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BITTERNESS – Hallowed Be The Game (2026)

(10.068) Maik (8,1/10) Thrash Metal


Label: G.U.C.
VÖ: 06.02.2026
Stil: Thrash Metal







Die badensische Thrashkommode BITTERNESS ist nun auch schon etwa ein Vierteljahrhundert im Geschäft, hat regelmäßig Platten veröffentlicht und es trotzdem nicht in die oberste Liga aufstrebender Thrashologen geschafft. Das könnte daran liegen, dass Anfang der Nuller-Jahre Thrash nicht ganz so populär war wie etwa zehn Jahre später.

Vielleicht lag es aber auch an den längeren Zeitabschnitten zwischen den Langspielern, man weiß es nicht.

Gut, in früheren Zeiten schrammten BITTERNESS auch gern mal hart am Melodic Death Metal vorbei, doch mittlerweile hat man sich fast vollständig auf den Thrash zurückbesonnen und steht nun mit dem achten Album auf der Matte. Dies betitelt sich Hallowed Be The Game und bietet acht Songs plus einem Instrumental.

Musikalisch agieren die Beton-Wurzelwerker im Stile der neueren Ergüsse alter deutscher Thrash – Heroen wie DARKNESS, EXUMER, NECRONOMICON oder DESTRUCTION. Dabei lassen sie einige Scheiben von KREATOR schon etwas hinter sich und zeigen Mille und Co die Rücklichter.

Harte, brutal abgemischte Riffs dominieren die Szenerie, lassen aber noch genug Raum für melodiöse Soli. Die Produktion ist schön aggressiv und treibt den Brutalitätsfaktor um einiges nach vorn, obwohl nicht permanent auf die Fresse gekloppt wird. Allerdings wirkt das Album im Ganzen etwas krachiger als der Vorgänger, der sich laut unserem Marky (R.I.P.) eher am Bay Area- Thrash orientierte.

Die Band scheint auch eine Vorliebe für Wortspiele zu haben, was Songtitel wie Hypochristian, High Sobriety oder „Win-Windustry“ zeigen. Das zerrt mir schon mal einen halben Punkt mehr aus meiner geizigen Bewertungskiste.

Wie schon die vorherigen vier Scheiben ist „Hallowed Be The Game“ auf dem G.U.C. – Label erschienen, welches ebenfalls ein Urgestein im deutschen Underground darstellt. Grüße gehen an den Rüdiger raus!

Einige Songs sind für Thrashverhältnisse recht lang geworden, zwei überspringen sogar die sechs-Minuten-Hürde und das Instrumental Magnum Innominandum hat sogar siebendreiviertel Minuten auf der Uhr. Letzteres braucht sich aber beispielsweise vor METALLICAs Call Of Ktulu oder Orion nicht zu verstecken.

Zum Abschluss gibt es noch ein MISFITS- Cover, und zwar Scream! Ich finde es ja immer gut, wenn Bands genrefremde Songs covern, diese nicht nur nachspielen , sondern ihnen ihre eigene Note verpassen. BITTERNESS bleiben hier jedoch der Punkschiene treu und verwenden sogar Klargesang statt dem thrashigen Geschrei.

Alles in allem haben BITTERNESS hier ein ordentliches Album abgeliefert, welches im derzeitigen Old School Thrash Revival sicher mitreden kann. Wer auf traditionellen Thrash deutscher Prägung abfährt, gepaart mit modern fetter Produktion, die ordentlich drückt, sollte seine Lauschlappen mal an Hallowed Be The Game“anflanschen.

Anspieltipp: 
WWH8
High Sobriety


Bewertung: 8,1 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. WWH8
02. AMOK : KOMA
03. Hypochristian
04. High Sobriety
05. Win-Windustry
06. Hallowed Be The Game
07. Losing
08. Magnum Innominandum
09. Scream! (MISFITS- Cover)



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