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METAL DE FACTO – The Land of the rising Sun Pt.2 (2026)

(10.119) Maik (7,5/10) Melodic Power Metal


Label: Reaper Entertainment
VÖ: 06.03.2026
Stil: Melodic Power Metal






Normalerweise bin ich ja nicht so erbaut über synthetisch aufbombastierten Power Metal und meide Bands aus diesem Genre wie Trump eine wahrheitliche Aussage, aber irgendwie haben es die Finnen von METAL DE FACTO geschafft, trotz ihrer sehr kommerziellen Ausrichtung mein Interesse zu wecken. Vielleicht war es der Bandname, der beteuert, dass es sich hier de facto um Metal handelt, wenngleich es de jure vielleicht den einen oder anderen Zweifel geben könnte.

The Land Of The Rising Sun Pt. 2 heißt das aktuelle Album, und man müsste schon ziemlich dusslig sein, um nicht zu ahnen, dass es auch ein The Land Of The Rising Sun Pt. 1 gab. Richtig geraten. Der Kandidat erhält einen Gutschein für ein Mettbrötchen. Selbiges, also das Album, nicht das Mettbrötchen, kam vor zwei Jahren heraus. Die Finnen frönen also weiterhin ihren japanophilen Vorlieben.

Wer nun bei diesen Part-1/Part-2-Geschichten unweigerlich an HELLOWEEN und deren Keepers…-Scheiben denken muss, ist musikalisch gar nicht mal weit weg von dem, was METAL DE FACTO so verzapfen. Nur dass eben diese etwas ausladenden Synthesizereinsätze dazukommen. Doch rein vom Songwriting her und auch vom glockenklaren Gesang des Vokalisten Aitor Arrastia (ja, so kann man heißen…) sehe ich da schon Parallelen.

Melodien dominieren also, doch sorgen die beiden Gitarren auch für ein paar griffige Riffs, die sich oft erfolgreich aus den Flusen des Keyboardteppichs herausfräsen. Allerdings zeigt sich insgesamt die Tendenz, doch eher die sanfteren Klänge des Metal anzustreben. Das Metall ist also de facto recht sauber entgratet und glänzt in angenehmen Farben.

Und so ergehen sich METAL DE FACTO doch sehr oft in gefälligen Ruhepunkten, wie dem Instrumentalstück スズメの群れ (das heißt so viel wie „ein Schwarm Spatzen“) sowie den beiden Balladen The Wanderer’s Truth und Lighter Than A Feather, die dann doch eher die Nähe zu Bands wie SCORPIONS suchen als zu gediegen geschmiedetem Stahl. In dieser Sparte zeigen METAL DE FACTO allerdings ein Gespür für erfolgreich griffige Melodien. Das Album mit einem Achteinhalbminüter zu beginnen, ist auch sehr mutig.

Dem Eisensound wird im Song Gojira mehr gehuldigt – und der Titel hat nichts mit der gleichnamigen Band zu tun, sondern ist einfach der japanische Originalname von Godzilla. Ansonsten gebärden sich METAL DE FACTO weniger monströs, sondern gehen zumeist auf Kuschelkurs zwischen hymnisch erhaben und Gute-Laune-Rockmusik. Hartwurzelfetischisten kriegen bei dieser Art Musik Ohrenkaries und Synapsenüberzuckerung, und auch ich muss mir nach der Scheibe erst einmal gediegen bratigen Todesmetallsound reinkloppen. Melodiefreaks, insbesondere Fans der doch eher liedhaften Stromgitarrenmusik, finden hier sicher ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen.

Anspieltipp:
🔥 Gojira
🎸 Across The Milky Way


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Sengakuji Temple
02. Across The Milky Way
03. Gojira
04. My Plastic Escape
05. スズメの群れ
06. Fury And Beauty
07. The Wanderer’s Truth
08. Pen Is Mightier Than Sword
09. Lighter Than A Feather
10. Wheel Of The Rising Sun



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