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MØL – Dreamcrush (2026)

(10.053) Phillip (7,6/10) Post-Black Metal/Shoegaze


Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 30.01.2026
Stil: Post-Black Metal/Shoegaze





Du möchtest die harte Mucke aus Skandinavien haben? Aber nicht zu sehr frostbitten, trve und klischeebeladen? Musik, die dennoch direkt ausstrahlt, dass hier nordische Kühle präsentiert wird, aber mit einer riesigen Ladung Emotionalität? MØL sind dann sehr wahrscheinlich genau dein Ding! Ein filigraner Opener, der ein wenig klingt wie Ein Kompliment der Sportfreunde Stiller, gefolgt vom erwarteten, dezent gedrosselten Schrei und heftig loslegenden Instrumenten.

So beginnt das nunmehr dritte Langspielereignis dieses Fünfers aus der nordischen Nachbarschaft. Und ja, wirklich gefährlich wird es hier nie – oder gar gewalttätig. Wohl aber sitzt hier jede Note an seinem gut überlegten Platz, sodass qualitativ absolut alles im Lot ist. Auch im Sound ist sich die Truppe einhundertprozentig sicher und setzt auf ein breitwandiges, sehr klares Klangbild, bei dem auch Feinheiten der Saitenschwinger zur Geltung kommen oder winzige Drumfills akzentuiert hörbar sind. Fast schon hymnische Songs wie Favour klingen genau so brillant wie schnellere Nummern, etwas Små forlis. Insgesamt wurde großer Wert auf die Dynamik zwischen laut und leise gelegt, was sich ebenso im wechselnden Klar- und Scream-Gesang, der noch am Ehesten wie Black Metal klingt, spiegelt.

MØL variieren ihr Tempo und diese Dynamik auch sehr gerne in den einzelnen Songs, womit wirklich absolut Nichts gleich klingt und Abwechslung zu jeder Zeit geboten wird, Songwriting können sie. Im Gesamten schwingt der Sound munter zwischen Moderne und klassischerem Klangbild hin und her. Nur bringt das alles nichts, wenn die Songs, trotz ihrer zweifellosen, objektiven Qualität einfach Schwierigkeiten haben, bei mit etwas auszulösen. Obwohl sie wirklich alles geben!

Das liegt mitunter an den in Teilen poppigen Arrangements oder den kleinen, starken Überraschungen im Song, die nur angedeutet aber zu meiner Ernüchterung nicht ausgebaut werden damit so ein Song wirklich ballert, vielleicht aber auch der sich mir immer mehr aufdrängende Eindruck, dass MØL für mich klingen wie In Flames in gut. Was ja dann auch schon eher in eine positive Richtung geht.

Denn das ist es! Ich kann diesem Album grundsätzlich viel Positives abgewinnen, und wer sie mag wird MØL jetzt vielleicht sogar noch mehr mögen, aber mir ist das zu zahm. Da fehlt hier und da ein Klecks Raserei und Kontrollverlust – diese wiederum scheinen zumindest live an Bord zu sein, wie auch eine prall gefüllte Zeltbühne beim letztjährigen PSOA bezeugen kann. Auf Platte ist mir das dann doch nicht durchschlagend genug um eine höhere Wertung zu rechtfertigen - stellt euch einfach vor, da steht “sehr gute 7,6 von 10 Punkten”.

Anspieltipps:
🔥 Favour
💫 Mimic
💥 Crush


Bewertung: 7,6 von 10 Punkten


TRACKLIST

1. Dream
2. Små forlis
3. Young
4. Hud
5. Garland
6. Favour
7. A Former Blueprint
8. ∞
9. Dissonance
10. Mimic
11. Crush



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