DARKLORE – The Great Elven War (2026)
(10.088) Clemens (7,0/10) Fantasy Metal
Label: D.I.Y.
VÖ: 20.02.2026
Stil: Fantasy Metal
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Aus Brisbane in Australien erreicht uns ein „fantastischer“ Black Metal Silberling, der auf den Namen The Great Elven War hört. Und wer mit dem Titel Fantasy und Herr Der Ringe assoziiert, liegt hier auch genau richtig. Ist und war aber auch nicht all zu schwer. Die Truppe veröffentlicht in Eigeninitiative somit ihr zweites Album seit sieben Jahren und hat einen spannenden musikalischen Mix mit dabei.
Der Opener The Hunting Grounds lässt nämlich sehr schnell erkennen, dass die Norweger von DIMMU BORGIR Vorbilder der Schöpfer von DARKLORE und deren Musik sind. Über den Gesang, bis hin zum groben Songaufbau und der Art und Weise der Riffs, sind hier viele Parallelen zu erkennen. Einziger Unterschied ist, dass die Australier natürlich nicht so heftig produziert sind und daher wie eine kleine, abgespeckte Variante klingen. Ein wenig wie die Schweizer von ATRITAS, die auch einen starken DIMMU-Touch hatten.
Aber was hier noch speziell hinzukommt ist, dass es anstatt satanisch und düster, wirklich stark in die Fantasy Richtung geht, was die Melodieläufe und epischen, sowie atmosphärischen Parts innerhalb der Songs angeht. Richtig sprießt es dann auch nach dem Opener ab dem zweiten Track Descendants Of The Pale Moon heraus und entfaltet sich ab da über die restlichen Tracks weiter. Man muss sich kurz reinhören, ja, aber wenn man das Flair und den Sound verstanden hat, ist das ein wirklich spannender, wenn auch ungewöhnlicher, Mix der gut aufgeht.
Die Titel sind trotz ihrer Länge (keiner kürzer als sechs Minuten 30) noch gut hörbar und stark abwechslungsreich komponiert, ohne dabei aber den jeweiligen roten Faden zu verlieren. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Album ab der Hälfte ein bisschen an Zugkraft verliert, was an den Kompositionen oder eben den beiden letzten, jeweils 10 Minuten Tracks liegen kann. Aber die Abwechslung und Möglichkeiten bieten sich bei dem DIMMU- Stil bezüglich Black Metal aber auch an. Die Musiker sind hier sehr kreativ und zaubern auch in Sachen Orchester und Backings ordentlich was an die Musikfront. Dazu gesellen sich Hier und Da kleinere Effekte, es wird auch wie bei den Norwegern damals auf ein paar schöne Basslines und Passagen geachtet, was mein „Vortex“- Herz höherschlagen lässt (The Beast Of Beauclair). Gesanglich könnte man davon ausgehen, dass in beiden genannten Bands derselbe Frontmann ist und Schlagzeug, sowie Gitarren geben alles und treiben die Titel sofern nötig gut an, oder sorgen mit Rhythmuseinlagen und Co. für Abwechslung und Spannung.
Normalerweise ist eine zu starke Ähnlichkeit zu einer bestehenden Band nicht immer meins, beziehungsweise muss das wirklich dennoch mit irgendwie was Eigenem überzeugen und was soll ich sagen, das machen DARKLORE in jeglicher Hinsicht. Es ist kurz gesagt Fantasy DIMMU BORGIR, nicht weniger, dafür aber noch so viel mehr! Das Einzige, was auf Dauer und eben im direkten Vergleich der Truppe fehlt, ist der Sound und die Produktion. Dass sie da ihren Vorbildern nachstehen, ist nicht schlimm, aber mir ist der gesamte Sound ein wenig zu matt und drucklos, da wäre, glaube ich, noch mehr gegangen und könnte den Titeln etwas mehr Kraft verleihen. Dazu hier und da an den Kompositionen feilen, dass Sie dennoch etwas kürzer und auf dem Punkt kommen und fertig ist eine starke Symbiose zweier Welten (Servants Of Sauron).
Fest steht, die Truppe macht in meinen Augen sehr viel richtig und hat trotz vieler Ähnlichkeiten das wichtige Alleinstellungsmerkmal, an dem man sich als Hörer sehr gut anschließen kann und möchte. Man muss sich gegebenenfalls reinhören, eventuell den Vergleich ab einem gewissen Punkt abschalten und kann sich dann gut in den Titeln verlieren, die Länge dazu haben Sie, sofern man eben selbst die Ausdauer dazu hat.
Anspieltipps:
💀 The Beast Of Beauclair
Bewertung: 7,0 von 10 Punkten
TRACKLIST
01. The Hunting Grounds
02. Descendants Of The Pale Moon
03. The Beast Of Beauclair
04. Servants Of Sauron
05. The North Remembers
06. Horns Of The Buffira
07. The Great Elven War
08. Wrath Of The High Heavens

