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LÖMSK – Act II - Of Iron and Blood (2026)

(10.124) Schaacki (8,5/10) Black Metal


Label: Vendetta Records
VÖ: 06.03.2026
Stil: Black Metal






Bis vor Kurzem noch war mir der Bandname Lömsk gar nicht bekannt bzw. sah ich diesen höchstens mal auf einem Flyer, und plötzlich entdecke ich ihn ständig. Ein Zufall, Folgen meines digitalen Fußabdrucks oder gar Schicksal? Nun ja, das wäre wohl etwas sehr pathetisch. Wobei… Pathos ist durchaus ein Wort, das mir beim Hören von Act II - Of Iron and Blood ein ums andere Mal in den Sinn kommt.

Denn während der erste Akt, das Debüt von 2024, noch als EP mit lediglich vier Tracks rauskam, holt die Band jetzt weiter aus und liefert ganze neun Stücke (davon zwei Instrumentals), die ein stark erweitertes Spektrum ihres Könnens präsentieren. Was mit Act I zwar schon mehr als lediglich ein erstes Lebenszeichen bot, aber noch Luft nach oben ließ, ist nun mächtig nachgereift. Ja okay, das schwarzmetallische Rad – oder eher die Panzerkette – erfinden die Schweden nun nicht gleich neu, doch wurden im Vergleich zum Vorgänger die Stellschrauben an vielen Ecken angezogen. Die hymnenhaften Melodien sind eingängiger, das Songwriting bietet mehr Abwechslung und die von Kollege Maik kritisierten „endlosen Riffwiederholungen“ komprimiert.

Ihrem Grundsound sind Lömsk dennoch treu geblieben. Sie spielen einen eher modernen denn oldschooligen, aber nicht post-igen Black Metal und bewegen sich dabei in einem musikalischen Fahrwasser, in dem auch Bands wie Mgla, Groza, Non Est Deus und The Committee schippern. Während Songstrukturen, Riffs und auch die Stimme vor allem an erstgenannte Polen erinnern, kann man thematisch einen engeren Vergleich zur letztgenannten Kapelle ziehen. Lömsk schaffen über die Texte, Cover und ihre persönliche Darstellung auf Promofotos und der Bühne eine Verbindung zu Kriegsthematik sowie dem Wahnsinn und der Eitelkeit der Menschheit. Sie verurteilen diese und sehen ihre Musik als Antwort.

Doch zurück zur Musik: Ja, sie mag nicht (mehr) völlig herausstechen und führt unweigerlich zu Vergleichen mit den angeführten Bands, und dennoch lohnt es sich, dieser Truppe aus Göteborg sein Gehör zu schenken – vielleicht sogar gerade dann, wenn man die besagten Gruppen mag. Bei Lömsk steckt sehr viel Liebe zum Detail drin, und genau die feinen Nuancen könnten den Unterschied machen: die kleinen versteckten Melodien, die man erst beim x-ten Durchlauf hört, die geschickt gesetzten Samples, die Atmosphäre schaffen, vielleicht auch mal eine Textpassage, die einen besonders catcht und und und… Ob es das Interlude The Gathering Storm und das Outro The Silence Thereafter allerdings dringend gebraucht hätte, bleibt Geschmackssache. Aber hier meckere ich wie so oft auf hohem Niveau…

Am Sound gibt es dagegen rein gar nichts zu meckern. Dieser ist verdammt satt und druckvoll abgemischt. Die Strukturen sind super nachvollziehbar und lassen alle Instrumente auf Augenhöhe agieren, wodurch der Hörer immer wieder neue Details entdecken wird und lange Freude an der Scheibe haben dürfte.

Anspieltipps:
🔥Of Iron and Blood
💀Requiem of Fire
🎸Furia


Bewertung: 8,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Fields of Elysium
02. Of Iron and Blood
03. Requiem of Fire
04. Entropia
05. The Gathering Storm
06. Chimaera
07. Stare Into the Void
08. Furia
09. The Silence Thereafter



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