CD-Reviews K-M

MEMORIAM – To the end (2021)

(6.888) Patrick (9,0/10) Death Metal


Label: Reaper Entertainment
VÖ: 26.03.201
Stil: Death Metal

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Eigentlich wollte ich mir den Vergleich sparen, aber der Opener „Onwards Into Battle“ liegt einfach so gnadenlos im Fahrwasser der britischen Death Metal Legende, das ein Vergleich zu den leider verblichenen Bolt Thrower zwangsläufig unumgänglich scheint. Dieser unbändige und extremst massiv nach vorne schiebende Groove in Verbindung mit den kriegerischen Lyrics (…across the wire…), weckt einfach Erinnerungen an glorreiche Tage und siegreich geschlagene Schlachten.

Nach diesem Auftaktgefecht legt das Bataillon enorm an Geschwindigkeit zu und marschiert…..für MEMORIAM Verhältnisse…..in recht ungewöhnlich aggressiver Art ins Feindesland. Mit dem Dampfhammer „This War Is Won“ geht man dann auch entsprechend siegreich aus der Schlacht hervor. Die Band feuert hier aus allen Rohren. Granateneinschläge und Bombardements wie die folgenden Geschosse „No Effect“ und „Failure To Comply“ schlagen in eine ähnlich heftige Kerbe und spätestens mit diesen drei Songs, schütteln MEMORIAM ihre Vergangenheit komplett ab und ergeben sich in völlig eigenständigen, kraftvollen und durchschlagenden Kompositionen. Death Metal Herz, was willst du mehr?

Dann wird der rollende Panzer etwas gebremst und präsentiert uns mit „Each Step (One Closer To The Grave“ eine unfassbar intensive Doomwalze allererster Güte. Zäh und kriechend bewegt sich das Kettenfahrzeug über das zerbombte Schlachtfeld. Auch der Titeltrack „To The End“ bedient sich Elementen des Dooms, kommt aber insgesamt nicht ganz so zäh wie sein Vorgänger aus den Boxen und wird immer mal wieder durch ein paar Midtempo-Geschwindigkeitserruptionen durchbrochen. Grandios!

Kurz darauf nimmt der stählerne Koloss mit „Vacant Stare“ wieder an Fahrt auf und steuert unaufhaltsam auf den wohl ungewöhnlichsten (und leider auch verzichtbarsten) Song des Albums zu. „Mass Psychosis“ erinnert mit seinem stoischen, fast industrial artigen Rhythmus ein bisschen an die Spielereien des vielerorts verschmähten 2011er Morbid Angel Albums „Illud Divinum Insanus“. Das Ding ist jetzt kein völliger Rohrkrepierer, aber mit diesem äußerst modernen Anstrich im Sound von MEMORIAM, kann ich persönlich nicht wirklich viel anfangen. Hoffentlich bleibt es in der Diskographie der britischen Herrschaften bei diesem „Experiment“.

Zum Glück entschädigen uns die Jungs mit dem abschließenden „As My Heart Grows Cold“ in dem sie noch einmal alle Stärken der Band bündeln und uns eine dermaßen intensive und epische Nummer vor den Bug knallen, dass man gar nicht anders kann, als die Scheibe wieder neu zu starten.

Zugegeben, die erste Platte „For The Fallen“ war ein nettes Lebenszeichen und der Versuch, eine Legende weiterleben zu lassen. Album Nummer zwei, „The Silent Vigil“ war dann meiner Bescheidenen Meinung nach gar nichts, aber spätesten mit ihrem eindrucksvollen Drittwerk „Requiem For Mankind“ haben die Engländer ihren Sound gefunden, den sie mit dem aktuellen Werk weiter verfeinert und auf ein neues Level gehoben haben.

Der Sound knallt ordentlich aus der Anlage und auch das beeindruckende Cover, welches erneut aus der Feder von Dan Seagrave stammt, macht wieder so einiges her. MEMORIAM haben mit „To The End“ also fast alles richtig gemacht, sind nochmals einen weiteren Schritt aus der Deckung gekommen und somit mittlerweile fast völlig aus dem Schatten der großen Vorgängerband getreten. Geiles Teil! Kann man so machen!

Anspieltipps: „Onwards Into Battle“ und „As My Heart Grows Cold“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Onwards Into Battle
02. This War Is Won
03. No Effect
04. Failure To Comply
05. Each Step (One Closer To The Grave)
06. To The End
07. Vacant Stare
08. Mass Psychosis
09. As My Heart Grows Cold




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