Label: Blood Harvest Records
VÖ: 09.06.2017
Stil: Death Metal
Wieder Australier – na Mensch, das kann ja nur gut werden, denke ich mir und beginne mit der Recherche zu den 2013 in Melbourne gegründeten Contaminated. Death Metal aus dem Hause des Labels Blood Harvest steht auf der Speisekarte und die Jungs von Down Under werden am 09.06.2017 ihr Debüt-Album „Final Man“ auf den Markt bringen, in den Jahren 2014 und 2015 stehen 2 Demos auf der Habenseite. 9 Songs auf guten 34 Minuten sind erstmal die statistischen Werte des neuen Auswurfs.
Also den Player angeworfen und los geht’s, nach den ersten Tönen machen ich erst einmal das Fenster zu, die Baustelle draußen bietet mir doch zu viel Störgeräusche. Doch dann sofort das böse Erwachen, das war bzw ist gar nicht die Baustelle – völlig sinnlos übersteuerte Gitarren und ein murmelnd muffiger Bass, garniert mit monotonen Growls sind das Fundament des Openers „Squalid Survival“. Hoffentlich geht es nicht ganz so übertrieben weiter denke ich mir und mit „No Time to Rot“ schlägt genau in die gleiche Kerbe. Stumpf ist Trumpf schein hier das Motto zu sein und die weiteren Songs bestätigen diesen Eindruck. Unabhängig vom Sound, der wahrlich nicht gut ist, aber den Fans des roh, roher am rohesten Klangbildes bestimmt gefallen wird, schaffen es die Herren,, doch auch immer wieder eine Portion walzenden Groove beizumengen, was aber auch in der zäh verdaulichen Kost untergeht. „Starved“ soll da wohl ein instrumentaler Auflockerer sein, es bleibt aber bei der Eigenschaft instrumental – eingeleitet wird „Co-opted into Worthless Sludge“, mit dem es genau so weiter geht wie bisher.
Ein kleiner Lichtblick scheint „Mired in Shit“ in Shit zu sein, hier baut sich etwas Ähnliches einer Atmosphäre auf, hier sind wirklich gute Ansätze erkennbar – Ansätze.
Alles in Allem ein wenig überzeugendes Debüt der Australier. Contaminated können mit „Final Man“ nach heutigen Maßstäben nicht standhalten und werden nicht bei vielen Fans der moderneren Machart punkten können oder habe ich hier die nächste „Retro-Hipster-wir-machen-was-Altes-deklarieren-es-als-den-neuesten-Schrei“-Welle verpasst? Unterm Strich bleibt zu stehen, sehr einfach strukturierter Death Metal, der rohen Art und einem Soundgewand, was nicht jedem Hörer einen Ohrenschmaus bereiten wird.
Bewertung: 3,0 von 10 Punkten für Stumpf ist Trumpf und einen muffigen Sound, aber dennoch erkennbaren Ansätzen in einigen Songs
Tracklist:
01. Squalid Survival
02. No Time to Rot
03. Their Future
04. Boneless Mass
05. Starved
06. Co-opted into Worthless Sludge
07. Forlorn and Desolate
08. Mired in Shit
09. Final Man

