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LOCUS NOIR – Shadow Sun (2026)

(10.084) Phillip (7,6/10) Gothic Rock


Label: Listenable Records
VÖ: 27.02.2026
Stil: Gothic Rock







Hach, ich schiebe so gerne Sachen auf, als wäre ich hauptberuflich Student in der Prüfungszeit. Wenn dann auch noch Gothic Rock dran ist, schiebt’s sich direkt noch ein wenig leichter. Allerdings löst sich das Problem ja trotzdem nicht von selbst, sondern wird eher noch problematischer. Da hilft dann Nichts und trotz aller Scheu und Vorbehalte gegen diese Musikrichtung muss ich mal ein Ohr riskieren, in der leicht schwelenden Hoffnung, dass das vielleicht gar nicht so schlimm wird wie befürchtet.

Der Pressetext verrät schonmal, dass sich Ben DMN, bekannt durch die Schweizer Band Sybreed, für dieses Projekt verantwortlich zeichnet. Ursprünglich als Solo-Projekt geplant, ist inzwischen ein fester Schlagwerker und ein Bassist dazugestoßen. Nach dem der Pressetext dann versucht Verweise zu Type 0 Negative herzustellen wuchs meine Neugierde doch überraschend. Denn DAS kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Bereits nach dem Intro 
Walpurgisnacht 1996 wird mit dem ersten Song Shadow Sun sonnenklar, dass es hier primär um die Stimme von Ben DMN geht. Die Gitarre ist eher eine nette Begleiterscheinung, die die allgemein tiefere Stimmung konterkariert. Denn Ben DMN singt tief, voluminös und phrasiert so, wie man es am ehesten von Bands wie And One oder Northern Lite kennt. Bass und Schlagzeug stellen das unentwegt rhythmisch groovende Unterfutter. So weit so gut, für Cemetery Youth bekommen Locus Noir sogar Unterstützung von Ben Christo der Sisters of Mercy. Und dennoch plätschern die Songs so an mir herunter, gefällig zwar, aber nicht mit den entscheidenden Widerhaken versehen, um haften zu bleiben. Zu gleichförmig bewegen sich die Songs vorwärts, wenn auch auf konstant gutem Niveau.

Doch dann kommt Thicker Than Darkness Itself um die Ecke und auf einmal verstehe ich es. Type 0-Einfluss direkt abgehakt. Der Song bricht mit den davor stets ähnlichen Strukturen und fährt mit einem dramatischen Refrain groß auf. So geht’s dann auch weiter, mehr Abwechslung und dazu, für mich überraschend, auch mehr Stärken von Locus Noir. Ob balladesk in Hollow oder straight forward metallisch in Full Moon Theri-antropy, Bens Stimme begleitet uns souverän und auch in der Instrumentalfraktion gibt es keine Ausfälle, nur pure Konstanz.

In den Bonustracks tummelt sich auch eine gelungene Lady Gaga- Coverversion, die wie auch das komplette Album ganz ohne Kitsch und triefigem Klischee auskommt. Im Grunde liefern Locus Noir und damit Ben DMN ein, auch auf Grund seiner Erfahrung, enorm stabiles Album ab, man könnte auch davon sprechen, es klänge routiniert. Oder eben eingängig. Denn das ist, was man Shadow Sun als Kritik attestieren darf. Wenig Ecken, wenig Kanten, besonders die ersten Tracks wirken kalkuliert, während die zweite Hälfte des Albums wesentlich lebendiger herüberkommen. Nichtsdestotrotz kann hier eine uneingeschränkte Empfehlung für Genrefreunde ausgesprochen werden, für Menschen, die Rope Sect mögen, aber gerne ein bisschen zügiger tanzen wollen.

Anspieltipps:
💣 Thicker Than The Darkness Itself
🪓 Death, That Elusive Mistress
🎸 Full Moon Theri-anthropy


Bewertung: 7,6 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Walpurgisnacht 1996
02. Shadow Sun
03. Cemetery Youth
04. A Dismal Romance
05. She Haunts the Night
06. Thicker Than Darkness Itself
07. In Despair We Trust
08. Death, That Elusive Mistress
09. Hollow
10. Full Moon Theri-anthropy
11. Reburial
Bonustracks:
12 - Marry the Night (Lady Gaga cover)
13 - How Harsh is the Light of Dawn



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