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WAKAS – Real Final (2026)

(10.048) Phillip (5,0/10) Heavy Metal


Label: DIY
VÖ: 04.01.2026
Stil: Heavy Metal







Peru, der sympathische Andenstaat, Heimat von Claudio Pizarro und Teófilo Cubillas, hat in etwa zehnmal so viele Einwohner wie die deutsche Bundeshauptstadt Berlin und dennoch eine erstaunliche gleiche Anzahl von Bands die bei den Metal Archives gelistet sind. Ob das jetzt mehr über Berlin als sprudelnder Quell der metallischen Tonkunst aussagt oder über Peru als Metal-Entwicklungsland, oder gar beides gleichzeitig überlasse ich euch. Das Ansinnen der Peruaner WAKAS liest sich jedenfalls erstmal ambitioniert. Um dem Rest der Welt die Kultur und Geschichte des Landes näher zu bringen, singen sie über das Inkareich. Indigene Unterbauten sind jetzt im Metal per se nicht Neues, doch bei den Inka waren wir, meines Erachtens noch nicht. Also: Attacke!

Meine Erwartung war eine gewissermaßen räudig schnelle Speed- oder Thrash Metal- Nummer mit ordentlich angepissten Vocals über die historischen Ungerechtigkeiten, die dem stolzen Andenvolk widerfahren sind. Aber nö, Pustekuchen. Gleich zu Beginn begrüßt mich der vermutlich zahmste Gitarrensound, der jenseits von Schülerband-Proberäumen zu finden ist. El señor de los báculos, es geht um das Motiv des Stabgottes, ertönt instrumental unheimlich zahm und ungefährlich. Lediglich Vokalist Siniestro verströmt mit seiner schrillen Kopfstimme und Growl-Ansätzen so etwas wie Unberechenbarkeit.

La llegada de los falsos Dioses macht‘s trotz lockerem Sleaze-Einstieg nicht besser, die Gitarre säuft im Mix komplett zahnlos ab. Alles wirkt irgendwie sehr leise und vorsichtig, also so gar nicht Heavy Metal. Aber ich will nicht nur meckern, denn immerhin der Viersaiter plöckert angenehm durch den Sound. So schleppt sich dieses Album fort, Abwechslung bieten Invocación del Ukhu Pacha und das folgende, sehr doomige Sagrado funeral, der meines Erachtens stärkste Track des Albums, da hier ausnahmsweise mal der Sound zu dem, was transportiert werden soll, passt.

Hernach erwartet uns wieder stets ambitionierter, aber handzahmer Heavy Metal, bei dem Riffs durchaus gut angedeutet werden aber beinahe beeindruckend ineffizient gespielt werden, dass ich mir allmählich Sorgen mache, ob das wirklich so gewollt ist. Es ist schon direkt frustrierend, da der konzeptuelle Unterbau des Albums, Göttersagen, Kriegermythen, so guten Stoff bietet, der eben nicht die zehntausendste Abhandlung von Ragnarök thematisiert. Aber sei’s drum, was wir bekommen, ist leider kaum der Rede wert. WAKAS dürfen es gerne nochmal versuchen, wenn sie den Gain-Regler am Amp etwas mutiger nach oben drehen, das Potenzial ist da!

Anspieltipps:
💀 Sagrado Funeral


Bewertung: 5,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

1. El señor de los báculos
2. La llegada de los falsos Dioses
3. Muerte en la horca
4. Invocación del Ukhu Pacha
5. Sagrado funeral 
6. Desafiar a Supay 
7. Cahuide el guerrero



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