VIOLENCE IN MUSIC AND NOWHERE ELSE



Da hat sich Thomas Dargel mal wieder was Feines unter Nagel gerissen. Sein Label Iron Shield Records steht für sehr gute Underground Mukke, die gerne auch mal etwas heftiger abgehen darf. Zuletzt hat er sich die Schweinfurter Newcomer LESSON IN VIOLENCE ins Haus geholt, die sich dem, von mir innig geliebten, Thrash Metal verschrieben haben und, wie schon vom Bandnamen abzuleiten ist, sich in ihrem Songwriting sehr am Bay Area Thrash Metal orientieren.

Nicht zuletzt hat auch ihre Debüt Scheibe „The Thrashfall Of Mankind“ einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, weshalb ich die Band gleich noch über unser Interview Format „The New Breed“ befragt habe, um sie unseren Leser noch genauer vorzustellen. Aber nun sollen die Jungs mal selbst zu Wort kommen und ab geht der Thrash!

Bitte stellt Euch kurz vor. Wie kam es dazu, dass ihr euch entschlossen habt eine Band zu gründen? Wie habt ihr euch gefunden?

Zum Teil kennen wir uns schon seit viele vielen Jahren. Ich war mit Roland schon vor fast 18 Jahren gemeinsam in dessen Band Sorrogate aktiv. In der Zwischenzeit haben wir alle die unterschiedlichsten Projekte geführt und im Jahr 2018 stieß ich dann zu Brain Damage. Von dort aus war der Weg nicht mehr weit, denn 4 der 5 Lesson In Violence-Mitglieder waren ebenfalls bei Brain Damage

Auf was habt ihr Wert gelegt, als ihr Musiker für eure Band gesucht habt? War es schwierig diese zu finden? Gab es Dinge, die ihr dabei über die musikalischen Qualitäten gestellt habt?

Wie oben erwähnt, mussten wir nicht viel suchen, denn wir waren ja schon zu Beginn fast vollständig! Wir hatten dann schnell ein Auge auf André geworfen der uns bereits bekannt war und seine musikalischen Qualitäten sind sehr überzeugend. Von daher waren wir in der glücklichen Lage, dass wir in Sachen Qualität keine Abstriche machen mussten.

Worauf lag der Fokus als ihr begonnen habt an dem Album zu arbeiten? Worin unterscheidet es sich zu früheren Aufnahmen? Nennt uns 3 Dinge, die euer neues Album zu etwas Besonderen machen.

Der Fokus lag in erster Linie darauf die Produktion von Anfang an in bestmöglicher Qualität abzuliefern. Von der ersten, nackten und trockenen Recordingspur bis hin zum fetten Mix und dem endgültigen Master. Wenn man Müll aufnimmt, kann auch am Ende nur Müll rauskommen und wir wollten vermeiden, später irgendwas durch den Mix retten zu müssen. Ich denke hier liegt auch der größte Unterschied zu den Produktionen, die wir alle früher bereits gemacht haben.

Ich finde, dass unser Album kompromisslos ist und sich auf das Wesentliche konzentriert, denn nur der Thrash zählt! Außerdem sind die Songs wirklich gut aufeinander abgestimmt, denn wir hatten deutlich mehr Songs zur Auswahl, aber letztlich haben es diese 11 aufs Album geschafft. Von vorne bis hinten ist alles sehr tight, was natürlich gut dazu beiträgt, dass die Scheibe ordentlich ballert!


Was wolltet ihr mit der Wahl eures Bandnamens ausdrücken, standen auch andere Namen zur Auswahl? Was hat euch dabei bestärkt, Bücher oder besondere Filme?

Zum einen sollte jeder Vollblut-Thrasher sofort lesen können, um was es bei uns geht. Von daher war die Anlehnung an den Exodus-Klassiker eine gute Wahl, mit der wir uns alle identifizieren können. Für Gewalt sollte es außerdem keinen Platz in der Welt geben, aber unsere Musik soll natürlich aggressiv und energiegeladen sein. Violence in music and nowhere else!

Sind euch Vorbilder wichtig? Haben bestimmte Musiker & Bands euch in irgendeiner Weise beeinflusst, wenn ja welche wären das? Wenn es diese musikalischen Ziehväter bei euch nicht gibt, was ist es dann?

Wir sind alle große Anhänger des klassischen US-Thrash a la Bay-Area. Natürlich gibt es auch viele Bands aus anderen Nationen, die hier eine Rolle spielen. Ich denke, dass große Namen wie Slayer, Exodus oder Testament, um nur einige zu nennen, großen Einfluss auf das Songwriting hatten.

Erzählt uns auf was legt ihr beim Songwriting besonderen Wert? Wie entstehen eure Songs, wer von euch ist dabei insbesondere beteiligt?

Wir alle sind grundsätzlich beteiligt. Es gibt Songs, die stammen aus der Feder von nur einem von uns. Andere Songs haben mit einer einzelnen Idee angefangen, zu der jeder seinen Senf dazu gab. Ich erinnere mich auch an viele Sessions, die ich gemeinsam mit Roland in meinem Musikzimmer verbracht habe. Am nächsten Tag mussten wir uns immer unsere Aufnahmen anhören, da sich keiner mehr an irgendwas erinnern konnte, so entstehen geile Songs!

Daran anknüpfend, was sind die Themen, die euch in lyrischer Hinsicht beschäftigen, woraus zieht ihr dabei eure Ideen? Gibt es Texter und Autoren, die euch dabei besonders imponieren?

Natürlich gibt es die klassischen Themen wie Tod und Zerstörung! Aber gerade bei Songs wie „Thrash Metal Mankind“ oder „Lesson In Violence“ geht es auch darum seine Unzufriedenheit mit der aktuellen Popmusik auszudrücken und wie belanglos aktuelle Hits oft scheinen. Wir wollen mit unserem Thrash ein kleines Stück dazu beitragen, dass allen denen es genauso geht mit unserer Platte ein bisschen geholfen wird.

Wo fand euer erste und auch beste Auftritt statt? Bevorzugt ihr eher Club oder Festivalauftritte? Welche wären das? Und wieso eigentlich?

Wir haben uns im Sommer 2019 gegründet, von daher hatten wir nur wenig Zeit, um Live-Shows zu spielen, denn wir wissen ja was im Frühjahr 2020 seinen Anfang genommen hat. Ob wir in einem versifften Club mit schlechter Luft und 42 Grad Raumtemperatur spielen oder auf einer Festivalbühne spielt für uns keine Rolle. Wir haben Bock auf alles, denn solange es ein paar Metalheads gibt, die vor der Bühne mitgehen spielt die Location keine Rolle mehr.

Gibt es Bands, mit denen ihr gern mal auf Tour gehen würdet? Und falls euch ein Veranstalter mal buchen möchte, was müsste er dafür auf die hohe Kante legen?

Es gibt so einige Bands, mit denen wir gerne mal auf Tour gehen würden. Wir sind offen für vieles, solange es sich in einem der klassischen Metal-Segmente bewegt und sich niemand verkleiden oder schminken muss. Je nach Rahmenbedingungen (Anreise, Unterbringung etc.) verlangen wir aktuelle eine passable Gage auf Verhandlungsbasis. Sollte uns jemand für sein Event buchen wollen genügt eine Mail an booking@lessoninviolence.com. Wir haben auch keinerlei spezielle Catering-Wünsche! Ich habe da tatsächlich die abstrusesten Dinge gelesen, die manche Bands fordern.

Was ist das Besondere an eurer Metalszene, in Eurer Heimatstadt? Welche Clubs oder Bands gibt es bei Euch, die man sich unbedingt merken sollte?

Wir sind in unserer Szene recht gut organisiert und vernetzt. Es gibt einen Verein, den Rockverband Schweinfurt, in dem viele Bands Mitglied sind. Hier werden normalerweise regelmäßig Veranstaltungen organisiert und das auch überregional mit befreundeten Organisationen. Bei uns gibt’s es auch die kultigste aller Locations, den Stattbahnhof Schweinfurt. Hier finden regelmäßig geile Konzertabende statt, das solltet ihr euch auf jeden Fall merken!

Nach dem aktuellen Release, was sind eure Pläne?

In erster Linie hoffen wir aber auf ein passables Live-Jahr, um uns und unser Album zu präsentieren, zu verkaufen und neue Kontakte zu knüpfen und vor allem die Fangemeinde zu vergrößern. Wir werden mit neuem Merch aufwarten und das Songwriting für das zweite Album hat auch schon begonnen.

Zum Abschluss, ihr könnt ein paar letzte Worte an unsere Leser richten.

Wenn ihr auch in Zukunft mehr Lesson In Violence sehen und hören wollt, dann nehmt die 13 Euro in die Hand und bestellt die Scheibe auf unserer Homepage oder direkt bei unserem Label „Iron Shield Records“. Support Thrash Metal!

Ich danke auch und geh jetzt erst mal ordentlich Abschädeln zu Lesson In Violence!



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