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VORAGO – Morulus (2026)

(10.099) Maik (7,3/10) Black Metal


Label: Amor Fati Productions
VÖ: 20.02.2026
Stil: Black Metal







Man sollte doch meinen, dass ein Bandname wie VORAGO nicht allzu häufig vorkommt. Doch falsch gedacht. Metal Archives listet gleich mehrere auf, eine aus Portugal, eine schon aufgelöste aus Ungarn, eine aus Spanien. Dann gab es noch VORAGE aus England und dann hätten wir noch NOX VORAGO aus Schweden.

Fein. Nur diese VORAGO, um die es in diesem Review geht, findet man da nicht (Inzwischen schon! - Anm. d. Red.). Irgendwo habe ich gelesen, dass es ein mexikanisch-deutsches Projekt sein soll, aber ansonsten tappe ich im Dunkeln. Kein Facebook, kein Spotify und kein Instagram. Nichts gibt mir irgendeinen Hintergrund über die Band. Also beschränke ich mich auf die rein musikalische Seite.

Und die ist im ratzigen Black Metal der alten Schule verankert, der auch gern mal in Richtung Death Metal und sogar Grindcore schielt. Das vor allem durch die für schwarzmetallische Verhältnisse schweinetief gestimmten Gitarren, die zusammen mit dem Bass ziemlich gegen die Eingeweide wummern.

Manche Songs, wie „Negative Response“ walzen sich schwerfällig wie ein bösartiges Mammut durch die Sümpfe, während andere, wie „Darkhammer“, das Gaspedal durch das Bodenblech drücken. Gesanglich werden auch alle Facetten der düsteren Branche abgehandelt. Bösartiges Gekreische, finsteres Grollen und ein an Attila Csihar erinnerndes Knurren komplettiert diesen Ritt durch die Finsternis.

Teilweise erinnert mich die Mucke auch an SARKE oder TRELLDOM, und in den Rasereimomenten an eine Mischung aus alten MAYHEM und GORGOROTH. Schwarzmetallurgen, die sich in den Mitt- bis- Endneunzigern im Black Metal, insbesondere der nordischen Fraktion, heimisch fühlten, werden hier den einen oder anderen Nostalgieanfall haben.

Die Produktion ist genretypisch räudig und fies, aber nicht schrottig. Diese Art Musik würde mit einem cleanen Sound auch nicht wirken. Dass muss einfach krachig in die Eingeweide bollern und in den Ohren schmerzen. Das ergibt dann ab und zu einen gewissen Waschmaschinen- Eindruck, wenn sich die Mucke ins gemeinschaftliche Chaos verdrückt.

Es handelt sich bei „Morulus“ also um ein schwarzmetallisches Gebräu, welches audiophilen Schöngeistern den Angstschweiß auf die Denkerstirn zaubert und melodieaffinen Hörern den Eindruck vermittelt, gemeinsam mit einer kaputten Waschmaschine und einem Presslufthammer mit Unwucht den Niagarafall herunterzubrettern. Das ist nicht schön, eignet sich aber perfekt, sich den Frust aus dem Schädel zu hämmern.

Zudem ist bei aller Räudigkeit noch genug Platz für Abwechslung, wodurch die Songs spätestens nach der dritten Hörung sogar einen Wiedererkennungswert haben. Da geht es schon mal in die Länge, wie beim 5:22 langen Titeltrack, oder kurz und schmerzhaft, wie bei „Rädern“ unterhalb der Zweiminutenmarke.

Und weil wir gerade bei Spielzeiten sind, die als EP ausgeschriebene Veröffentlichung ist über eine halbe Stunde lang und bietet so value for money. Da gab es schon kürzere Langspieler von GORGOROTH, niwoar? Old Scholl Schwarzmetaller sollten hier unbedingt mal reinlauschen.

Anspieltipps:
🎡„Rädern“
🍷 „Blutkelch“


Bewertung: 7,3 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Torquemada
02. Rädern
03. Impetus To Burn
04. Negative Response
05. Darkhammer
06. As It Gazes Back
07. Blutkelch
08. Morulus



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