CD-Reviews Q-S

STRIKER - Ultrapower (2024)

(8.752) Olaf (9,5/10) Heavy Metal


Label: Record Breaking Records
VÖ: 02.02.2024
Stil: Heavy Metal






Ähnlich wie die Oilers aus der Heimatstadt von Striker könnten die Kanadier mit ihrem mittlerweile siebten Studioalbum „Ultrapower“ eine Siegesserie hinlegen, denn ich kenne kaum eine Band wie den kanadischen Vierer, der sich nicht nur von Platte zu Platte weiterentwickelt, sondern vielmehr auch neu erfindet. Und das ist in dieser schnelllebigen Zeit nicht nur außergewöhnlich, sondern auch spannend und bewundernswert.

Das quietschbunte und nach Streetart ausschauende Cover Artwork jedenfalls machte mir schon den Mund wässrig, da ich eh ausgewiesener Fan der Truppe aus dem Bundesstaat Alberta bin und ich wurde nicht enttäuscht. Wobei natürlich ein wenig Furcht in der Luft lag, haben die beiden Alt-Mitglieder Dan Cleary und Timothy Brown den Rest der Crew runderneuert und bei so einem eklatanten Wechsel kann es immer mal vorkommen, dass es qualitative Einbußen gibt.

Nicht auf „Ultrapower“, denn die Platte strotz vor guter Laune und einem 80er Jahre Vibe, den ich zuletzt nur von Reckless Love, meinem Album des Jahres 2022, zu hören bekommen habe. Damit meine ich vor allem den damals vorherrschenden AOR, den sich Striker hier als Grundtenor ausgesucht haben, allerdings nicht ohne dennoch ihren straighten, nach vorne gehenden Heavy Metal mit einzubauen.

Der stampfende Opener „Circle of Evil“ ließ das jedenfalls noch nicht erahnen, doch bereits bei „The best (undsoweiter)“ kommen diese Liebeserklärungen an die Hochzeit des Hair und Glam Metals schon zur Geltung, die bei „Give it all“ auf die Spitze getrieben werden. Das integrierte Saxophon jedenfalls lässt vor meinem inneren Auge rosa und pastellfarbene 80er Serienhelden über meinen imaginären Bildschirm flimmern. Was für ein granatengeiler Party Song. Doch auch der Rest des Albums ist qualitativ verdamm hochwertig und bietet alles, wodurch ich vor 40 Jahren zum Heavy Metal gekommen bin.

Es steht vollkommen außer Frage, dass man dieses Album am besten mit einem gesunden Vorrat an Dosenbier, Drehtabak, Hightops und vielleicht der durch bunte Bänder zusammengehaltenen Perücke genießen sollte, um diese durch exzessives Bangen bereits nach 5 Sekunden in die Ecke zu schleudern. Bester Song hierfür ist definitiv „City calling“. Anhören!

Ultrapower“ ist wie eine von mir zusammengestellte Playlist mit dem Besten, was die 80er so zu bieten hatten. Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass alle Songs von einer Band, nämlich Striker, eingeprügelt wurden, die hier in meinen Augen das beste und vor allem abwechslungsreichste Album ihrer Karriere abgeliefert haben. Vielen Dank für diese Zeitreise.


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Circle of Evil
02. Best of the Best of the best
03. Give it all
04. Blood Magic
05. Sucks to suck
06. Ready for Anything
07. City calling
08. Turn the Lights out
09. Thunderdome
10. Live to fight another Day
11. Brawl at the Pub



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