WOLFCHANT – Echoes Of A Time Once Past (2026)
(10.087) Maik (8,0/10) Epic Pagan Metal
Label: Hamburg Records
VÖ: 13.02.2026
Stil: Epic Pagan Metal
WOLFCHANT gehören unbestritten zu den Urgesteinen deutschen Pagan Metals. Schon seit 2003 aktiv, sind mittlerweile nun schon neun Langspielalben erschienen, das letzte soeben unter dem Titel Echoes Of A Time Once Past. Ich bin damals auf die Band auf dem Pagan Nights Festival gestoßen, welches die Band dazumal im Keltendorf Gabreta organisiert hatte. Das war, warte mal…2006? Fucking zwanzig Jahre her? Ich geh’ fest.
War die Band früher dem reinen Pagan Metal zugetan, hat sie doch nun mehr Einflüsse vom Epic Power Metal in ihren Sound integriert. Das zeigt sich zum einen im reichlich opulenten Einsatz von Synthesizern. Zum anderen im gelegentlichen Klargesang. Obwohl man hier hinzufügen muss, das Vokalist Lokhi auch in dieser Sparte über eine tragende Stimme verfügt und keineswegs in den Modus “besoffener Neoheide" verfällt.
Gut, bis auf Lifeblood, der hat schon in einigen Teilen etwas von diesen Piraten-Metalsongs. Aber diese Momente halten sich in Grenzen. WOLFCHANT surfen zwischen Pagan Metal- Standards und epischen Power Metal- Elementen hin und her, was einerseits eine interessante Mischung ergibt, andererseits der Musik der Band einen Nischenstatus verleiht.
Reinen Power Metal- Freaks dürfte nämlich der harsche Gesang missfallen, während die beinharte Pagan-Community wohl den doch sehr dominanten Keyboardeinsatz mit säuerlichem Blick kommentieren werden. Mir persönlich ist es auch ein wenig zu viel Elektronikzeug, allerdings muss ich zugeben, dass sich die Synths gut in die Mucke einfügen.
Im Vergleich zum Debütalbum Bloody Tales Of Disgraced Lands, welches bei mir heute noch gern dreht, sind WOLFCHANT anno 2026 um einiges melodischer, bombastischer und epischer als damals. Besonders das deutschsprachige Dem Sturme Voraus fährt eine offensichtlich an Symphonic Metal angelegte Schiene.
WOLFCHANT schaffen es aber, trotz der oft filmsoundtrackmäßiger Attitüde nicht im Symph-Epic-Metal-Morast zu versinken, was den harschen Gesangspassagen und den doch recht harten Riffs geschuldet ist. Power Metal- Fans und Pagan Metal- Heiden sollten vor einer Kaufentscheidung sicherheitshalber reinhören.
Anspieltipp:
🌟 Under A Twilight Star
⚡ Wild Hunt
Bewertung: 8,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Arcades Of Time (Intro)
02. Under A Twilight Star
03. Goddess Of Fire
04. Lifeblood
05. Dem Sturme Voraus
06. Witchfinder
07. Wild Hunt
08. Shadows Of Doom
09. Echoes From The Past

