CD-Reviews T-V

VIO-LENCE – Let the world burn (EP) (2022)

(7.674) Olaf (8,5/10) Thrash Metal


Label: Metal Blade
VÖ: 04.03.2022
Stil: Thrash Metal

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Es gab mal Zeiten, da habe ich Alben nach dem Cover gekauft und so begab es sich, dass ich 1988 in Los Angeles bei Tower Records eine Scheibe erspähte, die mich sofort ansprach. „Eternal nightmare“ nannte sich das Ding und ein gewisser Rob Flynn zupfte dort den Darm. Was aus dem Kameraden geworden ist, weiß, glaube ich, jeder Metal Fan, doch sein erster Arbeitgeber verschwand nach zwei weiteren, nicht unbedingt schlechten, aber auch nicht überragenden Alben, sang-und klanglos wieder in der Versenkung, hatte sich aber dennoch im Untergrund eine große Fanbase erspielt.

Nach einer Pause von 29 Jahren wollen es aber die Gründungsmitglieder Perry Strickland, Phil Demmel, der ebenfalls bei Machine Head zugegen war und Frontmann Sean Killian erneut wissen uns haben zusammen mit ihren neuen, ebenfalls allen Fans bekannten Mitgliedern Christian Olde Wolbers (ex-Fear Factory) und dem ehemalige Overkill Gründer Bobby Gustafson mit „Let the world burn“ eine 5-Track EP veröffentlicht, die einfach nur Bock und Lust auf mehr macht.

Und die Dudes haben absolut nichts verlernt und zeigen den Jungspunden, wie Bay Area Thrash der alten Schule auch heutzutage frisch, modern und vor allem knüppelhart zu klingen hat. Dazu ist das Teil hammerhart produziert, beinhaltet einen arschvoll geiler Riffs und zeigt, dass gerade Shouter Killian in den Jahrzehnten nichts an seiner Durchschlagskraft verloren hat. Und wenn ich ehrlich bin, reißen mich Vio-Lence mit diesem Teil mehr mit als Exodus mit ihrer neuen Scheibe.

Gerade Songs wie „Gato negro“ oder das herausragende „Screaming always“ sind hoffentlich nur gewaltige Vorboten einer neuen Scheibe, die in Sachen Thrash Metal wie ein Donnerschlag auf die hungrige Oldschool Gemeinde niedergehen könnte, wenn man den hier angebotenen Standard auch nur annähernd halten kann.

Die Messlatte haben sich Vio-Lence jedenfalls selbst verdammt hoch gelegt und ich hoffe, bald mehr von diesem leckeren Stöffchen kosten zu dürfen und werden dann auch eine höhere Note zücken müssen.

Bis dahin bleibt mit „Let the world burn“ nicht nur ein neues Lebenszeichen dieser famosen Band, sondern auch eine absolute Kaufpflicht für alle Fans der alten Garde und jener, die mit dem Begriff Thrash auch nur im Entferntesten etwas anfangen können. Bääm, welcome back!


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Flesh from bone
02. Screaming always
03. Upon their cross
04. Gato negro
05. Let the world burn



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