BETONTOD | MAX RAPTOR

17.03.2017 - Berlin @ Huxley's

Die Band mit den meisten Interviews auf Zephyr's Odem ist immer noch der Punkrock Fünfer aus Rheinberg, der in diesem Jahr erneut mit seinem Album "Revolution" für Begeisterung landauf, landab sorgte und mich sofort in Beschlag nahm. Selbstverständlich schnappte ich mir vor dem Konzert Gitarrist Frank "Eule" Vohwinkel, um mit ihm ein wenig Plausch zu halten, der nächste Woche hier veröffentlicht wird. Doch das Hauptaugenmerk liegt nun auf der Aufarbeitung des Konzertes im proppenvollen Berliner Huxleys, welches ich mit Gründungsmitglied Christian besuchte, der nach jahrelanger ablehnender Haltung gegenüber Betontod endlich einsah, wie geil die Truppe doch ist.

Als Anheizer holte man sich die Birminghamer Punkrocker von Max Raptor mit ins Boot, die ich vorher noch nicht einmal namentlich kannte, mich aber aufgrund ihres extrem steifen Brettes, welches sie auf die Bühne zimmerten, sofort abholten. Teilweise ein klein wenig cheesy, aber dennoch voll auf die Zwölf und mit enormen Hitpotential konnten die vier Briten vollends überzeugen und die Menge dankte es ihnen mit weitaus mehr als dem branchenüblichen Höflichkeitsapplaus. Diese Truppe sollte der geneigte Fan unbedingt im Auge behalten.

Dennoch war dies natürlich nur die Overtüre zu meinem gefühlt vierhundertsiebenunddreißigsten Konzert Betontods, die dann auch sofort und ohne langes Brimborium mit dem Titelsong des großartigen neuen Scheibchens loslegten und für eine Menge Bewegung vor der Bühne sorgten. Leider fiel mir schnell auf, dass trotz des tollen Bühnenbilds und der durch die gestiegene Popularität der Jungens angebrachte größere Location ich den Fünfer doch lieber in einem etwas kleineren Club genießen möchte, doch das wird wohl in naher Zukunft keine Option mehr sein. Aber das war wirklich nur ein klitzekleines Härchen in der Suppe, die schmackhaft mit Perlen wie "Mein letzter Tag", "Kinder des Zorns" oder einem meiner persönlichen Lieblingslieder, "Alles", schmackhaft gewürzt wurde. Das Publikum ging gut und energetisch mit, doch entgegen der Testzeile aus "Glück auf" tobte der Mob nicht ganz so rigoros, sondern eher mit angezogener Handbremse. Warum? Ich weiß es nicht, denn Betontod hauten einen Hit nach dem anderen raus und bei der Akustik Version von "Verdammt schwer" verdrückten viele der Anwesenden ein kleines Tränchen. Die Band war in großartiger Verfassung, der Sound für das Huxleys wirklich famos und die Setlist ließ keinerlei Wünsche offen.

Als dann "Küss mich" intoniert wurde (in meinen Augen der beste Song, den Betontod jemals geschrieben haben), gab es auch für mich kein Halten mehr und ich flippte komplett aus. Ich stellte begeistert fest, dass diese Perle live noch um ein Vielfaches geiler klingt als auf Platte. Den hätte die Band auch gut und gerne noch 5x hintereinander spielen können. Bei "Freunde" lagen sich viele in den Armen, das bereits erwähnte "Glück auf" zog viele in die Höhe gereckte Bierbecher nach sich und auch "Hömmasammawommanomma" wurde lauthals mitgesungen. Summasumarum kann man sagen: Betontod kamen, sahen und siegten auf ganzer Linie, präsentierten sich bärenstark und untermauerten ihren Status, momentan Deutschlands beste Punkrock Band zu sein...und das mit weitem Abstand. Viva Punk ein Leben lang! Danke für diesen großartigen Abend und einer drei Tage anhaltenden Heiserkeit.

Revolution
Mein letzter Tag
Flügel aus Stahl
Bambule & Randale
Schwarzes Blut
Herz an Herz
Küss mich
Kinder des Zorns
Verdammt schwer
Ihr könnt mich
Alles
Traum von Freiheit
Ich nehme dich mit
Keine Popsongs
Freunde
Glück auf
Viva Punk!
Im Himmel
Hömmasammawommanomma
Ich bereue nichts
Auf eine gute Zeit

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