KREATOR | ARCH ENEMY | SODOM | VADER

09.12.2014 - Berlin @ Huxleys

So…gleich vorab zu diesem Bericht werde ich mich mal auskotzen. Das der Beginn dieses durchaus famosen Packages zum späten Nachmittag auf 17:30 Uhr getaktet war, kann man ja vielleicht noch nachvollziehen. Dass aber erst exakt um diese Zeit die Tore geöffnet wurden, Vader schon anfingen vor einer leeren (!!!) Halle zu spielen und die Leute mit E-Tickets nochmals an die Kasse mussten, entzieht sich meinem Verständnis. Dann auch noch von vielen Seiten Vader die Schuld am verspäteten Einlass zu geben (angeblich Soundcheck überzogen, was mir Basser Tomasz so nicht bestätigen konnte), ist in meinen Augen zu viel des Guten. Aber sei’s drum…

Somit hörte ich nur noch die letzten Takte von „Abandon all hope“ bei dem ich allerdings sofort merkte, warum ich das Huxley’s für solche Veranstaltungen eigentlich meide, wie der Teufel das Weihwasser: Der Sound war obergrottenschlecht! Dazu gesellten sich permanente technische Probleme die darin gipfelten, dass die Gitarre von Mainman Peter permanent ausfiel und die Drums von James Stewart viel zu sehr in den Hintergrund gemischt waren. Nunja…wenn man was finden will, findet man auch was. Aber es war ja nicht alles schlecht, denn die Setlist der Polnischen Todesmetaller war vom allerfeinsten und wenn man den grottigen Klang aus den Boxen mal außer Acht ließ, konnte man mit Granaten wie „Go to hell“, „Triumph of death“ oder dem genialen „Wings“ durchaus seinen Spaß haben. Und zu meinem Erstaunen war die Halle zu so früher Stunde dann auch noch mehr als gut gefüllt. Insofern konnte man bei Vader von einem mehr als gelungenen Einstand reden.

Abandon all hope
Go to hell
Sothis
Triumph of death
Where angels weep
Carnal
Come and see my sacrifice
Hexenkessel
Wings
Silent empire

Danach folgte eine ziemlich lange Umbaupause, denn ebenfalls ein ärgerlicher Umstand ist die Tatsache, dass man mit vier Backlines unterwegs war und dementsprechend alles abbauen musste, was natürlich noch mehr Zeit fraß. Den Leuten schien das aber relativ pelle zu sein, denn der Saal war nun brechend voll und die ersten „Sodom“ Sprechchöre schallten durch das weite Rund und als Bernemann, Makka und Metal Urgestein Angelripper die Bühne mit „Agent orange“ betraten, gab es kein Halten mehr. Der Sound war diesmal ok, etwas zu laut für meinen Geschmack, doch der Spaßfaktor war eindeutig an erster Stelle, was bei dieser grandiosen Setlist auch kein Wunder war. Hier wurden heute vor allem die Oldschooler aufs Beste bedient und die bierbefeuchteten Kehlen brüllten fast ausnahmslos jeden einzelnen Song mit. Das war Spaß pur und ein großartiger Trip in die Vergangenheit die zum Ende hin aber die Frage aufwarf, warum eine Band mit solch einer Reputation, einem megafetten Backkatalog und solch einer großen Fanbase quasi als Opener für Arch enemy fungieren mussten? Ein ebensolcher kurioser Umstand war natürlich auch, dass Sodom ihren Set beendeten, bevor die Tagesschau im Ersten überhaupt anfing…

Agent orange
In war and pieces
Surfin‘ bird
The saw is the law
Outbreak of evil
Ausgebombt
City of god
Tired and red
Sacred warpath
Stigmatized
Sodomy and lust
Blasphemer

Warum Arch enemy den Stellenwert haben, den sie nun mal innehaben, entzieht sich immer wieder meiner Kenntnis. Musikalisch stagniert die Combo seit „Anthems of rebellion“, auf der ich sie noch ansprechend fand und von daher bei „Dead eyes see no future“ noch leicht lächeln konnte, denn Michael Amott kaut seit Jahren immer wieder auf den selben Riffs herum und produziert nichts Neues und Aufregendes mehr. Warum auch wenn die Gelddruckmaschine läuft. Insofern war es nicht verwunderlich, dass dennoch viele Leute bei den Schweden abgingen, ich es aber vorzog, mich mit diversen Pils über Wasser zu halten. War ja nun auch schon mittlerweile nach 20 Uhr und da darf man ja. Achja…2 Fakten sind für mich ebenfalls sehr verwunderlich: Wer um alles in der Welt hat Aliza „Schlumpfine“ White-Gluz jemals in den Kopf gesetzt, dass sie eine talentierte Frontfrau sei? Und um was in alles in der Welt will Gitarrengott Jeff Loomis in dieser Band? Geldsorgen? Ich weiß es nicht, denn das kann und darf nicht sein Anspruch sein. Und irgendwie sah er auf der Bühne zuweilen auch etwas gelangweilt aus…

Tempore nihil sanat
War eternal
Ravenous
My apocalypse
You will know my name
Bloodstained cross
Under black flags we march
As the pages burn
Dead eyes see no future
No gods, no masters
We will rise
Nemesis
Enter the machine

Kreator ist bei mir immer so eine Sache, denn entweder habe ich totalen Bock auf Mille und Co oder lasse sie so nebenbei dudeln. Heute war eher Zweites der Fall, denn nach gefühlten 250 Mal live seit 1987 (erstmals gesehen) hat sich die teutonische Thrash Institution bei mir etwas abgenutzt. Dieses Gefühl wird auch immer wieder dadurch bestärkt, dass Mille seit Jahren immer wieder die gleichen ansagetechnischen Phrasen drischt, die man schon fast nicht mehr hören kann. Ok, die Setlist war schon nett und das man sogar das Maiden Cover „The number of the beast“ mit auf dem Zettel hatte, war eine durchaus coole Geste, doch ansonsten kam mir immer wieder der „Business as usual“ Gedanke, den ich zu keiner Zeit abstellen konnte. Das Publikum hingegen ging steil, feierte die Ruhrpöttler zu jedem Zeitpunkt gnadenlos ab, doch die oldschool Metaller in der Halle rümpften schon ab und zu die Nase angesichts der etwas zu sehr gestelzten Performance. War ok, mehr aber auch nicht und die Tatsache, dass ich um 23 Uhr schon fast im Bett war bestärkte mein Fazit, dass solche Festival Tourneen zwar für den Veranstalter eine feine Sache sind, das Feeling eines schweißgetränkten Clubgigs aber in keiner Weise ersetzen kann. Cheers!

In the year 2525
The Patriarch
Violent revolution
Civilization collapse
From flood into fire
Extreme aggression
Phobia
Enemy of god
Voices oft he dea
Suicide terrorist
Mars Mantra / Phantom antichrist
Impossible brutality
Hordes of chaos
Pleasure to kill
The number oft he beast
Warcurse
People of the lie
Flag of hate / Tormentor

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