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CHAOTIAN – Effigies Of Obsolescence (2022)

(7.836) Maik (8,0 /10) Death Metal


Label: Me Saca Un Ojo Records/Dark Descent Records
VÖ: 24.06.2022
Stil: Death Metal

 

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­Death Metal der alten Schule in all seinen Spielarten ist ja schon seit einiger Zeit dabei, wieder auf den Thron zuzukriechen, von dem ihn einst der Melo-Death und die Blastbeat/Frogvocal- Schiene runtergeschubst zu haben schienen. Zumeist wird allerdings der klassische HM2-Sound der alten Schweden wiederbelebt, wenngleich auch die Tradition des brutalen US- Death Metals vom Kaliber INCANTATION und Co wieder neuen Aufwind erhält.

Genau in diese Kerbe schlagen CHAOTIAN ihre bluttriefende Axt und zelebrieren ein extremes Death- Metal-Gemetzel am Rande zum Grindcore. Schon der Blick auf das Logo und den Titel des Albums spricht Bände. „Effigies Of Obsolescence“ ist so ein Name, der die Finger des Rezensenten recht holperig über die Tastatur stolpern lässt. Eine albtraumhafte Unterweltszenerie auf dem Cover vervollständigt den ersten Eindruck.

Musikalisch wird auf recht hohem technischen Niveau maximalst der Terror hervorgebracht. Schleifend hackende Riffs und ein brutaler Röchelgrunzgesang aus den Schlünden der Hölle lassen den Zuhörer kaum Zeit zum Luftholen. Besonders beim Titelsong steht einem der Angstschweiss auf der Stirn, mit welch rasender Intensität der einem die Synapsen verödet.

Geschwindigkleit nicht tun, tut da die Gitarre, die mit waghalsigen Breaks den Rest Gehirnschmalz aus der Nase sickern lässt. Selbst die doch recht melodiös wirkenden Soli sägen unerbittlich an den Gehörknöchelöchen und komplettieren die morbide Soundstruktur.

Dabei kommt die Mucke, trotz ihrer alles niederwalzenden Brachialwand, nie als stumpfes Geschrappel herüber, sondern lässt doch immer wieder mal interessante Riffs aufleuchten, wie zum Beispiel zu Beginn von „Adipocere Feast“. Frei nach Lorio: ‚Brat, Brat, Fett, Fett‘.

Selbst in den langsameren Phasen, die CHAOTIAN einstreuen, brennt die Luzie, und was

Auf Dauer wirkt der Gesang vielleicht etwas dumpf, was auch daran liegt, dass er mit der instrumentalen Soundwand ab und an verschmilzt, und dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Allerdings verstärkt dies auch den zermalmenden Effekt der Musik.

Freunden von INCANTATION und den ganzen alten amerikanischen Todesgrindkommandos, Bands wie NECROSANCT oder einer brutaleren Variante von BOLT THROWER sollten das Debütscheibchen der Dänen von CHAOTIAN auf jeden Fall mal in die Horchröhre stanzen.

Anspieltipp: „Effigies Of Obsolescence“ und „Etched Shadows“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Gangrene Dream
02. Into Megathophet
03. Effigies Of Obsolescence
04. Adipocere Feast
05. Etched Shadows
06. Fustuarium
07. Festering Carcinolith



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