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COEXISTENCE – Collateral Dimension (2020)

(6.574) Maik (7,8/10) Progressive Death


Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 23.10.2020
Stil: Progressive Death

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Technischer, progressiver Death Metal ist jetzt vielleicht nicht der allerneuste Schrei, COEXISTENCE aus der Toskana sind eine recht neue Band, die hier ihr erstes Album in eben dieser Sparte vorlegt. Schon während des Openers „Metaphysical Essence“ spürt man im Hintergrund die geistigen Vorväter, die späteren Alben von Chuck Schuldiners DEATH, und vielleicht Bands wie CYNIC und ATHEIST.

Was anders ist, COEXISTENCE setzen nicht sehr auf treibende, mitreißende Riffs, und lassen auch sonst eher den proggigen Part heraushängen. Das heißt im Klartext, daß sie doch recht oft ein wenig unnachvollziehbar herumfrickeln, und der Bezug zum Death Metal doch zumeist nur im zwischen Grollen und Kreischen verorteten Gesang beruht. Das Ganze ist recht vertrackt inszeniert, und auch ein wenig mit Ideen überladen. Ab und an ziehen loungemusik-mäßige Parts das Tempo herunter, und vermitteln eine fast jazzige Atmosphäre, wie zum Beispiel im zweiten Teil von „Eclipse“. Eingängige Momente kommen auch vor, wie zu Anfang des Titelsongs „Collateral Dimension“, doch sind diese nicht wirklich lang. Größtenteils wird also auf Progressivität gesetzt, wobei das musikalische Können der Bandmitglieder doch oftmals zuungunsten der Songdienlichkeit in den Vordergrund geschoben wird. Für den Nicht-Proggie ist das Anhören von „Collateral Dimension“ dann doch eher anstrengend als unterhaltend, und auch die Nackenwirbelzuckungen stellen sich nur spärlich ein. Für Technikfreaks könnten COEXISTENCE aber durchaus interessant sein.

Trotz musikalischer Breite und technischen Spielereien gelingt es aber den Italienern kaum, über einen gewissen Durchschnitt herauszuragen. Dem Album fehlen definitiv ein oder zwei Hits, die einen gewissen Wiedererkennungswert ausstrahlen, was bei dem Können der Knaben etwas schade ist. Auch sind mir da etwas zuviele ruhige Jazzparts verarbeitet, die beim ersten, zweiten Mal noch interessant wirken, dann aber insgesamt den Fluß aus der Musik nehmen. Potential ist hier jedenfalls genügend vorhanden, doch wenn COEXISTENCE ein größeres Publikum als den Prog-Deather-Astamm begeistern wollen, muß da in Zukunft noch etwas nachgebessert werden. Für Prog-Death- Fans und Musikstudenten.

Anspieltipp: „Collateral Dimension“ und “The Nadir Element “


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Metaphysical Essence
02. Symbiosis Of Creation
03. Eclipse
04. Detach From The Abyss
05. Perception
06. Collateral Dimension
07. Revert
08. The Nadir Experiment
09. Floating In The Celestial Wave




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