht. Ein absolut glasklarer Sound, man hört jedes Instrument exakt heraus. Auch den Bass, denn was der Olli das zaubert ist Weltklasse, da kann man nicht einfach dran vorbeigehen. Die Viersaiter sind ja eh immer unterbewertet, doch die Leute sollten sich da mal die Zeit nehmen und etwas genauer hinhören. (wird komplett euphorisch) Der Gesang ist klar, die beste Gesangsleistung aller CDs bis Dato und der Mix und das Mastering haben unser aller Zufriedenheit hervorgerufen.
Ich habe ja Andy Sneap damals bei den Aufnahmen zu einemSabbat Album mal nen Verstärker geliehen. Hätte ich zu dem Zeitpunkt geahnt, was das mal für ein großer Produzent werden würde…wer weiß. Ich habe mich mit ihm in Verbindung gesetzt, weil das wäre ein echter Traum gewesen, doch er hat halt seinen Preis…

Ich hab ihm ja damals bei Accept Konzert in Berlin Deine CD mit einem Vorabsong in die Hand gedrückt…

Genau…und Christian hat ihn dann später auch nochmal getroffen und ihn drauf angesprochen doch es ist halt so, er kostet halt richtig Geld und das hat er sich auch völlig verdient. Guck doch mal, was er alles gemacht hat? Megadeth,Accept, Testament aber es wäre wirklich mal ein Knaller, eine Produktion mit solch einem Budget zu fahren, doch das können wir uns nicht erlauben und für das Ergebnis, was Victor uns abgeliefert hat, braucht man absolut keine Millionen Produktion. Letztendlich überzeugen die Songs und wenn dazu die Produktion noch schön drückt, bin ich mehr als zufrieden.

Ich zähle jetzt mal Erbsen: Warum sind eigentlich auf dem Backcover die letzten beiden Songs im Gegensatz zu den anderen Stücken klein statt großgeschrieben?
Hmmm…warte mal. (kramt die CDs wohl durch). Tatsache…das kann eigentlich nur ein Druckfehler sein. Oder es sollte ein kleiner Effekt, um die anderen Songs größer erscheinen zu lassen, wer weiß (lacht). Aber der Rest der Grafik kann sich ebenfalls mehr als sehen lassen…

Als ich das Booklet durchstöberte fiel mir fast die Kinnlade runter, als ich als Texter Daxx entdeckte, einer meiner ganz frühen Helden, der mit Vendetta und später mit Poke zu einem meiner großen Idole avancierte. Wie kam denn diese Zusammenarbeit zustande?

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich mit Vendetta Gründer Mickey über all die Jahre eng befreundet bin und es halt lag nahe, mit Daxx mal zusammen zu arbeiten weil auch bekannt ist, dass er supergute Texte schreibt. Kai Pasemann hatte sich ja vorher um die Texte gekümmert und somit mussten wir eh Jemand neues finden. Und ich muss Mickey dafür mehr als dankbar sein, denn was Daxx hier abgeliefert hat, ist allerbeste Ware. Wir haben mittlerweile ein enges Verhältnis…

Ähh…wie jetzt?

Hahaha…ein…ein freundschaftliches Verhältnis. Ich muss nicht auf meinen Arsch aufpassen (lacht). Er ist ein Phänomen. Er schreibt phänomenale Texten und vor allem wie die Zusammenarbeit ablief, war grandios. Ich gab ihm mehr oder weniger eine Melody Line vor…so von wegen „dadadadada“ und er wusste exakt, wo der Chorus, wo der Vers, wo eine Bridge zu setzen war. Inhaltlich hatte er ebenfalls den totalen Freilauf. Es hat alles auf den Punkt gestimmt, die Themen, die Umsetzung…Alles! Danach war für mich klar, dass Daxx das fünfte Bandmitglied bei Paradox ist und er deshalb auch im Cover mit einem gleichgroßen Bild gewürdigt wird. Texte sind nicht unwichtig und für diese professionelle Umsetzung wäre es eine Schande gewesen, wenn er nur mit einem kleinen Namen abgespeist worden wäre. Er ist im Übrigen auch für andere Bands jederzeit bereit, Texte zu schreiben. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Mit diesem Monsteralbum in der Hinterhand müsste es doch wohl ein Klacks sein, bei allen Festivals des nächsten Jahres ein Bein in die Tür zu bekommen. Eine Tour kann man ja wohl kaum erwarten…

Eine Tour wird uns auch nicht viel bringen, denn das aufzuholen was wir damals verpasst haben, das ist unmöglich…da müssten wir 200 Gigs im Jahr spielen. Man ist ja auch nicht mehr 25…wir konzentrieren uns auf Festival, wir konzentrieren uns auf Single Shows und es wäre wirklich mal geil, wenn wir bei der 70.000 tons of Metal mal mitspielen könnten. Da ist die Metal Familie auf einem Haufen, da kannste nicht einfach wegrennen. Ich brauche eh den Kontakt zu den Fans, zu anderen Musikern und das ist da aber sowas von gegeben. Nach Japan wollen wir unbedingt, denn dort verkaufen wir genauso viel wie in Deutschland. Da ist schon ne Menge Potential. Wir werden sehen…

Charly, ich freue mich sehr darüber, dass Du mit „Tales of the weird“ nicht nur das stärkste, sondern auch vielseitigste Album Deiner Karriere veröffentlicht hast und würde mich freuen, mal wieder nen Topf mit Dir zu heben wie seinerzeit in Wacken.Lang, lang ist’s her.

Auf jeden Fall. Die nächste Gelegenheit dazu wäre am 07.03.2013 in Luzern und am 08.03. glaube ich in Zürich. Dann das Queens of Metal Festival…wir werden schon mal einen geeigneten Ort finden…

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