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VITAMIN X – Riding the Apocalypse (2026)

(10.129) Phillip (7,9/10) Hardcore/ Thrash Metal


Label: Svart Records
VÖ: 13.03.2026
Stil: Hardcore/ Thrash Metal






Bouzikov-Cover, Albumlänge unter 30 Minuten und trotzdem 17 Songs. Hier wissen ein paar Leute ganz genau, was sie tun. Diese Leute kommen aus Amsterdam und schleudern seit fast 30 Jahren feinsten, politisch aufgeladenen, sehr hardcore-lastigen Thrash ins Publikum. Oder halt thrash-lastigen Hardcore, wie man’s nehmen möchte. Einigkeit herrscht jedenfalls bei dem Thema, dass sowas auch mal sein muss: Mucke, bei der man die komplette Live-Show in einem Pit herumfuchteln und -springen kann, ohne auch nur einen Songtitel, geschweige denn Song, zu kennen.

Denn einerseits dauern die Songs live tendenziell noch weniger lange als auf Album und andererseits geht die Nummer sehr wahrscheinlich noch geradliniger nach vorne als auf Platte. Wobei geradlinig Vitamin X jetzt etwas Unrecht tut. Gehen die ersten paar Tracks noch deutlich thrashy los, untermalt von einer wunderbaren Bassgitarre (Ride the Apocalypse), so scheuen die Niederländer auch keine Ausflüge ins nahe liegende Habitat des Punks (Genetic Mutation, Wanna be me). Ähnlich gelagerte Songs sieht man im Albumkontext also auch sinnvoll aneinandergereiht, die Nachvollziehbarkeit freut sich.

Ansonsten finden wir eine Wagenladung Riffs aus dem Hardcore, Thrash und Punk , dazu ein munter drauflosklöppelndes Schlagzeug, das sich niemals in den Vordergrund drängt, sondern schön mittig seinen unermüdlichen Dienst verrichtet und die Riffs zusammenhält. Und natürlich eine riesige Menge an Gangshouts!

Riding the Apocalypse aktiviert vom ersten Druck auf Play an die Nackenmuskulatur und vermittelt sofort Spaß, gekonnt kombiniert mit politischer Botschaft. Allerdings ist das weniger etwas fürs heimische Sofa. Das ist Mucke, die zur Bewegung animieren soll, zum den-anderen-Honk-da-drüben-seinen-Ellenbogen-durch’s-Gesicht-pogen. Ergo hat es die Platte geschafft, mich auf dem Sofa sitzend wegdriften zu lassen, obwohl knapp 30 Minuten ja nicht wirklich lang sind. Die Geradlinigkeit, die dann allmählich zu Gleichförmigkeit wird, zündet aber nun mal nicht so gut auf Platte, es sei denn man möchte in diesem Moment einen Boxsack kaputt kloppen, ein kurzes intensives Work-Out starten, schauen wie schnell man mit dem Fahrrad ist, oder so. Auf der Couch hingegen täte es auch eine dezent kürzere EP – aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu.

Beim Versuch Vitamin X objektiv zu bewerten, ist dann allerdings doch schnell klar, dass Riding the Apocalypse für sich ein ziemlich starkes Stück angepisster Hardcore/Thrash ist, der auch spieltechnisch zu überzeugen weiß. Wem es bis zur nächsten Iron Reagan noch zu lange dauert (wann auch immer und ob da jemals noch was kommt?), dem seien diese vier freundlichen Niederländer wärmstens an’s Herz gelegt! Stark!


Anspieltipps:
Ride the Apocalypse
🐺 Unleash the Wolves
Genetic Mutation


Bewertung: 7,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Chop Chop Chop 
02. Ride The Apocalypse 
03. Sociopath 
04. Unleash The Wolves 
05. Sirens’ Call 
06. Devolution/Devilution 
07. Bite The Hand That Feeds 
08. Brainfreeze 
09. Genetic Mutation 
10. Symphony Of Doom 
11. Wanna Be Me 
12. Break Away 
13. W.A.R 
14. Toxic Reality 
15. Fear 
16. It Never Ends 
17. Over The Line



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