AMOPRHIS | POEM

04.03.2016 - Hannover @ Capitol

Am 04. März 2016 machte ich mich pünktlichst in Magdeburg auf, um das erste Mal in Hannover das Capitol aufzusuchen – Grund war, dass Amorphis ihre Europa-Tour in Hannover eröffneten und ich endlich wieder die Chance sah, die Helden meiner frühmetallischen Jahre wieder erleben zu können, auch mal abseits von Festivals.

Und ja, auch die neuen Werke gefallen mir, kann man doch die Fans von Amorphis in drei Kategorieren einteilen – A) die Fans des alten Materials, die die neuen Sungs und Alben zu soft finden – B) die Fans, die nur die neuen Sachen hören und Kategorie C (zu der ich mich zähle), die mit den alten Werken aufwuchsen, diese lieben und auch die neuen Alben und Outputs aufgrund ihrer musikalischen Vielfältigkeit begeistert hören..

Nach knapp 1,5 Stunden Fahrt, es ging für einen Freitag äußerst reibungslos, gestaltete sich die Parkplatzsuche als absolute Geduldsprobe, nach 60 Minuten Umherirren und Fluchen und Umherirren und noch mehr Fluchen hatte ich dann endlich meinen Parkplatz gefunden, um nach einem kleinen Fußmarsch ein dem Capitol gegenübergelegenes Pub aufzusuchen, um noch schnell einen Kaffee zu genießen. Dann ging es rüber und die bisher unbekannte Location mal in Augenschein genommen – ich muss sagen, ein schöner großer Club und freue mich auf die bevorstehenden Stunden.

Poem eröffnen den Abend und bieten eine progressive Reise moderner Natur – System Of A Down treffen Green Day treffen Offspring treffen Rage Against The Machine, das Spektrum ist groß, fast zu vielseitig, um es live so rüberzubringen, dass man als Vorband sofort überzeugen kann. Die Griechen sind schon seit 2006 unterwegs und bringen nach einigen Jahren Pause demnächst ihr zweites Album “Skein Syndrome” heraus, aus dem einige Song hier auch vorgestellt werden.

Wirken das Quartett und dabei vor allem Sänger George zwischen und auch während der Songs und bei den Ansagen fast etwas schüchtern, desto kraftvoller und emotionaler kommen die Tracks daher.

Die Songs von Poem sind auf Platte bestimmt richtig gut - aufgrund ihrer Vielschichtigkeit, live allerdings verliert man bei den Songs leider schnell den Faden, besonders wenn man doch auch auf den Headliner wartet. So agieren Poem zwar spielerisch absolut auf höchstem Niveau, gehen allerdings an diesem Abend etwas unter und auch bei mir wollen sie nicht so recht zünden, was die Vorfreude auf Amorphis allerdings nur noch mehr steigert.

Nach einer etwas längeren Umbaupause kommen Amorphis endlich auf die Bühne, nachdem “Under The Red Cloud” im letzten Jahr veröffentlicht wurde, bin ich sehr gespannt, wie die neuen Songs neben den älteren Stücken live so ankommen. Mit dem Titeltrack geht’s auch gleich los und schnell wird klar, Sound passt, Lichtshow und Lichteffekte passen, der Abend wird großartig. Amorphis und ihr typischer Sound fesseln sofort das Hannoveraner Publikum, das Tomi und Co sehr dankbar und lautstark empfängt.

Die Stimmung wird von Song zu Song besser und die Finnen laufen zu wahrer Höchstform auf, was entsprechend gefeiert und honoriert wird, das Capitol kocht. Songs wieder „The Sky Is Mine“, „The Wanderer“ oder „Four Wise Ones“ scheinen die Fans gleichermaßen zu begeistern und zu beeindrucken. Mit „My Kantele“ kommt ein Klassiker, der keineswegs fehlen darf und auch hier wird wieder klar: „Amorphis präsentieren genau das, wofür sie seit Jahren stehen - eine absolute geile Bühnenpräsens, die durch das riesen Spektrum von Sänger Tomi und einer absoluten Spielfreude aller Musiker abgerundet wird.“

Nach drei Zugaben ist die Show dann leider auch vorbei und die Finnen hinterlassen einen sehr sehr schönen Eindruck und auch ein wenig Wehmut, dass es schon wieder vorüber ist – mir selbst fehlte „Black Winter Day“ in der Setlist, aber würden Amorphis alle Hits spielen, so müsste eine Show 3-4 Stunden dauern. So freue ich mich auf das nächste Mal mit weiteren und anderen Hits.

Setlist:
Under The Red Cloud
Sacrifice
Bad Blood
Sky is mine
Wanderer
On rich and poor
Drowned Maid
Dark Path
Four wise ones
Silent waters
My Kantele
Hopeless Days
House of sleep
Death of a king
Silver bride
Smoke

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