N-P

PROMETHEUS – Resonant echoes from cosmos of old (2020)

(6.595) Maik (7,8/10) Black Metal


Label: I, Voidhanger Records
VÖ: 23.10.2020
Stil: Black Metal

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Prometheus war ein mythischer Grieche, der den Göttern das Feuer geraubt und den Menschen gebracht hat. Diese PROMETHEUS hier sind zwar auch Griechen, allerdings überhaupt nicht mythisch, sondern ziemlich real. Und was sie den Göttern geraubt haben, weiß ich auch nicht.

Zumindest haben sie den Menschen etwas gebracht, und zwar eine ziemliche fette Black Metal Scheibe mit dem etwas sperrigen Titel „Resonant Echoes From Cosmos Of Old“. Der morbid-kosmische Horror von H.P. Lovecrafts Chtulhu-Mythos hat schon immer gut mit finsterer Mucke harmoniert, das haben Bands wie MORBID ANGEL, NOCTURNUS und andere stets unter Beweis gestellt. Auch PROMETHEUS schwelgen in dieser Thematik, wie schon am Titel des Openers „Gravitons Passing Through Yog-Sothoth“ zu erkennen ist, wenn man sich mit der Thematik auskennt. Hier kommt noch ein starker Death-Metal-Einfluß der Marke NECROS CHRISTOS zum allgemeinen Schwarzmelallgewand dazu. Das Stück wirkt recht wuchtig und majestätisch, zeigt aber auch eine gewisse morbide Gruftatmosphäre auf. Ob das nachfolgende, stark an MORBID ANGEL erinnernde „Azathoth“ mit Absicht diesen Titel trägt, möchte ich jetzt nicht behaupten wollen, allerdings erinnert der Song ziemlich stark an die Mucke von Trey Azagthoth und seinen Morbiden Engeln.

Danach bewegen sich PROMETHEUS aber mehr und mehr in die eher blackmetallischen Abgründe und stellen mit „Astrophobos“ und dem Titeltrack recht düstere Machwerke ins Gelände, welche nur noch durch den teilweise an INCANTATION erinnernden Grollgesang an Death Metal gemahnen, und ansonsten eher den Traditionen des frühen hellenischen und skandinavischen Black Metal folgen. Mit dem sphärischen Instrumentalstück Ανεμοι των Αστρων“ erzeugen PROMETHEUS eine beklemmende Atmosphäre, bevor der Sechstracker mit „The Crimson Tower Of The Headless God“ halbtonriffgewaltig das schwarzmetallische Finale darstellt. Im Hintergrund erklingende sphärische Chöre unterstreichen den morbiden Sound.  Im Ganzen haben wir hier ein recht ordentliches Mini-Album, welches eine Reise vom schwarzen Death Metal beginnend, bis hin zum reinen Black Metal darstellt.

Man sollte keinen typisch griechischen Back Metal vom Stil früher ROTTING CHRIST, VARATHRON oder THOU ART LORD erwarten, dafür haben PROMETHEUS doch recht viele Stilelemente aus dem skandinavischen Black Metal und auch aus dem Death Metal in ihren Sound integriert, Doch vielleicht macht es gerade die Mischung. Wer auf morbiden Lovecraftschen Schwarzmetall mit Todesbleiattributen steht, kann mit PROMETHEUS zwar den Göttern nicht das Feuer rauben, aber seinen Nachbarn die Ruhe. Iä Chtulhu f’tagn!

Anspieltipp: „Resonant Echoes From Cosmos Of Old “


Bewertung: 7,8 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Gravitons Passing Through Yog-Sothoth
02. Azathoth
03. Astrophobos
04. Resonant Echoes From Cosmos Of Old
05. Ανεμοι των Αστρων
06. The Crimson Tower Of The Headless God




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