VANDOR – The Ember Eye Part 2: The Portal Of Truth (2026)
(10.072) Timo (8,7/10) Melodic Power Metal
Label: Dragon Forged Records
VÖ: 30.01.2026
Stil: Melodic Power Metal
Hier nun das dritte Album der 2015 gegründeten Göteborger Melodic Power Metal Heads von VANDOR. Bereits mit einigen recht 80er trashig, kitschig bunten Musikvideos (sicherlich so beabsichtigt) konnten die Schweden bereits auf sich aufmerksam machen. 5 Jahre liegt das Vorgängeralbum On a Moonlit Night nun auch schon in der Vergangenheit. Mit 6,8 Punkten konnten es eine eher durchschnittliche Bewertung einheimsen. Melodic Metal- Freunde, die nun wirklich alles brauchen, können sich das Teil ziehen, Interessierte sollten einmal reinhören...man darf also gespannt sein was das dritte Werk der Schweden so bereithält.
Ich komme gleich auf den Punkt. Das neue Album hat einiges zu bieten und gefiel mir sofort. Dominante Einflüsse von Helloween sind auch auf dem vorliegenden Langspieler nicht von der Hand zu weisen. Gerade der flinke Opener Turn to the Light ist da gleich absolut stimmig und überzeugend mit von der Partie. Dabei einen schönen Ohrwurm Charakter verbreitend, wie auch ergreifend in seiner Natur. Dabei bieten VANDOR auf dem Album einiges. Gute Laune Power Metal in Another Life, faszinierende Gitarrenduelle und orchestrale Synth Parts zuhauf. Dabei kommt auch eine schöne Epic nicht zu kurz, und ein Song wie Portal of Truth liefert einfach gnadenlos ab, ein unumstößlicher Qualitätsnachweise der Band. Punkt!
Aber auch verschiedenste Nuancen finden Platz auf dem Album. Barocker Tastenzauber im atmosphärischen Instrumental The Unhinged Shadow. Oder wenn Lead Gitarrist Jack Stroem auch mal den Gesang übernimmt. Hat das seinen Reiz. Auch zum Abschluss findet man mit One With The Night einen weiteren Paukenschlag. Melodische Klasse, vereinbart mit fesselnden Songwriting kann man selten besser machen. Das epische Storm in my Heart bildet danach einen mehr als stimmigen Ausklang.
Natürlich ist auch diesen Album eine Huldigung der alten Helden, allen voran Helloween, aber auch Rage bis Gamma Ray. Eigenständig ist das Album eigentlich nie, aber es ist handwerklich stark gemacht und die Band zeigt stets ein Gespür für Dramatik und ein fesselndes Arrangement. Dazu liefern VANDOR auf gesamter Distanz, einen soliden oder durchschnittlichen Song konnte ich nie ausmachen. Alles in allem ein mehr als starker Beitrag im melodischen Power Metal Kosmos.
Anspieltipps: Why Do I Remember Me?, Disease, One With the Night
Bewertung: 8,7 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Turn To The Light
02. Another Life
03. Why Do I Remember Me?
04. Portal Of Truth
05. Disease
06. The Unhinged Shadow
07. Last One Of My Kind
08. Further From The Light
09. One With The Night
10. Storm In My Heart

