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COSCRADH – Carving The Causeway To The Otherworld (2026)

(10.094) Maik (6,9/10) Black Metal


Label: 20 Buck Spin
VÖ: 20.02.2026
Stil: Black Metal






Wie der Name der irischen Band COSCRADH ausgesprochen wird, weiß ich nicht, aber übersetzt heißt es wohl so viel wie ‚Massacre‘. Und der Name ist augenscheinlich Programm, denn genau das ist es, was der Vierer mit Euren Ohren anrichtet.

Carving The Causeway To The Otherworld ist bereits das zweite Langstreckengemetzel der Iren und macht definitiv keine Gefangenen. Wer die besonders lärmigen Auswüchse des Black Metal goutiert, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Allerdings ist der ganze Kram nicht nur brutal bis zum Abwinken, sondern kommt auch noch mit einer gewaltigen Spur Hektik und Chaos einher, was den Hörgenuss recht schnell zur Strapaze macht.

Stellt Euch vor, man würde frühe MAYHEM rückwärts auf 45 rpm spielen, in das musikalische Gewand der Kanadier BLASPHEMY packen, dazu einen Sänger, der die ganze Zeit herumschreit, als hätte man ihm glühende Reißnägel in die Unterbuxen geschaufelt. Dann habt Ihr ungefähr eine Ahnung davon, was Euch hier erwartet.

Das alles bedeutet natürlich, dass hier eine Soundwand auf euch zurollt, die Attilas Hunnenangriffe zu einem fröhlichen Osterspaziergang degradieren. Die brutal grottige Produktion und der Hall, den man dem Sangesknaben auf die Stimmbänder gehievt hat, machen das lärmige Chaos perfekt.

Völlig wahnsinnige Gitarrensoli, wie im Song mit dem merkwürdigen Titel Caesars Revelation (Hibernia L. VI V. XIV ad XVI et XXIV), blitzen auflockernd aus dem Gesamtgedröhne heraus, stopfen dem geplanten Chaos aber nur noch den Eiszapfen ins Rektum.

Schön ist das nicht, und Audiophile dürften hier knapp vor dem Hörsturz stehen, oder glauben, sie hätten selbigen schon erlitten. Auch mir, der krachigen Grotten- BM durchaus zu goutieren weiß, sträuben sich sämtliche Haare bei dem Gebräu.

Es ist brutal, chaotisch und schmerzhaft, was COSCRADH hier fabrizieren, und bis auf das merkwürdige Zwischenstück The Calling, welches an die Tröte eines Ozeandampfers erinnert, oder an den Klagegesang eines Elches, bricht aus dem üblichen Getrümmer aus.

Dabei ist das wohl gewollt, ein derartiges Gemetzel zu fabrizieren, denn etwas langsamer gespielt, wäre das eigentlich ziemlich geil. Einige Riffs sind schon cool, und die irrsinnigen Soli sowieso. Und wenn COSCRADH mal das Tempo reduzieren, wie im Song Badhah’s Shadows, werden sie geradezu hörbar. Dennoch kommt bei mir nicht wirklich Freude auf, das ist insgesamt doch etwas zu schrottig für meinereinen. Obwohl es einem ab dem sechsten Song nicht mehr ganz so chaotisch vorkommt, doch scheinbar hat man sich einfach nur an das Gemetzel gewöhnt, und hat Hornhaut auf den Synapsen.

Wem Combos wie BLASPHEMY und BESTIAL WARLUST gut reinlaufen, und wem es gern auch noch brutaler zugehen darf, ist mit Carving The Causeway To The Otherworld gut bedient. Wer Melodien und Atmosphäre bevorzugt, sollte vielleicht Abstand nehmen. Das Album ist die pure Zerstörung und sucht im Extrem- Black Metal seinesgleichen.

Anspieltipp:
👑 Caesars Revelation (Hibernia L. VI V. XIV ad XVI et XXIV)
🔊 Badhah’s Shadows


Bewertung: 6,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Five Fifths Awaken
02. Carving The Causeway To The Otherworld
03. Adhradh Dé Ghoac
04. Caesars Revelation (Hibernia L. VI V. XIV ad XVI et XXIV)
05. The Calling
06. Scythe Of Saturn
07. Badhah’s Shadows
08. Opening The Gates To Styx, Nix, Kerberos and Hydra



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