THE RUINS OF BEVERAST – Tempelschlaf (2026)
(10.055) Niclas (8,5/10) Black Metal
Label: Ván Records
VÖ: 09.01.2026
Stil: Black Metal
Ein neues Jahr ist angebrochen, neue Musik dreht sich auf den Plattentellern und dröhnt aus Kopfhörern und Lautsprechern und viele alte Bekannte warten mit neuen Alben auf. Fünf Jahre sind vergangen seit The Thule Grimoires, dem letzten Album von THE RUINS OF BEVERAST, das damals zu meinem persönlichen Lieblingsalbum des Jahres 2021 wurde. Die neue Scheibe mit dem Titel Tempelschlaf hat daher erwartungsgemäß große Stiefel zu füllen.
Gleich am Anfang sei erstmal gesagt, dass Tempelschlaf nicht mit dem Vorgänger vergleichbar ist. Aber das ist auch nicht der Anspruch. THE RUINS OF BEVERAST ist eines jener Projekte, das sich mühelos mit jedem Album neu erfinden kann, ohne dabei den Kern des eigenen Sounds zu verlieren. Keines der vorherigen Alben klingt wie das andere und es wäre eine herbe Enttäuschung für mich gewesen, hätte Mastermind Alexander von Meilenwald einfach versucht, die Magie des Vorgängeralbums 1:1 zu kopieren. Trotzdem sind Anleihen an den Sound des Vorgänger doch erhalten geblieben, allen voran der gothic-mäßige Klargesang, der auch auf Tempelschlaf wieder einen erhöhten Stellenwert einnimmt.
Abseits davon ist Tempelschlaf aber wahrscheinlich das schwarzmetallischste TROB-Album seit Foulest Semen of a Sheltered Elite. Die der Band inhärente doomige Psychodelik ist natürlich da, die Kompositionen sind aber deutlich direkter und weit weniger verkopft als auf den letzten paar Alben. Das wird schon allein bei einem Blick auf die für TROB-Verhältnisse recht kurzen Tracklängen deutlich. Nur einer der sieben Tracks knackt die 10-Minuten-Marke. Das macht die Musik für den Durchschnittshörer deutlich leichter verdaulich, ich würde sogar soweit gehen zusagen, dass Tempelschlaf das bis dato eingängigste TROB-Album ist und somit wahrscheinlich am ehesten geeignet, neue Fans für die Band zu begeistern.
Doch auch alteingesessene TROB-Veteranen kommen natürlich auf ihre Kosten. Jeder der Titel wartet mit absoluten Killer-Riffs auf, die das Ohr des Hörers so schnell nicht wieder verlassen, natürlich alles in gewohnt hoher Klangqualität und exzellent performt. Wahrlich ein Album, dass ihr nicht verschlafen solltet!
Anspieltipps:
(Anm. d. Red.: Niclas scheint wird vermutlich vom kompletten Albem, noch immer, wach gehalten und hat darum keine expliziten Tipps geben können.)
Bewertung: 8,5 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. Tempelschlaf
02. Day of the Poacher
03. Cathedral of Bleeding Statues
04. Alpha Fluids
05. Babel, You Scarlet Queen!
06. Last Theatre of the Sea
07. The Carrion Cocoon

