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ZERRE – Rotting on a Golden Throne (2026)

(10.126) Phillip (9,5/10) Crossover/ Thrash Metal


Label: Dying Victims Productions
VÖ: 27.03.2026
Stil: Crossover/ Thrash Metal






Anfang Februar 2026. Ich sitze wie gewöhnlich morgens am Frühstückstisch und klicke mich etwas unmotiviert durch Youtube. Recht schnell stolpere ich über das neue Video der mir als In-die-Fresse-Thrash bekannten Kombo Zerre aus Würzburg. Wenige Minuten später teile ich entsprechendes Video zu Deception of the Weak so begeistert, wie man nach einem sehr großen Mokka unmittelbar vor dem morgendlichen Stuhlgang sein kann, in unsere Redaktions-Chatgruppe. Und zünde den Laden komplett an. Ein Sturm der Begeisterung bricht los und der vermutlich schönste Kinnbart Deutschlands und sein Besitzer gehen sofort steil.

So in etwa kam es, dass ich nun dieses Review verfassen darf. Und was soll ich sagen? Waren Zerre mir bereits vorher als In-die-Fresse-Thrash bekannt – so haben sie dabei nun auch noch einen, mit scharfen Klingen versehenen, Eisenhandschuh an. Doch der Reihe nach!

Ein stimmungsvolles Intro nimmt langsam Fahrt auf, die Gitarren klingen episch und lassen Großes erahnen, Drums setzen ein und spielen sich warm. Kurze Pause. Ballern! Pigs will be Pigs, eine Hymne auf machttrunkene Gesetzeshüter, fliegt heran und wirbelt mit messerscharfen Riffs um sich. Die Vocals klingen wütend, hallig und nach geballter Faust. Sofort drängt sich ein energischer Vergleich mit den texanischen Crossover-Heroen Power Trip auf, nur eben mit deutlich höherem Thrash-Gehalt und dem massiven Einsatz von Gangshouts!

Das folgende Deception of the Weak zementiert diesen Eindruck. Das ist der vermutlich beste Song, den Blake Ibanez nie geschrieben hat und sollte er ihn irgendwann hören, wird er sich darüber sehr ärgern. Dieser Track hat ALLES! Geil peitschende Riffs, Gangshouts, Solo, einen asozialen Falsettscream, drückende Drums, Two-Step-Part und einen monströsen Groove, dem man sich nicht entziehen kann! Glücklicherweise lässt das folgende Intro mich kurz durchschnaufen, doch nach 60 Sekunden geht die Klopperei weiter und Mental Vacation schwingt wild mit den Fäusten. Es ist wieder Abfahrt angesagt! Etwas schleppender, also wirklich nur ein Minikleinesbisschen schleppender, schrubben sich die Gitarren bei Concrete Hell in die Gehörgänge, Ohrwurmrefrain inklusive.

Der Titeltrack unterstreicht dann ganz hervorragend, was ich mit „mehr Thrash“ meinte. Es darf auch mal gebangt werden Eine weitere, detaillierte Beschreibung der folgenden Songs erspare ich euch an dieser Stelle, denn wer bisher noch keinen Bock bekommen hat, sich Zerre auf Lautstärke elf reinzugönnen, dem ist mit Sicherheit nicht zu helfen UND der hat das auch nicht verdient.

Absolut jede Person mit einem Funken Thrash am Leib oder einer Vorliebe für Crossover darf sich dieses Album auf keinen Fall entgehen lassen. Hier ist für Alle und Jede(n) etwas dabei! Chef-Olaf zum Beispiel meint, dass Deception of the Weak der schwächste Track auf dem Album ist und trotzdem noch mit ähnlich gelagerten aktuellen Releases fröhlich den Boden wischt. Ich hingegen habe hier meinen absoluten Favoriten auf dem Rotting on a Golden Throne gefunden. Was aber auch nur heißt, dass dieser Track, für mich, die Note eins mit Sternchen und Sahne drauf, zwischen sieben anderen Tracks mit Note eins ist.

Zerre machen hier so unglaublich viel richtig, dass das Album locker und unverkrampft klingt, dabei gleichermaßen druckvoll und intensiv. Kein Solo ist zu viel oder deplatziert, die in jedem Song vorkommenden Gangshouts sitzen immer goldrichtig, stets aggressive Riffs, variable aber dennoch geradlinige Vocals und ein sagenhafter Drive auf kompletter Albumlänge machen dieses Geschoss zu einem frühen Kandidaten für die Jahres-Top-Ten. Dazu kommt, dass keine irgendwie herausgeknödelte Halbballade die Stimmung versaut, das Album aber trotzdem wahnsinnig viel Dynamik hat. Der zur absoluten Höchstnote fehlende halbe Punkt kommt auch nur daher zu Stande, dass die Nummer zwar zügig zündete, aber – jedenfalls bei mir – erst beim zweiten Hördurchlauf auf gesamter Strecke vollumfänglich detonierte. Und bevor ich hier auf einer Schleimspur der Lobhudelei wehschlittere, hört es euch unbedingt selbst an!


Anspieltipps:
🐷 Pigs will be Pigs
👑 Deception of the Weak
🏙 Concrete Hell
🗡 No Alibi


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

1. Intro 
2. Pigs Will Be Pigs
3. Deception of the Weak 
4. Mental Vacation 
5. Concrete Hell 
6. Rotting on a Golden Throne 
7. Tin God 
8. Killing Taste 
9. No Alibi



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